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Sinnstiftung in der Stellenanzeige: Warum dieses Keyword Talente magisch anzieht

Veröffentlicht am 7. October 2019

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Sinnstiftung ist das Keyword, auf das vor allem junge Talente ihre Karriere aufbauen. Die Wahl des Arbeitgebers machen sie immer häufiger davon abhängig, wie viel Gutes oder Sinnvolles sie in ihrem Job bewirken können. Die Suche nach so genannten „Good Jobs“ boomt. Daher sollten Sie es nicht versäumen, auch in Ihren Stellenanzeigen die Sinnhaftigkeit Ihrer Stellen zu betonen. Dabei gilt allerdings: Bitte realistisch bleiben!

 

Sinnstiftung im Job: Was ist das eigentlich?

Aber zunächst einmal: Was fällt eigentlich unter das Thema Sinnstiftung im Job? Sinnstiftung wird von jungen High Potentials mit verschiedenen Aspekten in Verbindung gebracht. Sie empfinden eine Stelle dann als sinnstiftend, wenn sie etwa zum Wohlergehen anderer beiträgt.

 

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Sinnstiftung kann auch bei der Arbeit in hochinnovativen Bereichen empfunden werden. Zum Beispiel, wenn man mit seiner Arbeit zu der Entwicklung eines Device beiträgt, das mit seinen Funktionen das Leben anderer entscheidend verbessert. Sinnstiftend wird Arbeit aber auch empfunden, wenn sie nachhaltig ist und zum Umwelt- und Klimaschutz unseres Planeten beträgt.

 

Dass das Thema Sinnstiftung vor allem für die zwischen 1980 und 2000 geborenen Millenials bei der Wahl des Jobs besonders ausschlaggebend ist, zeigen verschiedene Studien in den USA und in Deutschland. Drei Viertel der Befragten einer repräsentativen US-Studie aus dem Jahr 2016 würden sogar Einbußen beim Gehalt hinnehmen, wenn sie für ein Unternehmen arbeiteten, das sozialökologische Verantwortung übernimmt.

 

Wissenschaftliche Studien belegen: Sinnstiftung im Job – Bedeutung steigt

Eine Untersuchung der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen-Geislingen belegt diese Zahlen auch für Deutschland. Am wichtigsten waren den rund 300 Befragten die Verpflichtung ihres Arbeitgebers zur aktiven Reduktion von Emissionen, die Umsetzung von Menschenrechtsverpflichtungen, die Verhinderung von Ausbeutung oder Lohngerechtigkeit zwischen Männern und Frauen.

 

Die Wissenschaftler fanden auch heraus, wie positiv sich ein sinnstiftender Arbeitsplatz auf den einzelnen Arbeitnehmer auswirkt. Wer das Gefühl hat, Tag für Tag etwas Gutes zu tun, geht in der Tendenz lieber zur Arbeit, er ist loyaler gegenüber seinem Arbeitgeber und motivierter. Entsprechend bringt er mehr eigenständige Ideen ein und unterstützt sein Unternehmen mit Feuereifer dabei, die gesteckten Unternehmensziele zu erreichen.

 

Sinnstiftung: Arbeitnehmer bringen vollen Einsatz

Das ist für Arbeitgeber Gold wert. Immerhin steigt der Innovationsdruck in den Märkten quasi sekündlich. Parallel dazu werden Fachkräfte immer knapper. Entsprechend sind Unternehmen mehr denn je auf Arbeitnehmer angewiesen, die vollen Einsatz bringen.

 

Die gute Nachricht: Für Arbeitnehmer scheinen die Zeichen der Zeit gar nicht mal schlecht zu stehen, einen sinnstiftenden Job zu finden. 56 Prozent der Arbeitnehmer würden ihren derzeitigen Arbeitsplatz genau so beschreiben. Das ist das Ergebnis der Studie „Attraktive Jobs: Was Fachkräfte sich von Arbeitgebern wünschen“.

