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Soziale Medien sind aus dem Recruiting nicht mehr wegzudenken. Arbeitgeber sollten aber neben Facebook, Twitter, Xing und LinkedIn ab sofort zwei weitere Kanäle auf dem Schirm haben: What’s App und Instagram Recruiting sind im Kommen. Vor allem die Generationem Y und Z stehen darauf!

 

Social Recruiting: Aus der Personalbeschaffung nicht mehr wegzudenken

Bei der Personalbeschaffung nutzen immer mehr Unternehmen Social-Media-Kanäle, um Stellenanzeigen zu veröffentlichen. Überdies posten sie Bilder aus dem Unternehmensumfeld, Blogbeiträge ihrer Mitarbeiter, kurze Videos und, und, und. Ziel ist es, Kandidaten authentische Einblicke ins Innenleben des Unternehmens zu gewähren und so für sich zu begeistern.

 

Video Case Study UP

 

Nachgewiesenermaßen sind Unternehmen, die auf ihren Social-Media-Kanälen nichts dem Zufall überlassen, erfolgreicher. Unternehmen mit einer expliziten Social-Media-Strategie erhalten von einem Drittel der Kandidaten positive Rückmeldungen, während Unternehmen ohne Social-Media-Strategie nur von jedem fünften Kandidaten positives Feedback erhalten. Das ist das Ergebnis der Studie Recruiting Trends 2018, die die Universität Bamberg jährlich erhebt.

 

Unternehmen und Zielgruppe tummeln sich nicht immer auf der gleichen Plattform

Der Zufriedenheitsquotient der eigenen Follower sollte nicht unterschätzt werden. Immerhin verteilen sich Inhalte, die emotional ansprechen, heutzutage rasant im Netz. Sie werden geliked, geteilt und kommentiert. Jede dieser Aktionen eines Followers eröffnet den Zugang zu dessen “Freundeskreis”: Stellenanzeigen oder witzige Social Media Aktionen eines Unternehmens werden so schneller für einen großen Kreis sichtbar.

 

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sich Unternehmen und Zielgruppe auch auf der gleichen Plattform bewegen. Hier scheint es zu einer Verschiebung der Vorlieben gekommen zu sein. Netzwerke wie Instagram und WhatsApp gewinnen gerade in den Generationen Y und Z mehr und mehr an Beliebtheit. Als Recruitingkanal haben diese bislang allerdings nur die wenigsten Unternehmen für sich entdeckt.

 

Im Vergleich zu XING (24,2 Prozent), LinkedIn (18,9 Prozent) und Facebook (12,6 Prozent) fällt die Nutzung von Social-Media-Kanälen wie WhatsApp (5,7 Prozent) und Instagram (11,6 Prozent) für das hauseigene Recruiting und Employer Branding dagegen geringer aus.

 

WhatsApp und Instagram gewinnen im Recruiting an Bedeutung

Unternehmen täten aber gut daran, sich etwas genauer mit diesen Kanälen auseinanderzusetzen. Sie entpuppen sich nämlich mehr und mehr als Tools, um an die Talente der Generation Y und Z heranzukommen. Von diesen nutzt nämlich bereits fast jeder zwanzigste Kandidat häufig Instagram oder Whats App zur Suche nach Informationen über Unternehmen, wie ebenfalls in der Studie Recruiting Trends nachzulesen ist.

 

Tatsächlich bieten beide Netzwerke eine Fülle an Möglichkeiten für Unternehmen, um sich gegenüber ihrem Zielpublikum zu präsentieren. Fangen wir mit Instagram Recruiting an. Seit rund zwei Jahren haben Unternehmen hier die Möglichkeit, sich über Instagram Business offiziell als Betrieb zu registrieren. Ein Kontakt-Button erleichtert die Kommunikation zwischen dem Arbeitgeber und potenziellen Talenten.

 

Wie funktioniert Instagram Recruiting?

Instagram versteht sich vor allem als ein kostenloser Online-Dienst zum Teilen von Fotos und Videos, der zu Facebook gehört. In einem Freitextfeld können zu jedem Bild oder Bewegtbild aber auch kurze Kommentare, weiterführende Links oder ein Call-to-Action-Button eingefügt werden, die zum Beispiel auf eine Stellenanzeige oder die Karrierehomepage führen.

 

Gepostet wird wie bei Facebook im allgemeinen Nachrichtenfeed oder es können bezahlte Beiträge geschaltet werden, die von der Plattform noch einmal besonders in ihrer Reichweite gepusht werden.

 

Überdies können ähnlich wie bei Konkurrent Snapchat so genannte “Stories” gepostet werden. Das sind Fotos und kurze Videos, die nach 24 Stunden wieder gelöscht werden. Sehen sich Talente hintereinander mehrere Stories von Nutzern an, denen sie folgen, können sich auch Unternehmen mit ihrer Arbeitgeberbotschaft in diesen Stream einbringen. Es gibt also viele Angebote, die Unternehmen für ihr Employer Branding nutzen können.

 

Wie funktioniert Whats App Recruiting?

Auch der Instant Messenger WhatsApp, der sich für den kurze und schnellen Austausch von  Informationen eignet, entpuppt sich zunehmend als Employer Branding Kanal. Gerade Schüler, Studenten und Absolventen lassen sich über WhatsApp überall und jederzeit erreichen.

 

Große Arbeitgeber haben bereits mit WhatsApp als Kommunikationskanal experimentiert – mit positiver Bilanz. Beispielsweise konnten potenzielle Bewerber bei Daimler in einer Chatgruppe den Arbeitsalltag einer Mitarbeiterin via WhatsApp verfolgen und Fragen stellen. Die Anzahl der Fragen war so hoch, dass Daimler zusätzliche Chats zur individuellen Beratung einrichten musste.

 

Digital Recruiting DOWN

 

WhatsApp bietet aber noch weitere Möglichkeiten im Employer Branding:

– Mobiler Job-Alarm: Sich per E-Mail informieren lassen, sobald eine offene Stelle verfügbar ist, das kann jeder. Das geht genauso per WhatsApp. Einfach den WhatsApp-Service eines Arbeitgebers abonnieren. Gibt es neue Jobinserate, erhalten die angemeldeten User eine WhatsApp-Mitteilung mit Links zu den Stelleninseraten.

 

– Kommunikation mit dem Kandidaten: Die Terminkoordination mit einem Kandidaten kann kompliziert sein. Über WhatsApp können Arbeitgeber bequem und einfach mit Kandidaten kommunizieren und zum Beispiel Bewerbungsgespräche vereinbaren. Der Empfänger reagiert auf WhatsApp-Mitteilungen schneller als auf E-Mails und kann sich den Termin sofort in den Kalender des Smartphones einspeichern.

 

Und der Datenschutz?

Übrigens: Unternehmen nutzen WhatsApp Business, nicht die klassische App. Das Programm erleichtert Betrieben die Kommunikation mit Kandidaten mit allerlei Extras. Auf häufig gestellte Fragen kann beispielsweise mit einem vorher angelegten Standardtext geantwortet werden. Auch sind kritische Daten wie Namen und Handynummern anderer Talente über die Businessversion nicht einsehbar. Eine neue Version ist bereits in Arbeit, die dem Datenschutz mit weiteren Vorkehrungen Rechnung tragen soll. (Bild: Fotolia.com)

 

 


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