olanod © freepik.com
Blog / Personalführung & Entwicklung / Stellenanzeigen / Personalentwicklungsmaßnahmen: Diese 8 sollten in Ihrer Stellenanzeige nicht fehlen
Stellenpakete

Personalentwicklungsmaßnahmen: Diese 8 sollten in Ihrer Stellenanzeige nicht fehlen

Die Arbeitswelt ist schnelllebig geworden. Arbeitsinhalte und -prozesse ändern sich rasant. Das setzt auf Mitarbeiterseite lebenslanges Lernen und auf Arbeitgeberseite das Angebot von Personalentwicklungsmaßnahmen voraus. Wir haben einmal zusammengestellt, mit welchen Online- und Offline-Angeboten Sie in Ihrer Stellenanzeige bei potenziellen Mitarbeitern punkten können.


Personalentwicklungsmaßnahmen: Kandidaten legen immer größeren Wert darauf

Dass Mitarbeiter heutzutage nicht mehr um lebenslanges Lernen umhin kommen, ist bekannt. Weniger bekannt ist jedoch, wie positiv die Information über bestehende Entwicklungsmöglichkeiten in einem  Unternehmen den Recruiting-Prozess beeinflussen können. Recruiter sollten sich, wenn vorhanden, nicht scheuen, damit in Stellenanzeigen für sich zu werben.

 

Das geht aus der jährlichen Erhebung “Recruiting Trends” der Universität Bamberg mit dem Karriereportal Monster hervor. In der druckfrischen Ausgabe für das Jahr 2017 konstatieren die Wissenschaftler, dass ein Fünftel der befragten Kandidaten auf Weiterbildungsmöglichkeiten großen Wert legt. Fast genauso viele finden es wichtig, dass der Arbeitgeber den aktiven Wissensaustausch unter den Kollegen fördert. Nur so ist lebenslanges Lernen möglich.

 

 

Personalentwicklungsmaßnahmen: Warum es nicht immer nur das Seminar sein sollte…

Aber Vorsicht: Wer in seinem Jobinserat unter dem Punkt “Personalentwicklungsmaßnahmen” einfach nur mit antiquierten Trainings aufwartet, dürfte von der Resonanz der Bewerber enttäuscht werden. Mit dem Format “einer erzählt, alle anderen hören zu” können Arbeitgeber heute nämlich kaum noch Begeisterung erzeugen.

 

Aus gutem Grund: Viele klassische Seminare erfüllen ihren Zweck nicht mehr. Sie setzen auf eine standardisierte, langfristige Wissensvermittlung, wobei auch Inhalte zur Sprache kommen, die nicht für jeden Teilnehmer zu 100 Prozent relevant sind. Für ihn ist das gleich doppelt ärgerlich: Er verschwendet in dem Seminar einen Teil seiner Arbeitszeit und er erhält keine zeitnahe Lösung für ein bestehendes Problem.

 

Erhöhen Sie die Reichweite Ihrer Stellenanzeige und sparen bis zu 70% gegenüber dem Listenpreis
Zu unseren Multiposting-Angeboten

 

Personalentwicklungsmaßnahmen: Welche sind attraktiv?

In Zeiten, in denen sich Arbeitsinhalte und -prozesse kontinuierlich verändern, bedarf es zustätzlicher Entwicklungs- und Lernangebote, die kurzfristige Wissensengpässe gezielt ausgleichen. Hier gibt es inzwischen gute, sehr effektive Online- und Offline-Angebote. Manche finden im kleinen Kreis statt, andere nutzen bewusst und gezielt die Schwarmintelligenz des WWW.

 

Bevor wir hier in Medias Res gehen, sei eines jedoch angemerkt. Sich wahllos Lernformate herauszupicken, nur um als Arbeitgeber als hip und cool in der Stellenanzeige herüber zu kommen, macht keinen Sinn. Die Angebote zur Mitarbeiterentwicklung müssen schon zu den Bedürfnissen der Arbeitnehmer passen. Dass hier angesichts der Vielfalt moderner Lernformate keine Wünsche offen bleiben müssen, werden Sie gleich selbst sehen. Die neuen Formen der Weiterbildung, des Lernens und der Kollaboration bestehen aus einem Mix aus Technik, Content, Services und Präsenzformaten:

 

Personalentwicklungsmaßnahmen mit Jamsessions

Den Begriff der Jamsession kennt man aus der Jazzszene. In Jamsessions kommen Musiker zusammen und improvisieren. Die Jams, die in der modernen Arbeitswelt angeboten werden, machen sich dieses Prinzip zum Vorbild. Das Besondere: Die “Jammer” treffen sich online, um ein spezifisches Thema zu besprechen.

 

Ziel ist es, gemeinsam Lösungsansätze für ein konkretes Problem durch die Bereitstellung von kollektivem Wissen zu generieren: Schwarmintelligenz. An Jams nehmen bis zu 100.000 Teilnehmer teil. Sie dauern 24 bis 72 Stunden. Der Output kann enorm sein.

