Rekrutierung Arbeitgeber haben es heutzutage bei der Rekrutierung neuer Talente nicht leicht: Heute, da sich der Kandidat das Unternehmen aussucht und nicht mehr umgekehrt, hat sich das “Kräfteverhältnis” zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern stark verändert. Wartet ein  Betrieb nicht bereits im Bewerbungsprozess mit Faktoren auf, mit denen sich ein Bewerber rundum wohl fühlt, ist die Gefahr groß, dass er abspringt. Er hat schließlich die Wahl. Doch viele Arbeitgeber sind sich unsicher: Was wollen Kandidaten eigentlich wirklich?

 

Recruitment: Neues “Kräfteverhältnis” zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern

Geeignete Bewerber sind oft hart umkämpft im grassierenden “War for Talents”. Das ist Fakt. Fakt ist aber auch, dass bereits der Ablauf des Bewerbungsprozesses den entscheidenden Anstoß gibt, ob sich ein Talent vorstellen kann, bei einem Arbeitgeber anzuheuern oder nicht. Ein optimaler Prozessablauf in der Rekrutierung spielt daher eine zunehmend wichtigere Rolle.

 

Stellenanzeige aufgebenWorauf es Bewerbern im Recruiting insbesondere ankommt, zeigt eine aktuelle Auswertung aus dem Hause kununu. Die Arbeitgeber-Bewertungsplattform fand bei der Analyse ihrer hauseigenen Daten heraus, wie Talente die einzelnen Schritte in der Rekrutierung bewerten.

 

Wo besteht Verbesserungsbedarf? Und: Welche DAX-30-Unternehmen bieten die besten Bewerbungsprozesse? Die Analyse liefert spannende Einblicke, wie Arbeitnehmer heute “ticken”.

 

“Die Digitalisierung hat nicht nur das Verhalten bei der Jobsuche verändert, sondern auch die Erwartungen an Unternehmen. Bewerber wollen heute einen Bewerbungsprozess, der einfach, schnell und transparent ist”, konstatiert Dr. Ekkehard Veser, Recruiting-Experte und Geschäftsführer DACH von kununu, in einem offiziellen Statement. “Das beinhaltet neben einer authentischen Präsenz auf allen relevanten Kanälen, eine optimale Darstellung von Jobs und Karriereseiten auf mobilen Endgeräten, eine personalisierte Kommunikation und transparente Prozesse. Wer hier hinterherhinkt, verliert als potenzieller Arbeitgeber rasch an Attraktivität.”

 

Rekrutierung: So bleiben Arbeitgeber attraktiv

Aus Kandidatensicht sind bei der Personalbeschaffung vor allem Parameter wie Schnelligkeit und Tempo Trumpf. Je schneller ein Unternehmen auf eine eingegangene Bewerbung reagiert, umso höher liegt es tendenziell in der Gunst der Talente. Schenkt ein Arbeitgeber dem keine Beachtung – Pech. Dann sitzt der Bewerber wohlmöglich längst bei Unternehmen B im Vorstellungsgespräch, wenn endlich eine Reaktion von Unternehmen A in der virtuellen Postbox eintrudelt. Chance vertan!

Hier besteht aber offensichtlich noch viel Luft nach oben. In dem Ranking erhält die Geschwindigkeit, mit der Unternehmen auf eingehende Bewerbungungen reagieren, einen Score von 3,58. Zum Vergleich: Ein Score von 5 entspräche der Note “sehr gut”.

Die folgende Übersicht zeigt, worauf es Bewerbern en Detail ankommt:

Rekrutierung

 

Jedoch: schnell zu sein genügt allein nicht, wie die aktuelle Auswertung, für die mehr als 75.000 Bewertungen analysiert wurden, zeigt. Noch mehr als das Tempo bemängelten die befragten Bewerber die eher nicht vorhandene wertschätzende Behandlung (3,16), die mangelnde Professionalität des Gesprächs (3,13), die nicht immer gegebene Vollständigkeit der Informationen (3,07) und die Unvorhersagbarkeit des weiteren Prozesses (3,04).

 

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Rekrutierung: Stark anfangen und dann nachlassen, rächt sich

Fazit: Stark anzufangen und dann nachzulassen rächt sich in der Rekrutierung also auch. Und vor allem spricht es sich schnell herum. Denn: Potenzielle weitere Bewerber lesen heute im Netz genau nach, wie es anderen Bewerbern ergangen ist. Die Kunde von einen miesen Rekrutierungs Prozess kann sich über WhatsApp, Facebook und Co in Windeseile verbreiten. Das sollten Arbeitgeber unbedingt im Hinterkopf behalten. Der Abstrahleffekt nur einer einzigen schlechten Rekrutierungs-Leistung ist nicht zu unterschätzen.

 

ArbeitnehmerÄhnlich sieht es auch kununu-Chef Ekkehard Veser, der sagt: “Wenn wir tiefer in die Analyse der Bewertungen gehen, sehen wir, dass es für die Arbeitgeberattraktivität nicht das Wichtigste ist, ob ein Kandidat am Ende genommen wird oder nicht. Entscheidend ist vielmehr, wie der Bewerber den Gesamtprozess wahrnimmt und über ihn spricht. Das bedeutet, dass das persönliche Verhalten, der wertschätzende Umgang und das Transparentmachen der weiteren Schritte genauso meinungsbildend sind wie die schnelle Kontaktaufnahme nach einer eingehenden Bewerbung.”

 

Rekrutierung: Welches DAX30 Unternehmen hat’s drauf?

Wer von den Big Playern hierzulande alles richtig macht – auch danach wurde gefragt . Basierend auf den 1.252 Bewerbungs-Bewertungen, die es auf kununu zu den DAX-30-Unternehmen gibt, ergibt sich das folgende Ranking der besten Bewerbungsprozesse: Commerzbank liegt vor Deutsche Telekom und ProSiebenSat1Media.

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Quelle: kununu.com, mind. 10 Bewerbungs-Bewertungen, deshalb nicht berücksichtigt: Vonovia, Heidelberg Cement, Muenchener Rueck, RWE;
Stand: 11. Juli 2016, Skala 1 (sehr schlecht) – 5 (sehr gut)

 

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