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Personalführung: Auf dem Weg zur Arbeit 4.0

Veröffentlicht am 2. December 2015

recruiting sünden

Wie wird es in ein paar Jahren zugehen in Wirtschaft, Arbeitswelt und Gesellschaft? Mit dieser Frage beschäftigt sich eine immer größer werdende Zahl von Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Den Stein ins Rollen brachte der Prozess der “Digitalen Transformation”, der in aller Munde ist. Es ist absehbar, dass sich auf dem Weg zum Arbeiten 4.0 vieles verändern wird. Dass immer mehr Geschäftsprozesse an Kollege Computer ausgelagert werden, ist nur die eine Seite der Medaille. Denn auch die Menschen müssen mitgenommen werden. Und so wird das Thema Personalführung immer relevanter, wenn es darum geht, die richtigen Weichen für die Zukunft zu stellen. (Bild: ChenPG / Dollarphotoclub)

 

Nach der Stellenanzeige ist vor dem People Management. So wird heute in Fachkreisen bezeichnet, was früher unter Personalführung geläufig war. Ein Thema, dem in Expertenkreisen eine zunehmend wichtigere Rolle beigemessen wird.  Hat es nach der Schaltung eines Jobinserats geklappt, einen Kandidaten zu rekrutieren, fängt die HR-Arbeit eigentlich erst richtig an.

 

Denn die Idee von Führung hat sich Zeiten der Digitalisierung stark gewandelt. Infolge des digitalen Wandels gehen tradierte Führungs- und Kulturmodelle nicht mehr auf: Immer mehr Prozesse werden an die Technik ausgelagert, Wirtschaftszyklen verkürzen sich und müssen sich der Flexibilität anpassen, die die globalen Märkte ihnen auferlegen.

 

Personalführung: Nach der Stellenanzeige ist vor dem People Management

Trendstudie, Stepstone

Picken wir uns in diesem Zusammenhang doch einmal das Beispiel “Plötzlicher Lieferengpass in Übersee im produzierenden Gewerbe” heraus. In einem solchen Fall gilt es absolut problem- und lösungsorientiert zu Handeln und rasch Antworten auf Fragen zu finden wie: Wie und an welchen Stellen kann das laufende Projekt trotz fehlendem Material weiter vorangebracht werden, um erhebliche wirtschaftliche Schäden abzuwenden? Welche Abläufe können schnell angepasst werden, sodass größere Ausfälle vermieden werden können? Hierbei ist Teamwork gefragt und eine Kultur, die es erlaubt, auf Unvorhergesehenes schnell reagieren zu können. (Bild: fotogestoeber/Dollarphotoclub)

 

Das gilt umso mehr in Bereichen, in denen sich Hochqualifizierte zu einem Team zusammenfügen, in dem jeder Experte und Mikromanager über seinen eigenen Bereich ist. Hier vermag es der Vorgesetzte schlicht nicht mehr, einsame Entscheidungen zu treffen. Er ist auf die Expertise seines Teams angewiesen. Die moderne Führungskraft fungiert als eine Instanz, die alle Informationsstränge bündelt und in beide Richtungen weitergibt – ins eigene Team und ins Upper Management.

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Personalführung: Ein neues Verständnis von Personalführung muss her

Das geht aber nur mit einer genauen Auffassung, wie Teams in der heutigen Zeit zu führen sind. Und dabei müssen auch die neu angeheuerten Talente von Anfang an mitgenommen werden.Wichtig ist in diesem Zusammenhang vor allem eine Unternehmenskultur, die den Dialog in den Vordergrund rückt:

 

1. Der Manager holt sich regelmäßig Informationen von den Mitarbeitern ein, um stets über die aktuelle Lage informiert zu sein.

 

2. Müssen schnelle Entscheidungen getroffen werden, schart er ausgewählte Mitarbeiter mit besonderer Fachkompetenz um sich, eruiert mit ihnen Ideen und Vorschläge, die er bei seiner Entscheidung berücksichtigt.

 

3. Der Manager entwickelt im nächsten Schritt gemeinsam mit den ganzen Team die Ideen und Vorschläge weiter.

 

4. Die Gruppe versucht über das weitere Vorgehen eine Einigung zu erzielen und diese gemeinsam umzusetzen.

 

Das geht nur durch Abschaffung starrer Strukturen und eines veralteten Rollenverständnisses. Der Chef muss näher an sein Team heranrücken und mit diesem auf Augenhöhe kommunizieren. Die Instrumente des Personalmanagements sind hierbei die wesentlichen Wegbereiter in die neue Ära. Doch noch wiegen sich viele Firmen in der vermeintlichen Sicherheit, es bliebe noch reichlich Zeit, die Dinge anzupacken. Ein Trugschluss!  Denn schon heute haben Unternehmen vermehrt Probleme, Talente für sich zu begeistern und diese zu halten.

 

Personalführung: Digitalisierung sorgt für mehr Flexibilität

Mitunter, weil sich in Zeiten von Social Media herumgesprochen hat, dass das nach außen gelebte Arbeitgeberimage im Inneren des Unternehmens keine wirkliche Fortsetzung findet. Sprich: Kaum Handlungs- und Entscheidungsfreiheiten, lange Abstimmungswege, unflexible Arbeitszeiten, keine mobile Office Lösungen. Das schreckt insbesondere die jungen Talente einfach nur ab.

 

Denn die Generation, die aktuell auf den Arbeitsmarkt strömt, lebt das neue Verständnis der neuen Arbeitswelt wie keine andere. Sie hat es praktisch mit der Muttermilch aufgesogen. Zum Beispiel ist für sie eine Welt mit Smartphone und Social Media völlig normal. Und genauso normal ist es auch, Termine kurzfristig zu verschieben. Diese Flexibilität haben ihnen die sozialen Medien und modernen Kommunikationsmethoden eröffnet.
Digital Recruiting DOWN

 

Langfristplanungen, starre Regeln – all das ist für nicht mehr up to date. Und sie haben Recht. Denn genau das, setzt sich nun in der Arbeitswelt fort. Alles wird schneller, flexibler, mobiler, unplanbarer und unvorhersehbarer. Infolgedessen muss auch Führung neu gedacht werden – ohne Aufschub und Verzögerung. Denn es bedarf einer Atmosphäre und Wertekultur, in der sich der einzelne Mitarbeiter wohl fühlt und frei agieren kann. Sonst ist die Gefahr des Abwanderns groß.

 

Eine Botschaft, die zwar langsam bei den Unternehmen ankommt. Allerdings tragen ihr bislang nur wenige wirklich Rechnung. Doch die Uhr tickt….! (Bilder: Dollarphotoclub)


 

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