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Stellenanzeige der Zukunft: 5 Erkenntnisse

Veröffentlicht am 18. September 2018

Human resource management, HR, recruitment, leadership and teambuilding. Business and technology concept.
Recruiting-Experten haben schon des Öfteren einen Abgesang auf die Stellenanzeige angestimmt. Zu alt, zu verstaubt, zu unflexibel, um junge Bewerber anzulocken – so das Credo. Sie irrten. Die Stellenanzeige ist lebendiger denn je.

 

Stellenanzeige der Zukunft: Alles andere als altes Eisen

Die Stellenanzeige hat noch nicht ausgedient. Das ist das eindeutige Ergebnis der Podiumsdiskussion „Was kommt nach der Stellenanzeige?“ bei der diesjährigen Zukunft Personal Europe. Auf dem Podium saßen Vertreter bekannter Jobbörsen und Personalmarketing-Agenturen.

 

Video Case Study UP

 

Moderator Raoul Fischer von StoryWorks interviewte auf der Bühne unter anderem Dr. Sebastian Dettmers, Geschäftsführer der StepStone Continental Europe GmbH, Marco Kainhuber, Geschäftsführer der GermanPersonnel e-search GmbH und Christian Hagedorn, Geschäftsführer der WESTPRESS GmbH & Co. KG. Ebenfalls auf der Bühne Platz genommten hatten Steffen Günder, Sales Director der Monster Worldwide GmbH und Steffen Manes von der mobileJobs GmbH. Aus der Diskussion lassen sich 5 wesentliche Erkenntnisse ableiten, wie es mit der Stellenanzeige weitergeht.

 

Erkenntnis Nummer eins: Schaltung über Online-Jobbörsen

Zu den wohl wichtigsten Insights gehört: Das klassische Jobinserat gehört nach wie vor zu den Hauptinstrumenten im Recruiting. Das zeigt sich zum Beispiel daran, dass Jobbörsen so quicklebendig sind wie nie.

 

Die Bedeutung von Karriereportalen und den darauf geschalteten Stellenanzeigen hat stark zugenommen. So verzeichnete dieser Kanal bei der Suche nach Jobangeboten seit 2012 einen Anstieg von elf Prozentpunkten. Das ist eines der Ergebnisse der Studie Recruiting Trends, die Monster mit der Universität Bamberg erhebt.

 

Möglich, dass die Bedeutung der Stellenportale gerade deshalb gestiegen ist, weil sich das Multiposting von Jobinseraten immer stärker durchsetzt. Bei dieser Personalbeschaffungs-Methode handelt es sich um die gleichzeitige Mehrfachschaltung von Stellenanzeigen auf mehreren Jobportalen.

 

Klingt einfach, doch Multiposting setzt Fingerspitzengefühl voraus. Denn es ist nur erfolgreich, wenn die Stellenanzeigen auch genau auf den Karriereplattformen und Jobbörsen geschaltet werden, auf denen sich die Zielgruppe tummelt, die erreicht werden soll. Und das ist gar nicht so einfach. Immerhin gibt es mehr als 1.500 gelistete Jobbörsen. Inzwischen gibt es aber gut aufgestellte Mulitposting-Agenturen, die ihre Kunden in diesem Bereich passgenau beraten.

 

Erkenntnis Nummer zwei: Wandel der Stellenanzeige

Doch warum sind Stellenanzeigen auf Kandidatenseite nach wie vor so beliebt? So könnten sich ja auch bequem über Social Media oder Arbeitgeberbewertungsplattformen informieren. Der wahrscheinlichste Grund dafür kam bei der Podiumsdiskussion  ebenfalls zur Sprache: Stellenanzeigen sind mit der Zeit gegangen und haben sich von einer Bleiwüste zu einem zeitgemäßen Recruiting-Tool gemausert. Sie sind zum Beispiel responsiv gestaltet und somit optimal auf mobilen Geräten wie dem Tablet oder Smartphone abrufbar.

 

Auch der Aufbau hat sich entscheidend verändert. Es gibt in vielen Jobinseraten gliedernde Reiter und immer häufiger werden Grafiken, Bilder und Recruitingvideos eingebunden. Das erleichtert Jobsuchenden die Navigation und sie können sich direkt einen lebensechten Eindruck von einem Arbeitgeber verschaffen, ohne dafür mühsam im Netz recherchieren zu müssen.

