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Recruiting / Talent-Pool: Definition, Aufbau und Pflege
Sonja Dietz

Sonja Dietz

Talent-Pool: Definition, Aufbau und Pflege

Nicht immer kommt ein Talent, das sich auf eine Stellenanzeige bewirbt, zu 100 Prozent für eine Vakanz infrage. Also erhält es eine Ablehnung. Schweren Herzens. Denn der oder die Bewerbende bringt Skills mit, von der die Firma eigentlich profitieren würde. Warum halten Sie stattdessen nicht Kontakt zu dem Talent und nehmen es in Ihren Talent-Pool, auch Talent Pipeline genannt, auf? Wer weiß! Vielleicht ergibt sich ja zu einem anderen Zeitpunkt die passende Chance. Sie wissen nicht, was ist ein Talent-Pool genau ist? Das erfahren Sie in diesem Artikel. 

 

Was ist ein Talent-Pool?

Ein Talent Pool oder eine Talent Pipeline ist eine Talent-Datenbank. In dieser werden die Profile von potenziellen Bewerbenden gespeichert. Beispielsweise die ehemaliger Praktikant:innen, die von Jobsuchenden, die man bei einem Bewerber-Event kennengelernt hat oder eben auch die abgelehnter Talente. Mit der Aufnahme in den unternehmenseigenen Talent-Pool haben Recruiter:innen dank verschiedener Funktionen die Möglichkeit, den Kontakt zu all diesen Kandidat:innen zu halten. So gerät das Unternehmen als Arbeitgeber nicht in Vergessenheit. Steht eines Tages eine passende Vakanz zur Verfügung, kann diese einer  passenden Kandidatin oder einem passenden Kandidaten schnell und einfach angeboten werden.

 

Wie funktioniert ein Talent-Pool?

Wichtig für einen funktionierenden Talent-Pool ist allerdings die regelmäßige Kontaktpflege. Hier bietet eine Talent Pipeline verschiedenste Möglichkeiten. Zum Beispiel:

  • Versenden Sie regelmäßige Newsletter mit interessanten und relevanten Unternehmensinformationen. 
  • Sprechen Sie über das Tool Einladungen zu Fachmessen und zu anstehenden Karriere-Events im Unternehmen aus. 
  • Bleiben Sie mit interessanten Talenten via Chat oder E-Mail in Kontakt. 
  • Teilen Sie Ihre Stellenanzeigen mit Kandidat:innen, die genau zu Ihrem Unternehmen passen.

 

Das Prinzip dahinter: Je öfter Sie sich bei potenziellen Bewerbenden als attraktiver Arbeitgeber in Erinnerung bringen, umso mehr Nähe entsteht, was wiederum die emotionale Bindung von potenziellen Talenten an Ihr Unternehmen steigert. Und das erhöht die Chance, dass man doch noch beruflich zusammenkommt, wenn sich eine passende Gelegenheit ergibt.

 

Talent-Pool: Die Bedeutung steigt

Wichtig ist allerdings, dass es sich bei der Kontaktpflege mit Talenten nicht um eine Einbahnstraße-Kommunikation handeln darf. Stellen Talente zum Beispiel Fragen per Chat oder Mail, ist es immens wichtig, dass diese auch in angemessener Zeit beantwortet werden. Sonst entsteht schnell der Eindruck, das Unternehmen sei doch nicht so stark an den Bewerbenden interessiert, wie es zunächst signalisiert hat. Das kann die mühsam aufgebaute Bindung schnell wieder zum Kippen bringen.

 

Lupe zeigt auf einen Kandidaten zwischen vielen weiteren
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Gerade in Zeiten wie jetzt, in denen es Arbeitgebern zunehmend schwerer fällt, geeignete Kandidaten auf dem Arbeitsmarkt zu finden, wird der Talent-Pool zu einem immer wichtigeren Instrument in der Personalbeschaffung. Ungefähr jedes zweite Unternehmen nutzt bereits einen eigenen Talent-Pool und besetzt damit nahezu jede fünfte ausgeschriebene Stelle. Das ist das Ergebnis der Studie Recruiting Trends 2020 von der Universität Bamberg. 

Talent-Pool: Welche Vorteile er bringt

Klingt vielversprechend, oder? Es gibt noch mehr Vorteile, die für einen Talent Pool sprechen. Hier im Überblick: 

  • Wenn Sie eine Stelle schnell besetzen wollen, brauchen Sie nur nach potenziellen Kandidat:innen in Ihrer Talent-Pipeline zu suchen und können diese direkt anschreiben. 
  • Das Unternehmen spart so teure Kosten für die Ausschreibung für Stellenanzeigen.
  • Wussten Sie, dass sechs von zehn Kandidaten lieber direkt von einem Arbeitgeber angesprochen werden wollen, statt sich bei ihm zu bewerben? Über einen Talent Pool können sie diese so genannten passiven Kandidaten spielend leicht für sich ansprechen. 

Was ist die Voraussetzung für einen effektiven Talent-Pool?

Damit ein Talent-Pool aber auch wirklich effektiv und effizient eingesetzt werden kann, bedarf es allerdings gewisser Vorkehrungen seitens des Arbeitgebers.

  • Zum Beispiel sollten nur Kandidatinnen und Kandidaten in den Talent-Pool aufgenommen werden, die für das Unternehmen auch wirklich noch einmal von Interesse sein könnten. Es geht also nicht um Masse, sondern um Klasse.
  • Karteileichen, also Talente, die nicht mehr an dem Unternehmen interessiert sind, sollte ein Talent-Pool nicht enthalten. Aus einem ganz einfachen Grund: Recruiter:innen sprechen dann ansonsten wiederholt Talente an, die sich bereits fest für einen anderen Arbeitgeber entschieden haben. Das kostet nur unnötig viel Zeit und geht zulasten der Effizienz im Recruiting. 

Wie eine Software bei der Pflege eines Talent-Pools helfen kann

Helfen bei all dem kann eine leistungsfähige Bewerbermanagement Software. Mit ihr gelingt die kontinuierliche Pflege des Talent-Pools sehr effizient. Zum Beispiel entlastet das Tool HR-Abteilungen und nimmt die Kandidat:innen selbst in die Pflicht.

Die Software verschickt regelmäßig Erinnerungs-Mails an sie. Mit der Bitte, ihre persönlichen Daten zu aktualisieren. Dazu erhalten die Kandidat:innen einen individuellen Login. Der oder die zuständige Recruiter:in kann so ganz sicher davon ausgehen, dass sich keine Karteileichen im System befinden er oder sie stets über aktuelle und fehlerfreie Daten verfügt.

 

 

Wollen Personaler:innen innerhalb des Talent-Pools ein passendes Talent für eine offene Stelle ausfindig machen, definieren sie einfach die Skills, nach denen sie suchen. Ein Klick. Und das Tool filtert genau die Kandidat:innen heraus, die am besten zu der Vakanz passen. Nun muss das Talent nur noch angesprochen werden. Einfacher geht’s nicht. 

 

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