Nicht immer wohnt ein Bewerber so nah, dass eine Anreise für ein erstes Kennenlernen Sinn macht. Warum dann nicht das Instrument des Videointerviews nutzen? Der Vorteil: Es kommt dem Austausch von Angesicht zu Angesicht deutlich näher als die Kommunikation übers Telefon, spart dem Kandidaten aber viel Mühe und Zeit. Was zu beachten ist…

 

Dienste wie Skype, Lync, Google Hangout oder Apple Facetime haben Videokonferenzen populär gemacht. Mehr als acht Millionen Deutsche nutzen Videokommunikation regelmäßig privat oder beruflich. Auch in den Bewerbungsprozess hält die Technologie Einzug. Die Kommunikation per Video hält jedoch mehr Möglichkeiten bereit als mancher Personaler zunächst glaubt.

 

Videointerview: Der erste Eindruck

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Heute macht sich nicht nur der Personaler ein Bild vom Bewerber, sondern auch umgekehrt. Der erste Eindruck, den der Bewerber von einem Personaler als Stellvertreter eines Unternehmens erhält, ist ausschlaggebend für den weiteren Bewerbungsprozess. Um das eigene Unternehmen bestmöglich zu repräsentieren, sollte daher die Kleidung angemessen sein und auch ein Bildausschnitt gewählt werden mit möglichst ruhigem Hintergrund. Ein unaufgeräumtes Büro kommt beispielsweise nicht wirklich gut an. (Bild: jolopes / dollarphotoclub)

 

Wichtig ist auch die Körpersprache. Genauso wie in einer realen Interviewsituation kommt es darauf an, Haltung zu wahren und nicht vor der Kamera herumzulümmeln. Und nicht zu vergessen: Möglichst deutlich sprechen, denn eine Übertragung der Stimme über W-LAN kann manchmal etwas hakelig ausfallen.

 

Ein Videointerview in Echtzeit kann sehr vielseitig ausfallen und ist gewiss nicht allein auf den Austausch von Fragen und Antworten zu reduzieren. Videointerviews bieten ein noch deutlich größeres Potenzial.  Zum Beispiel lässt sich der eigene Desktop mit dem Gesprächspartner teilen.

 

Videointerview: Technische Möglichkeiten ausschöpfen

Das Halten von Powerpoint-Präsentationen oder ähnlichem ist somit kein Problem. Alternativ können während des Interviews Dokumente über Instant Messenger, E-Mail oder die Videokonferenzsoftware selbst austgetauscht werden. Einer umfangreichen Unternehmenspräsentation sind somit praktisch keine Grenzen gesetzt.

 

Wer das Videointerview beispielsweise mobil über ein Tablet führt, kann den Bewerber auch zu einem virtuellen Unternehmensrundgang einladen und ihm so einen authentischen Eindruck vermitteln, wie es in dem Unternehmen aussieht und wie es dort zugeht.
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Auch weitere Kollegen können auf diese Art und Weise ins Gespräch integriert werden. Entweder, indem  sie sich von ihrem Desktop aus zuschalten. Oder der Personaler stattet ihnen während des Rundgangs durch das Unternehmen einen Besuch im Büro ab. Die moderne Technik macht’s möglich!

 

Videointerview und das Employer Branding

Wer die Mittel der modernen Kommunikation auf diese Art und Weise einsetzt, zahlt gleich in mehrfacher Hinsicht auf das Arbeitgeberimage seines Unternehmens ein:

 

– Der Arbeitgeber zeigt sich mitarbeiternah, indem er dem Bewerber nicht abverlangt, für ein kurzes Kennenlernen eine erhebliche Strecke auf sich zu nehmen.

 

– Der Arbeitgeber zeigt sich über den Einsatz moderner Kommunikationsmedien, dass er in technischer Hinsicht up to date und top ausgestattet ist.

 

– Ein so abwechslungsreich gestaltetes Videointerview zeigt dem Bewerber, dass sich das Unternehmen Gedanken darüber macht, den Bewerbungsprozess für den Kandidaten so spannend und aussagekräftig wie möglich zu gestalten. (Bild: gstockstudio / dollarphotoclub)

 

Videointerview: Die richtigen Vorkehrungen treffen

All das gelingt aber nur, wenn das Videointerview von A bis Z perfekt inszeniert ist. Das steht und fällt mit einer funktionsfähigen Technik und Software. Daher Regel Nummer eins: Die Technik vor dem echten Interview nochmal genau mit einem Kollegen testen und die Funktionen kennenlernen. Sonst kann es schnell peinlich werden.

 

Ein Black Screen oder ein verpixeltes Bild schaden dem professionellen Auftritt erheblich. Auch, wenn der Personaler während des gesamten Interviews nur teilweise zu sehen ist, weil er sich im falschen Winkel vor dem Gerät positioniert hat. (Bilder: Dollarphotoclub)


 

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