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Pimp up your Employer Brand: Wie KMU bei Kandidaten punkten

Veröffentlicht am 13. May 2019

employer brand

Kleine und mittelständische Unternehmen, kurz KMU, haben es schwerer in punkto Arbeitgebermarkenbildung als größere Marktbegleiter. Was den Aufbau einer Employer Brand erschwert: Die geringere Bekanntheit der eigenen Marke. Doch es gibt sehr effektive Wege, als KMU auf sich aufmerksam zu machen.  

 

Employer Brand und Consumer Brand nicht voneinander trennbar

Dass die Consumer Brand, also die Marke eines Unternehmens, einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Employer Brand, die Arbeitgebermarke, hat, wurde schon länger gemunkelt. Die Studie Recruiting Trends 2019 der Universität Bamberg belegt es schwarz auf weiß.

 

Video Case Study UP

 

Der Hintergrund: Kandidaten sind häufig Kunden eines Unternehmens, bevor sie sich bei diesem bewerben. Die hergestellten Produkte oder die angebotenen Dienstleistungen lösen oft den Wunsch aus, bei dem Betrieb zu arbeiten, dessen Angebote man so schätzt. Entsprechend hängt die Bewertung der Employer Brand direkt mit der Bewertung der Produktmarke zusammen.

 

Employer Branding für KMU

Umgekehrt sagt allerdings auch “mehr als die Hälfte der Kandidaten (…), dass besseres Employer Branding auch die Produktattraktivität erhöht“, konstatieren die Forscher aus Bamberg. Was heißt das aber nun für KMU, die über eine weniger bekannte Produktmarke verfügen als größere Wettbewerber? Haben sie automatisch schlechtere Chancen im Kampf um Talente?

 

Die Studie Fachkräfteengpässe in Unternehmen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) scheint das jedenfalls zu belegen. Dieser zufolge fällt es dem Mittelstand besonders schwer, geeignete Mitarbeiter zu finden. Im Durchschnitt können kleine und mittlere Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern jede dritte Stelle nicht besetzen.

 

KMU: Jede dritte Stelle bleibt unbesetzt

Laut der Erhebung geht es dabei in der Regel um beruflich qualifizierte Fachkräfte in so genannten Engpassberufen und nicht um Akademiker. Dazu gehören zum Beispiel Kältetechniker, Altenpfleger, Bauelektriker, Hörgeräteakustiker, Land- und Baumanschinentechniker und Fachkräfte auf dem Gebiet Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik.

 

Doch Employer Branding Experten sagen: KMU sind in Sachen Arbeitgebermarkenbildung keineswegs chancenlos. Immerhin verfügen viele kleinere Player über Vorteile für Arbeitnehmer, mit denen sie sich durchaus mit der großen Konkurrenz messen können. Sie müssen nur innerhalb der eigenen Employer Branding Strategie darüber reden.

 

Employer Brand: Viele KMU kennen ihre Vorzüge nicht

Allerdings sind sie sich viele KMU ihrer Vorzüge oftmals gar nicht bewusst. Daher setzt ein gutes Employer Branding zunächst eine Bestandsaufnahme voraus: Was haben wir zu bieten? KMU punkten oft mit flachen Hierarchien, kurzen Entscheidungswegen, der Möglichkeit, früh viel Verantwortung zu übernehmen und einem großen Entscheidungsspielraum für den Einzelnen.

 

Weitere Vorzüge können sein: Eine direkte Kommunikation ohne Umwege, Flexibilität bei den Arbeitszeiten, ein abwechslungsreiches Aufgabenspektrum und eine familienfreundliche Atmosphäre, Work Life Balance Angebote oder gute Karrieremöglichkeiten.

 

Employer Brand: Was Arbeitnehmer wollen

Punktlandung! Genau das sind nämlich die Faktoren, die Arbeitnehmer an einem Arbeitgeber schätzen. Das haben die Forscher der Universität Bamberg wiederum in ihrer Studie Recruiting Trends 2018 herausgefunden. Unternehmen, die über derartige Attraktivitätsfaktoren verfügen, sollten diese im Employer Branding auch mit Stolz hervorheben und sich nicht als null und nichtig abtun.

 

Wo? Na, am besten überall, wo es möglich ist. Auf der eigenen Karrierewebsite, in den eigenen Social-Media-Kanälen, in Arbeitgeberbewertungsportalen, in Businessnetzwerken, in Stellenanzeigen und live bei Karrieretagen und Karrieremessen.

 

Die richtige Arbeitgeberbotschaft

Und das Beste: Das Ganze kostet nicht einmal mehr Geld. Denn überall dort sind KMU in der Regel längst aktiv. Nur hapert es manchmal an der richtigen Arbeitgeberbotschaft, die gegenüber der Zielgruppe optisch und textlich nur richtig verpackt werden muss.

 

Da auch kleinere Unternehmen über eine Marketing- und Grafikabteilung verfügen, sollte das Design und Betexten von Logos, Karrierewebseite, Social Media Präsenzen, Messeständen oder Imagebroschüren und Stellenanzeigen kein Problem sein.

 

Gezielt Reichweite aufbauen

Nun geht es im nächsten Schritt darum, Reichweite aufzubauen, um eine Vielzahl an Kandidaten mit den Inhalten seiner Arbeitgebermarke zu erreichen. Dazu gibt es dank neuer Technologien verschiedene Möglichkeiten. Zum Beispiel lässt sich durch ein effektives Multiposting in viel kürzerer Zeit ein viel größerer Bewerberrücklauf generieren. Was steckt dahinter?

 

Multiposting, das ist die gleichzeitige Mehrfachschaltung von Stellenanzeigen auf verschiedenen Jobbportalen. Diese kann leicht über ein Bewerbermanagementsystem oder einen externen Dienstleister gesteuert werden. Die Idee dahinter: Es gibt inzwischen über 1.000 Jobbörsen mit unterschiedlichsten Ausrichtungen. Wer hier die richtigen Kanäle auswählt, kann mit ein paar Klicks im Handumdrehen seine Zielgruppe sehr passgenau erreichen.

 

Auch ein effektives, zielgerichtetes Social Recruiting hilft, die eigene Employer Brand nach außen zu tragen. Dafür ist allerdings ein wenig Spezialwissen gefragt, das aber zum Beispiel in einer speziellen Masterclass in nur sechs Wochen so aufgebaut werden kann.

 

Interaktives Ausbildungsprogramm für ein passgenaues Social Recruiting

In dem interaktiven Ausbildungsprogramm lernen Teilnehmer anhand konkreter Vorlagen aus der Praxis, wie sie Facebook und Co. im Recruiting einsetzen können. Vorkenntnisse in Online Marketing, IT oder Social-Media sind nicht nötig.

 

Digital Recruiting DOWN

 

Dass Recruiter mit dem vermittelten Know-how mehr als zeitgemäß aufgestellt sind, steht außer Frage. Denn die Bedeutung von Social Recruiting steigt. Bemerkenswert: Im Vergleich zum Vorjahr nutzen inzwischen dreimal so viele Unternehmen Instagram für die Veröffentlichung von Stellenanzeigen und sieben von zehn Kandidaten finden es gut, wenn Social-Media-Anwendungen in der Personalbeschaffung eingesetzt werden. Diese Chance sollten Arbeitgeber nutzen.

 

Sie fragen sich, wie wir Sie in den Bereichen Multiposting und Social Recruiting unterstützen können? Kontaktieren Sie uns! Unser Expertenteam berät Sie gerne!

 

*Quelle: Recruiting Trends 2019, Universität Bamberg


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