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Zielgruppengerechte Ansprache in der Stellenanzeige: Wie tickt der Nachwuchs?

Veröffentlicht am 5. November 2019

Zielgruppengerechte Ansprache in der Stellenanzeige

 

Wer als Arbeitgeber mit seinen Stellenanzeigen überzeugen möchte, muss bei Talenten einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Umso wichtiger ist eine zielgruppengerechte Ansprache in der Stellenanzeige. Soll heißen: Die Mehrwerte, die ein Arbeitgeber bieten kann, müssen passgenau zu den Bedürfnissen der Personengruppe, die erreicht werden soll, ausgearbeitet und kommuniziert werden. Aber worauf kommt es dem Nachwuchs an? Die Shell Jugendstudie 2019 gibt Aufschluss.

 

Die Shell Jugendstudie 2019  – das steckt dahinter

Für die 18. Shell Jugendstudie wurde eine repräsentativ zusammengesetzte Stichprobe von 2.572 Jugendlichen bis 25 Jahre befragt. Sie gibt wertvolle Einblicke in die Einstellungen der jüngsten Arbeitsmarktressource. Unter anderem reflektiert sie die Erwartungen der Generationen Y und Z an den Beruf.

 

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Das Wissen um die Bedürfnislage der jüngeren Bewerber ist für Arbeitgeber enorm wichtig. So können sie bei der Bewerberansprache über Stellenanzeigen die Inhalte ihrer Jobinserate sehr genau auf die Faktoren abstimmen, die die beiden Generationen besonders bewegen. Eine zielgruppengerechte Ansprache in der Stellenanzeige schafft auf Anhieb Begeisterung und erhöht die Wahrscheinlichkeit eines Bewerbungserfolgs.

 

Zielgruppengerechte Ansprache in der Stellenanzeige: Darauf kommt es an

Bei den Erwartungen an die Berufstätigkeit dominiert unter den Jugendlichen und jungen Erwachsenen vor allem eines: Das Bedürfnis nach Sicherheit. Ein sicherer Arbeitsplatz ist für 93 Prozent der Befragten sehr wichtig. Entgegen landläufiger Meinungen sind die Generationen Y und Z auch bei weitem nicht so flexibel, was die Wahl ihres Wohnorts angeht. So ist ein Arbeitsplatz, für den die junge Zielgruppe umziehen muss, für fast die Hälfte nicht so attraktiv. Und 93 Prozent der Befragten sind der Meinung: Familie und Kinder dürfen neben dem Beruf auf keinen Fall zu kurz kommen.

 

Für Arbeitgeber bedeutet das: Die Ausschreibung der eigenen Stellenanzeigen auf lokalen Jobbörsen dürfte gerade für local Player höchst erfolgsversprechend sein – hier erreichen sie die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die nicht sonderlich umzugswillig sind und bewusst in ihrem lokalen Umfeld nach einem Job suchen. Kleiner Tipp: Auch Stellenanzeigen über soziale Medien wie Facebook kommen infrage. Diese lassen sich mit den richtigen Voreinstellungen gezielt an eine lokale Zielgruppe ausspielen.

 

Berufspraxis: Was Jugendlichen und jungen Erwachsenen wichtig ist

Welche Erwartungen verbindet die Zielgruppe aber nun mit der praktischen Berufsausübung? Welche Attraktivtätsmerkmale sind in diesem Zusammenhang für eine zielgruppengerechte Ansprache in der Stellenanzeige relevant? Im Vordergrund steht vor allem ein hohes Einkommen. Wer also als Arbeitgeber eine Gehaltsangabe in angemessener Höhe in seiner Stellenanzeige macht, kann damit durchaus punkten.

 

Auch gute Aufstiegsmöglichkeiten sind für die jungen Generationen wichtig – ebenso wie eine gute Work Life Balance. Sprich: Machen Sie unbedingt Angaben zu den Karrieremöglichkeiten in Ihrem Haus und sprechen Sie über flexible Arbeitszeiten und Home-Office-Modelle, die die Vereinbarkeit von Beruf und Freizeit ermöglichen. Erwähnen Sie auch die Möglichkeit, von Voll- auf Teilzeit zu wechseln, sobald sich Nachwuchs ankündigt, wenn vorhanden.

 

Sinnhaftigkeit im Beruf – ein zentrales Thema

Was die Generationen Y und Z außerdem stark bewegt: Die Sinnhaftigkeit des ausgeübten Berufs. Zentrale Aspekte sind in diesem Zusammenhang etwa die Möglichkeit, sich um andere zu kümmern und etwas Nützliches für die Gesellschaft zu tun.

 

Das heißt für Ihre zielgruppengerechte Ansprache in der Stellenanzeige: Wenn Sie auch nur im Entferntesten zu den ökologisch agierenden Unternehmen unseres Landes gehören oder eine Organisation sind, die sich – wie auch immer – für Minderheiten, Gleichberechtigung oder das Wohlergehen anderer stark macht, sollten Sie das in Ihrem Recruiting auch klar zur Sprache bringen.

 

Nicht alle Kriterien erfüllt? Keine Sorge!

Sie erfüllen nicht alle Kriterien? Das ist kein Beinbruch. Die Angehörigen der Generationen Y und Z sind sich nur allzu bewusst, dass nicht jeder Arbeitgeber mit den gleichen Attraktivitätsfaktoren aufwarten kann. Achtung: Bleiben Sie für eine zielgruppengerechte Ansprache in Ihrer Stellenanzeige unbedingt bei der Wahrheit und zählen Sie nur die Faktoren auf, die Sie der Zielgruppe wirklich bieten können.

 

Authentizität ist das A und O, um Bewerber von sich zu überzeugen. Denn jeder noch so kleine Schwindel fällt entweder bereits im Vorstellungsgespräch oder spätestens im Onboarding auf. Dann sind Kandidaten schneller weg, als Recruiter bis drei zählen können. Wer will schon bei einem Arbeitgeber Dienst schieben, der von Anfang an nicht ehrlich zu einem ist?

 

Welche Attraktivitätsmerkmale sind wichtiger als andere?

Interessant zu wissen: Die Shell Jugendstudie untersuchte auch, wie die Generationen Y und Z letztlich eine Wahl für einen Arbeitgeber treffen, wenn sie sich zwischen verschiedenen Stellenangeboten entscheiden müssen. Welche Attraktivitätsmerkmale spielen dann die größte Rolle, welche sind weniger wichtig?

 

Das Ergebnis: Wenn Jugendliche und junge Erwachsene Prioritäten setzen sollen, bevorzugen die meisten eher materielle Aspekte und die Sicherheit des Arbeitsplatzes. Die inhaltliche Wertigkeit ihrer Arbeit stellen sie eher hintenan. So liegen ein sicherer Arbeitsplatz, die Erwartung, genügend Freizeit neben der Berufstätigkeit zu haben und ein hohes Einkommen bei der Abfrage nach den Prioritäten weit vorne.

 

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Die Studie kommt zu dem Schluss: Im Vordergrund steht für die Zielgruppe also die unmittelbare Lebensplanung. „Hierzu gehört neben dem zu realisierenden Einkommen die Sicherheit, den Übergang in den Beruf geschafft zu haben, sowie die Vereinbarkeit mit den weiteren Lebenszielen in Familie und Freizeit.“ Letztlich gehen Jugendliche und junge Erwachsene bei der finalen Auswahl ihres Jobs also sehr pragmatisch vor.

 

Sie haben Fragen zur zielgruppengerechten Ansprache von Talenten in Stellenanzeigen? Wir stehen Ihnen gerne als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns gerne.


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