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Trendstudie: Auslaufmodell Stellenanzeige?

Veröffentlicht am 29. September 2015

Es ist eine Frage, die sich aktuell viele Recruiter stellen. Ist die Stellenanzeige ein Auslaufmodell oder hat sie das Zeug für das Recruiting der Zukunft? Die Zweifel kommen nicht von ungefähr. Konnten Unternehmen im Rekrutierungsprozess lange als der stärkere Part agieren, hat sich das ins Gegenteil verkehrt, wie eine Trendstudie von StepStone erneut belegt. Und so brauchen Stellenanzeigen inzwischen Reichweitenverstärker wie Multiposting oder Social Media, um überhaupt an den Mann oder die Frau zu kommen.

 

Trendstudie, Stepstone

Aber wie heißt es so schön? Totgesagte leben länger: Denn die Recruiting Experten von StepStone gehen in ihrem Trendindex davon aus, dass die Stellenanzeige alles andere als ein Auslaufmodell ist. Dass sie ihr Gesicht allerdings in irgendeiner Form verändern wird  – daran besteht allerdings kein Zweifel mehr. Und das sowohl in gestalterischer als auch inhaltlicher Hinsicht. (Bild: fotogestoeber / dollarphotoclub)

 

Trendstudie: Was wollen Kandidaten lesen?

Beginnen wir mit letztem Punkt. Das Stellenportal StepStone hat in seiner jüngsten Trendstudie nachgefragt, was Fachkräfte bei geschalteten Stellenanzeigen inhaltlich am meisten vermissen. Heraus kam ein ganzes Bündel an Wünschen, welche Informationen eine geschaltete Stellenanzeige eigentlich beinhalten sollte:
Digital Recruiting DOWN

 

– Gehalt und Zusatzleistungen
– Gestaltung der Zusammenarbeit
– Darstellung des Unternehmens aus Mitarbeitersicht
– Work Life Balance
– Gestaltung des Arbeitsplatzes
– Jobsicherheit
– Arbeitszeiten
– Sozialleistungen
– Arbeitsinhalte
– Unternehmensgröße

 

Trendstudie: Sind Stellenanzeigen überhaupt realistisch?

Auch in anderer Hinsicht sind die Kandidaten unzufrieden mit den Inhalten einer Stellenanzeige. So halten nur 54 Prozent von ihnen die Unternehmensdarstellung als authentisch und ein Drittel glaubt nicht, dass die in der Stellenanzeige genannten Anforderungen realistisch sind.

 

trendstudie stepstone

 

Viel Kritik, die Unternehmen unbedingt ernst nehmen sollten – auch was die Gestaltung der Stellenanzeigen angeht. Immerhin gibt laut StepStone Trendstudie für jeden Dritten die optische Gestaltung einer geschalteten Stellenanzeige den Ausschlag, auf den Bewerberbutton zu klicken.

 

Trendstudie: Employer Branding Stellenanzeige

Das ist nicht unbedingt neu. Schon seit längerem entwickeln sich Stellenanzeigen weg von der einstigen Bleiwüste hin zu designten Templates mit gliedernden Reitern, eingebetteten Videos, Bildern, Verlinkungen, und, und, und. Fast schon wie eine kleine Homepage im Miniformat. Doch selbst wenn eine Stellenanzeige nach modernsten Employer Branding Gesichtspunkten erstellt wurde, reicht es dennoch nicht mehr aus, sie einfach auf die Unternehmenshomepage einzubetten oder sie verschiedenen Jobportalen anzudienen.

 

Ohne eine Reichweitenverstärkung durch Multiposting oder Social Media Recruiting gelingt es fast nicht mehr, eine zufriedenstellende Anzahl an Bewerbern auf die vakante Stelle aufmerksam zu machen. Denn längst sitzen nicht mehr die Unternehmen, sondern die Kandidaten am längeren Hebel.

 

Wo geht’s also hin mit der Stellenanzeige? Ist sie zum Aussterben verdammt? Laut der Trendstudie der Stepstoner erst mal nicht. „Die Online-Stellenanzeige ist und bleibt das wichtigste Rekrutierungsinstrument. Sie liefert mit Abstand die größte Reichweite und Bewerberresonanz. Aufgrund dieser maximalen Effizienz sind Online-Stellenanzeigen das Standardtool im Recruiting“, heißt es hier. „Fast alle Kandidaten nutzen die Online-Jobbörse als Informationsmedium, für fast 80 Prozent ist sie sogar die erste Anlauf- stelle.“
Digital Recruiting DOWN

 

Trendstudie: Recruiting der Zukunft

Geschftsmann steht vor einem leuchtenden Ausrufezeichen-Durchgang

Klar, mögen Kritiker nun denken: Das würde ich als Stellenportal auch behaupten. Aber es ist schon etwas Wahres dran, dass das Zukunftspotenzial der Stellenanzeige nicht unterschätzt werden sollte: Denn eine Basis, um die grundlegenden Informationen über eine vakante Stelle an den Bewerber zu bringen, braucht man auch in zehn, zwanzig Jahren noch. Die Frage ist nur, wohin sie sich bis dahin entwickelt haben mag. (Bild: fotogestoeber / dollarphotoclub)

 

Möglicherweise signalisieren eines Tages zum Beispiel Smart Watches wechselwilligen Fachkräften eine vakante Stelle, die zum eigenen Profil passt, wenn diese sich gerade in einem gewissen Umkreis bewegen. Die Stellenanzeige selbst lässt sich dann via Handy abrufen. Vielleicht gibt es dann gar keine Handys mehr, sondern ein Armband, dass das Display auf die nackte Haut des Unterarms projiziert. Hierzu gibt es bereits spannende Ansätze. Wie auch immer: Die Zukunft der Rekrutierung dürfte spannend werden! (Grafiken: Stepstone)


 

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