Recruiter haben es nicht mehr so leicht wie früher. Angesichts der aktuellen Fachkräftenachfrage auf Rekordniveau ist in der Personalgewinnung heute mehr gefragt, als einfach nur Stellenanzeigen zu schalten und abzuwarten. Es geht immer mehr darum, die Reichweite von Stellenanzeigen gezielt zu erhöhen, um eine große Zahl an Talenten zu erreichen. Welche Strategien und Reichweitenverstärker dabei vor allem in Frage kommen.

Suchmaschinenoptimierung (SEO) als Boost für die Reichweite

Wer die Reichweite einer geschalteten Stellenanzeige erhöhen will, sollte sein Stelleninserat zunächst so optimieren, dass es über Suchmaschinen wie Google auffindbar ist. Logisch: Je höher die Position im Google-Ranking, umso größer die Wahrscheinlichkeit, dass die Stellenanzeige einem passgenauen Kandidat auffällt.

 

Dabei sollten Recruiter wissen, dass sich Suchmaschinen in den letzten Jahren zu einem der größten Einfallstore für die Rekrutierung entwickelt haben: Immerhin 75 Prozent der Stellensuchenden beginnen ihre Recherche nach einem neuen Betätigungsfeld genau hier, wie Statistiken immer wieder belegen.

 

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Daher gilt es die Inhalte der Stellenanzeige so aufzubereiten, dass Google sie perfekt auslesen kann. Dann ist die Chance auf eine gute Platzierung bei Google besonders groß. Das geht schon bei der URL los. So sollte jede Stellenanzeige über einen individuellen Link erreichbar sein, der ein wichtiges Schlagwort enthält, das für den Job relevant ist – zum Beispiel den Jobtitel.

 

 

glckliche frau steht in der stadt und tippt auf ihrem handy

 

Metatags festlegen

Dieses Keyword sollte sich auch im Anzeigentext mehrfach wiederfinden – ebenso in Über- und Zwischenüberschriften. Und auch  in den so genannten Meta-Tags, die in jedem gängigen Content Management System über verschiedene Eingabemasken festgelegt werden können.

 

Das betrifft die folgenden Elemente einer Stellenanzeige:

 

  • Title: Das ist der eigentliche Titel der Stellenanzeige, der nicht länger als 60 Zeichen sein sollte.
  • HTML Title: Das ist der Titel der auf dem Header des Browsers zu lesen ist und auch für das Ranking relevant ist.
  • Description: Das ist die kurze Beschreibung des Inhalts der Webseite von maximal 160 Zeichen, die im Google Ranking direkt unterhalb des Links angezeigt wird. Wichtig: Auch hier sollte das Keyword unbedingt vorkommen.

 

Des weiteren reagieren Suchmaschinen wie Google positiv auf die Einbindung interner und externer Links und eine gute Gliederung des Textes durch:

 

  • Zwischenüberschriften
  • Bulletpoints
  • Strukturierende HTML Elemente wie Reiter

 

Auch die Einbindung von Videos und Bildern und das Fetten wichtiger Begriffe im Text wird von den Algorithmen positiv bewertet.

 

2 – Reichweite mit Multiposting verbessern

Multiposting – das ist die Mehrfachschaltung von Stellenanzeigen bei ausgewählten Jobportalen. Sie kann erheblich zur Stärkung der Reichweite beitragen. Die Kunst ist es aber, aus dem riesigen Pool von rund 1.500 Jobbörsen, die es in Deutschland inzwischen gibt, die auszuwählen, auf denen sich die Zielgruppe auch wirklich bewegt.

 

Das erfordert Erfahrung und Fingerspitzengefühl. Hierbei können sich Arbeitgeber aber auf die Unterstützung erfahrener externer Anbieter verlassen. Das lohnt durchaus. Ansonsten ist die Gefahr groß, dass man direkt aneinander vorbei kommuniziert.

 

Multiposting-Agenturen haben einen genauen Überblick darüber, welche Zielgruppen sich bei welchem Jobportal aufhalten, stellen für Arbeitgeber den perfekten Mix zusammen und posten dessen Stellenanzeigen zeitgleich bei den verschiedenen Jobbörsen.

 

Technisch funktioniert das wie folgt: Die Multiposting-Spezialisten verfügen über Schnittstellen zu den einzelnen Jobportalen und können auf diese Weise ein- und dieselbe Stellenanzeige auf einer Vielzahl von Jobbörsen, Metasuchmaschinen und dergleichen gleichzeitig schalten.

