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Social Media Recruiting: Definition und Herangehensweisen

Inhalt

    1. Social Recruiting: Was ist das genau? Definition und Bedeutung
    2. Warum wird Social Recruiting immer wichtiger?
    3. Die richtige Social Recruiting Strategie
    4. Die richtigen Kanäle für Ihr Social Media Recruiting

 

Social Recruiting, das ist die Personalsuche über soziale Medien. Sie wird immer populärer und die Bedeutung steigt. Doch ohne eine Social-Recruiting-Strategie können Unternehmen heute nicht mehr bei Talenten nicht punkten. Worauf es dabei ankommt.

 

Social Recruiting: Was ist das genau? Definition und Bedeutung

Unter Social Recruiting ist die Personalbeschaffung über soziale Netzwerke zu verstehen. Alternative Begriffe oder Synonyme sind:

 

  • Social Hiring
  • Social Recruitment
  • Social Media Recruitment

 

Vor ein paar Jahren noch als haltloser und zukunftloser Trend belächelt, gewinnt Social Recruiting immer mehr an Bedeutung. Laut der Studie Recruiting Trends 2018 der Universität Bamberg in Kooperation mit dem Karriereportal Monster sind Social Media inzwischen ein fester Bestandteil der Personalgewinnung geworden. So hat inzwischen mehr als die Hälfte der Top-1.000-Unternehmen den Einsatz von Social Media mit anderen Personalbeschaffungsaktivitäten abgestimmt.

 

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Warum wird Social Recruiting immer wichtiger?

Social Recruiting gewinnt für Arbeitgeber zunehmend an Bedeutung. Denn vor allem junge Arbeitnehmergeneration lässt sich über soziale Netzwerke perfekt ansprechen. Sie ist mit dem Internet aufgewachsen und surft täglich eine beträchtliche Anzahl an Stunden in den Weiten des World Wide Web.

 

Gut, werden jetzt manche HR-Profis denken: “Aber dann doch lieber dort agieren, wo sich Talente aus beruflichen Gründen tummeln! Auf Xing! Auf LinkedIn!“ Der Gedanke ist an sich natürlich nicht verkehrt, hängt aber von der Zielgruppe ab, die ein Unternehmen erreichen will. Denn auf beruflichen Netzwerken erreichen Arbeitgeber zum Beispiel insbesondere die Generation Y tendenziell nicht so gut.

 

Von diesen fühlt sich eher die Generation der Mittdreißiger aufwärts angesprochen,  wie der aktuelle Social-Media-Atlas der Hamburger Kommunikationsberatung Faktenkontor und des Marktforschers Toluna zeigt, für den 3.500 Internetnutzer ab 14 Jahren befragt wurden.

 

Jüngere Talente trifft man hingegen häufiger auf Youtube, Facebook und Co. an. Nicht nur das spricht für Unternehmen, die die Generation Y für sich überzeugen wollen, für Facebook als Recruiting Kanal. Auch die Reichweite ist enorm. Immerhin ist Facebook mit 2.1 Milliarden Nutzern neben Google und YouTube eine der drei meist besuchten Websites in Deutschland und ermöglicht damit eine fast uneingeschränkte Zielgruppenansprache. Die Zeit ist also reif für neben klassischen Jobbörsen auch auf Facebook Recruiting zu setzen.

 

Die richtige Social Recruiting Strategie

Wichtige Bestandteile eines professionellen Social- Media Einsatzes ist jedoch eine explizite Strategie. Denn ohne ein klares Vorgehen kann es passieren, dass ein Unternehmen nicht mit seinen Kandidaten kommuniziert, sondern an ihnen vorbei.

 

Aus zwei Gründen:

  • Die Gefahr ist groß, dass ein Arbeitgeber seinen Bewerbern nicht die Informationen bietet, die sie wirklich haben wollen, sondern nur die, von er denkt, sie könnten daran interessiert sein. Das ist nicht immer das Gleiche.
  • Unternehmen bewegen sich nicht auf den gleichen Kanälen wie ihre Zielgruppe, weil sie ihre Kommunikationsvorlieben nicht kennen.