 

Personalentwicklungsmaßnahmen mit Open Space

Der Open Space ist vom Prinzip ähnlich, findet aber offline zum Beispiel bei Konferenzen statt und ist für Gruppen von “nur” 50 bis 2000 Teilnehmern gedacht. Die Teilnehmer geben Themen, die ihnen unter den Nägeln brennen, ins Plenum. Dann formieren sich Arbeitsgruppen. Die Ergebnisse werden gesammelt und vorgestellt. Open Spaces können in kurzer Zeit eine große Vielfalt von konkreten Maßnahmen produzieren.

 

Personalentwicklungsmaßnahmen mit Barcamps

Sollen dagegen Themen im Unternehmen weiterentwickelt und vertieft werden, sind  Barcamps ein gutes Mittel der Wahl. Barcamps sind offene Tagungen in kleinem Kreis. Der Einladende ist beispielsweise ein Mitarbeiter, der ein Problem lösen oder eine Idee weiterentwickeln will und dafür Ideen, neues Wissen oder Denkansätze erurieren möchte. Er stellt seine Ideen vor, dann geht es in den gemeinsamen Austausch.

 

Je nach Gruppengröße und Bandbreite des Themas können sich auch Workshops zu einzelnen Unterthemen zusammenfinden. Teilnehmer sind Kollegen aus den verschiedenen Fachbereichen des Unternehmens oder externe Mitarbeiter, die mit ihrer individuellen Expertise zu einem optimalen Ergebnis beitragen können. Der Vorteil: Barcamps können sehr kurzfristig initiiert werden, bedürfen keiner großen Vorbereitung und haben meist einen hohen Output.

 

Personalentwicklungsmaßnahmen mit Hackathons

Ein Hackathon dient dazu, sehr schnell erste Prototypen, Programmcodes oder Konzepte für ein laufendes Projekt zu erstellen. Auch hier geht es vor allem darum, das gemeinsame Wissen zusammenzuführen. Der Hackathon besteht aus einem hierarchiefreien, interdisziplinären Team, das sich zu einem bestimmten Thema trifft: Jeder darf dann frei arbeiten mit wem und an was er will. Allerdings steht nur eine definierte, kurze Zeitspanne von 24 oder 48 Stunden zur Verfügung. Am Ende jeder Arbeitssession werden die Ergebnisse vorgestellt und fließen im Falle der Brauchbarkeit ins Tagesgeschäft ein.

 

Personalentwicklungsmaßnahmen mit Daily-Stand-up-Meetings

Auch die aus der Projektmanagement-Methode SCRUM stammenden Daily-Stand-up-Meetings von 15 Minuten setzen sich zunehmend im Arbeitsalltag durch. Hierbei handelt es sich um ein tägliches Meeting einer Arbeitsgruppe zu der immer gleichen Zeit. Die Teilnehmer tauschen sich kurz und bewusst im Stehen über das Projekt und neue Erkenntnisse aus und teilen auf diese Weise ihr Wissen kontinuierlich mit anderen.

 

Personalentwicklungsmaßnahmen mit MOOCs

MOOC steht für Massive Open Online Course und bezeichnet eine spezielle Form von kostenlosen Onlinekursen mit einer theoretisch unbegrenzten Teilnehmerzahl. In der Regel bewegt man sich inhaltlich auf  Universitätsniveau.

 

MOOCs kombinieren traditionelle Formen der Wissensvermittlung wie Videos, Lesematerial und Problemstellungen mit Foren, in denen Lehrende und Lernende orts- und zeitunabhängig miteinander kommunizieren und Gemeinschaften bilden können.

 

Hierbei ist zu unterscheiden zwischen xMOOCs und cMOOCs. xMOOCs  greifen vor allem auf auf Video aufgezeichnete Vorlesungen zurück, an die sich eine Prüfung anschließt. cMOOCs haben eher die Form eines Seminars oder Online-Workshops.

 

Personalentwicklungsmaßnahmen mit Online Learning Communities

Online Learning Communitys verfolgen das gleiche Prinzip wie MOOCs, nur in kleinerer Form. Hierbei ist meist der Austausch über Instant Messaging, Blogs oder Wikis Programm. Teilnehmer können zum Beispiel Arbeitnehmer aus einem Unternehmen sein, die online in einem informellen, selbstorganisierten und vernetzten Austausch Informationen zu einem bestimmten Thema vermitteln, Interessen vertiefen und eigene Erfahrungen mit anderen teilen.

Personalentwicklungsmaßnahmen mit WiseMapping und Learning-Cards

Eine Online Learning Community kommuniziert nicht zwangsweise nur über die klassischen sozialen Netzwerke, sondern bedient sich auch anderer, technologischer Werkzeuge. Dazu gehören Technologien wie WiseMapping oder Learning-Cards.

 

Mit dem Open-Source-Tool “WiseMapping” lassen sich visuelle “Mindmaps” erstellen und gemeinsam in der Community bearbeiten. Das macht die Anwendung optimal für kollaboratives Lernen. “Learning Cards” greifen das Prinzip des Lernens mittels Karteikarten auf. Die Nutzer erstellen eigene virtuelle Karteikarten, die sie mit anderen teilen können. Die Inhalte können permanent ergänzt und bearbeitet werden. So entsteht ein großer Pool an Wissenskarten zu den unterschiedlichsten Themen.

Ebook Download
eBook
eBook Social Recruiting: Passive und aktive Kandidaten begeistern Jetzt downloaden