 

3 – Reichweite durch Meta-Jobsuchmaschinen erhöhen

Jeder kennt Vergeichsportale. Es gibt sie inzwischen für so ziemlich jeden Bereich: Hotels, Mietwagen, Altersvorsorge, Schnäppchen und, und, und. Meta-Jobsuchmaschinen sind im Grunde nichts anderes – nur eben für Stellenanzeigen. Sie greifen auf verschiedene Online Jobbörsen wie Monster, StepStone, Jobware und Cö. zu und fassen die Stellenanzeigen für Jobsuchende unter einem bestimmten Keyword übersichtlich zusammen.

 

Talente können sich über diese Ergebnisliste einen schnellen Überblick verschaffen, wie sich der Stellenmarkt für ein bestimmtes Jobprofil gestaltet. Wer auf den Link zu einem Stellenangebot klickt, wird auf die originäre Online Jobbörse weitergeleitet.

 

Inzwischen haben sich rund 50 Meta- Jobsuchmaschinen allein in Deutschland etabliert. Die bekanntesten sind Kimeta, Jobrapido, Jobrobot und Indeed. Unternehmen, die bereits über Online Jobbörsen ihre Stellenanzeigen platzieren, werden meist automatisch auf diesen Meta-Jobsuchmaschinen verlinkt.

 

Es gibt aber auch Online Jobbörsen, die sich für ihre Kunden gezielt bei Meta-Jobsuchmaschinen einkaufen, um ihnen die größtmögliche Reichweite für ihre Jobinserate zu bieten. Online Jobbörsen können sich bei den Meta-Jobsuchmaschinen mit ihren Angeboten besser positionieren lassen, wenn sie dafür bezahlen. Dadurch werden Auffindbarkeit und Reichweite für ihre Kunden zusätzlich erhöht. Money makes the world go round!

 

4 – Reichweite mit Social Recruiting erhöhen

Auch soziale Netzwerke haben sich längst zu einem vielversprechenden Recruiting Kanal gemausert. Das ist auch nur konsequent und logisch. Nirgendwo trifft man als Recruiter direkter auf die Zielgruppe, die man erreichen will und kann mit ihr in Kontakt treten. Das haben auch die Netzwerke selbst erkannt und bieten seit geraumer Zeit so genannte Social Job Ads an. Buchen kann man diese auf Netzwerken wie Facebook, Twitter und Instagram.

 

Mit der Schaltung von Social Job Ads können Personalverantwortliche durchaus eine neue Tür im Recruiting aufstoßen. Allein auf Facebook tummeln sich 27 Millionen Nutzer. Dabei werden geschaltete Stellenanzeigen nicht wahllos an irgendwelche Kandidaten ausgespielt, sondern zielgerichtet an potenzielle Wunschkandidaten.

 

Wie funktioniert das konkret? Parallel zur regulären Schaltung einer Online-Stellenanzeige bei einem Karriereportal erscheint diese in den Timelines der Facebook-Nutzer, deren Profil zu der gesuchten Stelle passt. Experten sprechen hier von Targeting. Dabei werden die gewünschten fachlichen Qualifikationen aus der Stellenanzeige gefiltert, analysiert und Facebook-Nutzer mit dem passendem Profil eruriert.

 

Anschließend erstellt der Algorithmus automatisch einen Facebook-Post, der die Highlights der Stellenanzeige beinhaltet und direkt in die Timeline des Nutzers ausgespielt wird. Eine Verlinkung führt den potenziellen Bewerber auf das Unternehmensprofil von Facebook und zur kompletten Stellenanzeige. Für die Schaltung der Social Job Ads benötigen Recruiter nur eine reguläre Stellenanzeige und eine Unternehmensseite auf Facebook – den Rest erledigt der Algorithmus.

 

5 – Anzeigenbanner platzieren

Eine weitere Möglichkeit, die Reichweite der eigenen Stellenanzeigen zu erhöhen, ist die Schaltung von Bannern auf verschiedenen Internetseiten, die von der Zielgruppe bevorzugt besucht werden. Der Klick auf den Banner führt das Talent direkt zur geschalteten Stellenanzeige.

 

Um Banner auf Partnerseiten zu schalten, gibt es mehrere Möglichkeiten. Entweder können sie direkt über den jeweiligen Seitenbetreiber platziert werden oder Unternehmen nutzen professionelle Marktplätze für Online-Werbung, um ihre Recruiting-Banner einzupflegen.

 

Es gibt auch Karriereportale, die die Schaltung von Bannern in ihr Angebotsportfolio integriert haben. Sie übernehmen meist auch den Entwurf des Banners. Diesen Service sollte man auch in Anspruch nehmen. Denn für eine gute Erfolgsquote bedarf es ausgefeiltem Online-Marketing Know-how in der Gestaltung von Bannern.