 

Damit vergeben sich Arbeitgeber wertvolle Chancen. Denn Unternehmen mit einer Social- Media-Strategie sind nachweislich erfolgreicher im Active Sourcing:

  • Unternehmen mit einer Social-Media-Strategie erhalten etwa von einem Drittel aktiv angesprochener Kandidaten positive Rückmeldung.
  • Unternehmen ohne Social- Media-Strategie bekommen nur etwa von einem Fünftel der aktiv angesprochenen Kandidaten eine Rückmeldung.

 

 

Methoden des Social Media Recruiting: Best Practice Tipps

Wie sollten Unternehmen aber beim Aufbau einer Social Media Strategie vorgehen? Zu einer Strategie gehören folgende Aspekte:

  • Zielgruppenanalyse
  • Ein Redaktionsplan
  • Ein explizites Budget
  • Dezidierte Mitarbeiter, die für die Pflege und Inhalte der jeweiligen Social-Media-Kanäle
    verantwortlich sind

 

Social Recruiting: Die Zielgruppenanalyse

Es gibt inzwischen viele verschiedene Social-Media-Kanäle und alle wenden sich an Nutzergruppen mit unterschiedlichen Bedürfnissen. Umso wichtiger ist es, genau zu wissen, welche Zielgruppe ein Unternehmen erreichen will und auf welchem Netzwerk diese am ehesten anzutreffen ist.

 

Doch Social-Media-Nutzer sind alles andere als eine homogene Gruppe. Umso wichtiger ist eine genaue Zielgruppenorientierung bei der Kommunikation über soziale Kanäle. Um die Surfgewohnheiten der eigenen Zielgruppen kennenzulernen hilft zum Beispiel eine Umfrage unter Bewerbern.

 

Social Recruiting: Der Redaktionsplan

Im nächsten Schritt kann ein Redaktionsplan ausgearbeitet werden. Wichtig dabei ist, Bewerbern, die Informationen zu bieten, die sie über einen Arbeitgeber wissen wollen – auch das kann in einer Bewerberumfrage abgefragt werden. Laut der Studie Recruiting Trends 2018 sind die folgenden Faktoren von besonderer Bedeutung:

 

  • flache Hierarchien
  • Home-Office
  • flexible Arbeitszeitmodelle
  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  • Weiterbildungsmöglichkeiten
  • Work-Life-Balance Angebote
  • Angebot von guten Karrieremöglichkeiten
  • gutes Arbeitsklima
  • ansprechende Gehälter
  • interessante Tätigkeiten
  • Wissensaustausch

 

Je nach Plattform müssen die Arbeitgeberinformationen in verschiedenen Formaten aufbereitet werden. Infrage kommen:

  • Videos
  • Infografiken
  • Mitarbeiterblogs
  • Informationen der Karriereseite
  • Fotos aus dem Unternehmen
  • Podcasts

 

Social Recruiting: Die Kosten und die Mitarbeiter

Die Bandbreite der möglichen Formate zeigt, warum es wichtig ist, für Social Recruiting ein Budget zu verankern. Gerade die Produktion von Videos, Bilder oder Podcasts durch externe Agenturen kann durchaus ins Geld gehen, ist aber ein Muss für ein gelingendes Social Recruiting. Insofern ist es wichtig, das nötige Kleingeld parat zu haben oder den richtigen Social Media Manager einzustellen, der all das in Personalunion erledigen kann.

 

Ohnehin ist es wichtig, dass es einen dezidierten Mitarbeiter gibt, der die Unternehmensauftritte in den verschiedenen Netzwerken aktualisiert und pflegt. Denn in der Kommunikation über die Socials kommt es auf Regelmäßigkeit an. Wer täglich zu unterschiedlichen Zeitpunkten Inhalte postet, hat die Chance, immer unterschiedliche User zu erreichen und erhöht die Reichweite.

Und ganz wichtig: Social Media ist keine Einbahnstraße. Bitte immer zeitnah auf Useranfragen antworten, ansonsten entsteht der Eindruck, der Arbeitgeber wolle nur seine Personalmarketing-Botschaften verbreiten und nicht mit potenziellen Bewerbern in Dialog treten. Doch genau das ist das Prinzip der sozialen Medien. Wer das nicht berücksichtig, hat bei Talenten schnell verloren.