 

So überzeugen Sie neue Arbeitnehmer

Allerdings ist sich nicht jeder Arbeitgeber darüber bewusst, wie ausschlaggebend das Argument, einen sinnstiftenden Job anbieten zu können bei der Personalgewinnung inzwischen ist. Wer auch nur im entferntesten zu den ökologisch agierenden Unternehmen unseres Landes gehört oder einer Organisation, die sich – wie auch immer – für Minderheiten, Gleichberechtigung oder das Wohlergehen anderer stark macht, sollte das in seinem Recruiting auch klar zur Sprache bringen.

 

Es handelt sich dabei nicht einfach um ein Argument unter vielen, sondern um ein Alleinstellungsmerkmal, mit dem das Unternehmen gegenüber Talenten punkten kann:

 

- in Stellenanzeigen

- in seinem Social Recruiting

- auf seiner Karrierewebseite

- bei der Direktansprache

 

Finden Sie heraus, was Ihren Talenten wichtig ist

Sie sind der Meinung, Sie bieten keine Jobs an, die sinnstiftend sind? Vorsicht: Streichen Sie das Argument der Sinnstiftung nicht vorschnell aus Ihrem Recruiting und Ihrer Kandidatenansprache.

 

Möglicherweise gibt es ja doch etwas, womit Sie das wachsende Bedürfnis nach Sinnstiftung im Job bedienen können. Hier bringt eine Zielgruppenanalyse Licht ins Dunkel: Fragen Sie Ihre Kandidaten einmal konkret, was diese überhaupt als sinnstiftend empfinden. Vielleicht liefert die Analyse ja auch Anhaltspunkte, wie Sie Ihre Jobs sinnstifendender ausgestalten können.

 

Warum eine Zielgruppenanalyse so wichtig ist

Soweit die Theorie. In der Praxis überspringen Arbeitgeber die Phase einer Zielgruppenanalyse allerdings häufig. Stattdessen wenden sie sich in ihren Stellenanzeigen, Social Media oder im Active Sourcing an Bewerber – ohne zu wissen, was diese eigentlich wirklich interessiert. Damit vergeben sich Unternehmen Chancen, Bewerber von sich zu begeistern.

 

Besonders schlimm: So manches Unternehmen verwechselt Recruiting mit Marketing und preist das eigene Unternehmen mit Hochglanzversprechen an, die mit der Realität nicht allzu viel gemein haben. Sie zeigen einen Arbeitgeber, wie er sein könnte, aber nicht, wie er ist: Die Homepage wird mit retuschierten Bildern ausstaffiert, Recruitingvideos werden mit Models statt mit echten Mitarbeitern gedreht – und das nicht einmal im echten Unternehmensumfeld, sondern im Studio.

 

Zeigen Sie nicht die geschönte, sondern die echte Realität

Diese konsequente Schönfärberei mag auf den ersten Blick zwar nett anzusehen zu sein, sie stiftet aber keinen Sinn, sondern sorgt intern wie extern für Ernüchterung. Denn Unternehmen untergraben damit nur die eigene Glaubwürdigkeit. Selbst das naivste Talent glaubt nicht an einen Arbeitgeber ohne Schwachpunkte.

 

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Und bei bestehenden Mitarbeitern dürften die schöngeredeten Versprechen des Arbeitgebers ebenso für Aufruhr sorgen – schließlich ertappen sie ihn beim Verbreiten dreister Lügen. Auch das ist nicht sinnstiftend und motivierend. Das genaue Gegenteil ist der Fall. Richtig verstandene Personalbeschaffung stellt nicht Optik und Design in den Vordergrund, sondern echte, authentische Botschaften.

 

Sie brauchen Hilfe bei der authentischen Gestaltung Ihrer Stellenanzeige oder haben Fragen, wie Sie sich in Ihrem Social Recruiting zielgruppengereicht präsentieren können? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wir beraten Sie gerne.


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