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2 top Recruitingkanäle für die Generationen Y und Z

Veröffentlicht am 27. November 2018

recruitingkanäle

Die Generationen Y und Z gelten als die ersten digital Natives: Sie sind in einer digitalen Welt aufgewachsen. Analoges ist ihnen fremd. In allen Lebensbereichen. Auch im Recruiting. Sie bevorzugen daher ganz andere Recruitingkanäle als die Babyboomer und Generation X vor ihnen. Snapchat und Instagram gelten zum Beispiel als 2 top Recruitingkanäle.

 

Neue Wege im Recruiting

Bevor wir in Medias Res gehen, kurz noch ein paar Eckdaten. Der Generation Y gehören Personen an, die in den frühen 1980er Jahren geboren wurden. Ab 1999 Geborene gehören der Generation Z an. Bis 1979 Geborene werden der Generation X zugeordnet und die Babyboomer erblickten zwischen 1955 bis 1969 das Licht der Welt.

 

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Was alle verbindet: Die vier Generationen sind aktuell in den Arbeitsmarkt integriert. Das war’s aber auch schon wieder mit den Gemeinsamkeiten. Zum Beispiel könnten sie nicht unterschiedlicher sozialisiert sein. Während Babyboomer und GenX komplett im analogen Zeitalter aufwuchsen, kennen die Ypsiloner und Zettler eine Welt ohne Internet und digitale Geräte nicht.

 

Stellenanzeige auf Papier: Relikt aus der grauen Vorzeit

Für das Recruiting ergibt sich daraus: Was bei Babyboomern und der Generation X noch zog, zieht bei den Nachfolgegenerationen schon lange nicht mehr. Für sie ist beispielsweise die klassische Stellenanzeige auf Papier ein Relikt aus der grauen Vorzeit. (An dieser Stelle sorry an alle Babyboomer und Angehörige der Generation X.)

 

Recruiting im Digitalzeitalter folgt völlig anderen Regeln als im Analogzeitalter. Vor allem vollzieht es sich in großen Teilen im Internet. Die Generationen Y und Z sind „alwasy on“ und dank Smartphone bestens vernetzt. Wer jetzt denkt, „Klar, junge Leute erreicht man auf Facebook“, liegt mit diesem Geistesblitz aber grundlegend falsch. Es stimmt schon. Die Ypsiloner und Zettler sind auf sozialen Netzwerken sehr aktiv. Auf der Mutter aller sozialen Netzwerke sind sie jedoch nicht zu finden. Facebook wird von den Eltern der Ypsiloner und Zettler genutzt und ist somit für Kandidaten, die sich in ihren 20ern oder 30ern befinden, eher „uncool“.

 

Social-Media-Paralleluniversum der Generationen Y und Z

Jüngere bevölkern ein ganz eigenes Social-Media-Paralleluniversum. Ihr virtuelles Leben kreist um Plattformen wie Snapchat und Instagram. Diese beiden Netzwerke sollten Unternehmen also als Recruitingkanäle ins Auge fassen. Hier stehen die Chancen gut, mit jüngeren Talenten in Kontakt zu kommen und sie mit der richtigen Kommunikationsstrategie für sich zu begeistern.

 

Allein die nett gestaltete Online-Stellenanzeige zu posten, wird allerdings zu kurz greifen. Im Vordergrund stehen auf den Kanälen vornehmlich visuelle Inhalte: Fotos, Videos, Grafiken. Die Generationen Y und Z legen nicht mehr so großen Wert auf Worte. Ihre Sprache und ihr Kommunikationsverhalten ist ein völlig anderes als das früherer Generationen. Was ist bei den einzelnen Recruitingkanälen also konkret zu beachten?

 

Snapchat als Recruitingkanal

Im Falle von Snapchat handelt es sich um einen kostenlosen Instant-Messaging-Dienst, auf dem Fotos, Videos oder andere Inhalte nur für eine bestimmte Anzahl von Sekunden sichtbar sind und sich dann selbst „zerstören“.

 

In Deutschland nutzen fünf Millionen Menschen den Dienst Tag für Tag. Sowohl Netzwerke wie WhatsApp und Facebook sind ebenfalls auf den Geschmack gekommen. Auch hier haben User inzwischen die Möglichkeit, kurze Stories aus ihrem Leben zu teilen, die nach einer gewissen Zeit wieder weg sind.

 

Snapchat Recruiting: So geht‘s

Aber Snapchat im Recruiting? Ernsthaft? Ernsthaft! Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um junge Kandidaten zu erreichen. Unternehmen können Bewerbern mit Bildern oder kurzen Videos zum Beispiel einen Einblick in ihre Unternehmensabläufe, in Produktionsprozesse, die Büroatmosphäre oder den Arbeitsalltag ihrer Mitarbeiter gewähren. So können sich Talente einen lebensnahen Eindruck von einem Arbeitgeber verschaffen.

 

Und natürlich lassen sich außerdem Hinweise auf offene Stellen posten. Sobald Jobangebote auf der eigenen Unternehmenswebseite live gehen, kann über Snapchat eine Vorschau auf die Stellenanzeige veröffentlicht werden.

 

Wie funktioniert Instagram Recruiting?

Größter Beliebtheit bei den Generationen Y und Z erfreut sich auch Instagram. Das soziale Netzwerk versteht sich ähnlich wie Snapchat als kostenloser Online-Dienst zum Teilen von Fotos und Videos. In einem Freitextfeld können zu jedem Bild oder Bewegtbild aber zusätzlich auch kurze Kommentare, weiterführende Links oder ein Call-to-Action-Button eingefügt werden. Dieser kann zum Beispiel auf eine Stellenanzeige oder die Karrierehomepage führen.
Digital Recruiting DOWN

 

Gepostet wird wie bei Facebook im allgemeinen Nachrichtenfeed. Es können auch bezahlte Beiträge geschaltet werden, die von der Plattform noch einmal besonders in ihrer Reichweite gepusht werden. Als Inhalte bieten sich wiederum Bilder und Videos aus dem Unternehmen an. Überdies können ähnlich wie bei Konkurrent Snapchat so genannte “Stories” gepostet werden. Auch hier löschen sich die Videos oder Bilder wieder selbstständig. Die gute Nachricht: Wer sowohl Instagram und Snapchat im Recruting nutzt, kann seine Inhalte problemlos für beide Netzwerke nutzen.

Hilfreiche Tipps: Was auf Recruitingkanälen wie Snapchat und Instagram wichtig ist

 

- Die Inhalte sollten als authentische Kurzgeschichten aufbereitet werden. Bloß keine werblichen Anzeigentexte.

 

- Arbeitgeber sollten Bilder sprechen lassen und in abwechslungsreichen Fotos aus dem Unternehmensumfeld zeigen, was die Kandidaten im neuen Job erwartet und wie die Kollegen ticken.

 

- Sprachlich sollten sich Recruiter auf die Zielgruppe einlassen. Bloß keinen steifen Recruiter-Jargon sprechen. Statt allzu förmlich sollten die Botschaften witzig, fröhlich und menschlich rüberkommen. Nicht das Verkaufen steht im Vordergrund, sondern das Unterhaltsame. Dann bewerben sich Talente von ganz allein.

 

- Achtung: Soziale Medien sind nie, nie, nie eine Einbahnstraße. Wer sich auf ihnen bewegt, sollte zu einem persönlichen Dialog bereit sein – sonst wirkt’s schnell fadenscheinig.

 


 

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