 

Erkenntnis Nummer drei: Stellenanzeige fit fürs Recruiting der Zukunft

Einen enormen Wandel durchlaufen genau zu diesem Zweck gerade die Stellenanzeigen von StepStone. Ab sofort stellt das Jobportal sämtliche Jobinserate schrittweise auf sein Liquid Design um. Ziel der Umstellung, die bis Ende 2018 vollständig abgeschlossen sein soll, ist eine neue Candidate Experience. Jedes Stellenangebot bietet Jobsuchenden Einblicke ins Unternehmen, beispielsweise in Form von virtuellen Office-Führungen, Arbeitgeberbewertungen oder Informationen zur Unternehmenskultur.

 

„Die Entscheidung für einen Job ist eine der wichtigsten im Leben. Trotzdem wissen viele heute selbst bei Vertragsunterschrift nicht, wie ihr zukünftiger Arbeitsplatz aussieht, mit wem sie zusammenarbeiten werden oder ob sie ins Team passen“, so StepStone-Geschäftsführer Dr. Sebastian Dettmers. „Wir wollen Job und Arbeitgeber schon vor der Bewerbung erfahrbar machen und Jobsuchende in die Lage versetzen, sich für die richtige Stelle zu entscheiden.“

 

Erkenntnis Nummer vier: Google mischt bei dem Geschäft mit den Stellenanzeigen mit

Aber auch andere Portale haben Visionen für die Zukunft der Stellenanzeige. Die Idee, die seitens Monster von Sales Director Steffen Günder auf dem Podium geäußert wurde: Das Jobinserat der Zukunft muss zwei Bereiche miteinander verbinden –  Design und strukturierte Daten.

 

Ersteres bedient das Bedürfnis von Kandidaten und Unternehmen nach gut aufbereiteten Informationen zur Stelle und einer einfachen Nutzerführung. Letztes dient der Auffindbarkeit bei Jobbörsen und in Suchmaschinen wie Google.

 

Dass diese immer relevanter für die Jobsuche werden, steht außer Frage. Genau deshalb steht Google mit seinem neuen Service „Googles Job Search Experience“, bislang bekannt als Google4Jobs, in den Startlöchern.

 

Erkenntnis Nummer fünf: Stellenanzeigen werden noch mobilfreundlicher

Der Hintergrund: Immer öfter suchen Kandidaten Jobs direkt über Google. Die Suchmaschine will ihnen dieses Unterfangen künftig erleichtern. Jobsuchende können schon bald ihre Suchanfrage nach einer Vakanz in das Suchfeld von Google eingeben und erhalten passende Angebote.

 

Die Ergebnisse werden übersichtlich in einem Kasten angezeigt und vermischen sich nicht mehr wie bisher mit anderen Suchergebnissen. Mit einem Klick auf den enthaltenen Link gelangen Kandidaten direkt auf die Stellenanzeige, die auf einer Jobbörse oder einer Karrierehomepage geschaltet ist. Um allerdings gelistet zu werden, muss eine Stellenanzeige bestimmte Kriterien erfüllen.

 

Die Jobbörse Monster agiert als Partner von Google und hat bereits diverse Vorkehrungen getroffen. Zum Beispiel können mobile Kandidaten das neue Anzeigenformat des Karriereportals noch einfacher finden, lesen und sich ohne Umwege bewerben. Auch die Navigation hat sich verändert. Dank einer neuen Anzeigenansicht ist es ab sofort möglich, die Suchergebnisliste einer Jobsuche direkt neben der Stellenanzeige anzuzeigen.

 

Digital Recruiting DOWN

 

Es hat sich bereits gezeigt: Das Format wird von Kandidaten gerne angenommen und führt zu mehr Bewerbungen. In den USA wird die kombinierte Anzeigenansicht schon länger eingesetzt. Hier konnten zweistellige Steigerungen bei der Bewerbungsrate verzeichnet werden.

 

Fazit: Es tut sich also jede Menge in punkto Stellenanzeige. Totgesagte leben manchmal eben doch länger als man denkt. (Bild: WrightStudio, Fotolia.com)

 


 

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