 

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Die richtigen Kanäle für Ihr Social Media Recruiting

Wie heißt es so schön? Für jeden Topf gibt es den passenden Deckel. Das gilt auch für das Social Recruiting, der Personalsuche über soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter und Co. Denn jedes Netzwerk spricht eine andere Zielgruppe an.

 

Social Media Recruiting über Facebook: Einer der meistgenutzten Kanäle

Der größte Teil der Internetnutzung entfällt auf Kommunikation und Medien. Zu den meistgenutzten Diensten in Deutschland zählen Facebook und WhatsApp: Gut jeder Fünfte ist der Untersuchung zufolge täglich auf Facebook und fast die Hälfte der deutschsprachigen Bevölkerung nutzt täglich WhatsApp.

 

Das macht die Social Job Ad auf Facebook zu einer sehr praktischen Angelegenheit, um Kandidaten auf sich aufmerksam zu machen. Dabei handelt es sich um eine bezahlte Form der Stellenanzeige, die mit Hilfe eines präzisen Targeting-Algorithmus in der Facebook-Timeline passgenauer Kandidaten ausgespielt werden kann.

 

Social Recruiting über Instagram

Die Lifestyle-Plattform Instagram fokussiert sich vor allem auf das Teilen von Fotos und Bildern und Kurzmitteilungen. Der Kanal wächst zusehend und ist daher zu verachten.

 

Über Instagram erreichen Arbeitgeber mit ihren Botschaften insbesondere Vertreter der Generationen Y und Z. Das macht Instagram durchaus zu einem relevanten Recruiting-Kanal. Denn gerade diese Generationen sind auf dem Arbeitsmarkt so begehrt wie keine anderen.

 

Durch den demographischen Wandel kommen immer weniger Fachkräfte nach. Durch diese Verknappung ist der Marktwert junger Talente erheblich gestiegen. Über Instagram lassen sich die so genannten Millenials perfekt erreichen.

 

Social Recruiting über Twitter

Über Twitter lassen sich in Deutschland rund 12 Millionen Follower erreichen. Mit 53 Prozent sind Männer auf dem Microblogging-Dienst leicht in der Überzahl. Vertreten auf Twitter ist eher die junge Zielgruppe: 31 Prozent sind zwischen 20 und 29 Jahren alt. 21 Prozent sind zwischen 30 bis 39 Jahre alt. Die 14- bis 19- und 40- bis 49-Jährigen sind mit einem ungefähren Anteil von 17 Prozent vertreten.

 

Wie werden die Zielgruppen am besten über Social Media angesprochen?

Für Ansprache von Kandidaten auf den sozialen Netzwerken gibt es inzwischen verschiedene Reichweitenprodukte, die das Social Recruiting erleichtern. Für Facebook und Instagram lässt sich zum Beispiel die so genannte Social Job Ad buchen. Diese arbeitet mit einem präzisen Targeting-Algorithmus.

 

Dieser funktioniert wie folgt: Unternehmen definieren bei der Schaltung einer Social Job Ad ein Anforderungsprofil, nach dem gesucht werden soll. Danach gleicht der Algorithmus die gesuchten Skills mit den Nutzerprofilen auf Facebook oder Instagram ab. Anschließend erscheint die Social Job Ad nur in der Timeline der Nutzer, die für eine Vakanz wirklich geeignet sind. So fällt die “Ansprache” der Kandidaten extrem zielgerichtet aus.

 

Social Job Ad und Twitter Card

Für das Recruiting auf Twitter gibt es derweil Twitter Cards. Das sind Vorschautexte, die unterhalb eines Tweets angezeigt werden und mehr Platz für relevante Informationen bieten als der herkömmliche Tweet mit seinen 140 Zeichen.

 

Der Einsatz von Twitter Cards sorgt im Vergleich zum herkömmlichen Tweet für ein klares Plus an optischer Präsenz und Informationstiefe. In eine Twitter-Card kann zum Beispiel ein Firmenlogo oder ein Wunschbild integriert werden, eine Stellenbezeichnung, eine kurze Beschreibung und ein Link zu der Stellenanzeige. Dank integrierter Hashtags können die geschalteten Jobs leichter auf Twitter gefunden werden. (Bild: Wayhome Studio, Fotolia.com)

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