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Sonja Dietz

Sonja Dietz

Metaversum: Die Arbeitswelt der Zukunft

Bewegen sich Arbeitnehmende künftig nicht mehr nur durch reale Büroräume, sondern als Avatare durch virtuelle Offices? Diese Vorstellung kennen wir bisher nur aus Science-Fiction-Filmen. Gut möglich, dass sie schneller zur Realität wird als angenommen. Verschiedene Tech-Firmen schmieden derzeit Pläne für das sogenannte Metaversum – oder auf Englisch Metaverse. Dieses könnte die Arbeitswelt massiv prägen. Aber was ist das genau? Wie sieht diese neue Welt aus? Lust auf einen Blick in die (nahe) Zukunft? Los geht‘s!

Inhalt

  1. Was bedeutet Metaversum? Eine Definition.
  2. Gibt es das Metaversum bereits?
  3. 4 Punkte, in denen das Metaversum die Arbeitswelt der Zukunft umkrempeln wird
  4. Wann wird das Metaversum Realität?

 

Was bedeutet Metaversum? Eine Definition.

Über Computerdisplays, Tablets und Smartphones loggen wir uns heute andauernd in das Internet ein. Für uns ist es parallel zur analogen Welt fast zu einer zweiten virtuellen Heimat geworden. Doch noch bewegen wir uns hier in zwei Dimensionen. Das könnte sich bald ändern. Die Weiterentwicklung des Internets könnte ein dreidimensionales World Wide Web sein, in dem es keine Apps oder Programme mehr gibt, wie wir sie heute kennen, stattdessen verschmilzt alles in einem einheitlichen virtuellen Raum. Anwendungen rufen wir per Sprachbefehl mitten in einem virtuellen Space auf, in dem wir uns selbst als Avatare bewegen.

 

Den Zugang dazu verschafft eine Virtual Reality Brille, die wahrscheinlich irgendwann zu smarten Kontaktlinsen weiterentwickelt wird. So verschmelzen reale und Cyberwelt immer mehr. Noch ist dieses so genannte Metaversum eine reine Zukunftsvision. Aber Tech-Experten arbeiten bereits mit Hochdruck an der digitalen Parallelwelt, in der wir künftig viel Zeit verbringen werden. Dem Facebook-Konzern ist es sogar so ernst damit, dass er sich unlängst umbenannt hat. Der neue Firmenname: Meta, eine verkürzte Form von Metaverse.

 

Gibt es das Metaversum bereits?

Das alles klingt wie Science Fiction? Ist es im Prinzip auch. Die Idee zum Metaversum wurde im Jahr 1992 geboren. Damals erschien der Cyberpunk-Thriller „Snow Crash“ von Autor Neal Stephenson. In diesem treffen sich Menschen als selbst gestaltete Avatare an einem virtuellen Ort, dem Metaverse. „Damals, als sich noch alle über brummende Modems ins World Wide Web einwählten, die Gründung von Google noch fünf Jahre entfernt war und ein Nokia 101 oder Ericsson EH97 der neueste und teuerste “Scheiß” war, erschien der Roman als eine unglaubliche Science-Fiction-Geschichte“, erinnern sich die Autoren der taz.

 

Rund 30 Jahre später tritt die neue, erweiterte Realität aus dem fiktiven Bereich heraus und rückt erstmals in greifbare Nähe. Auch wenn es noch keine konkreten Bilder oder Entwürfe des Metaversums gibt und im Moment noch alles eher spekulativ ist – es ist durchaus spannend, sich einmal mit dieser neuen Welt auseinanderzusetzen.

 

Für Arbeitgebende und Unternehmen ist das Metaversum insofern ein interessantes Konstrukt, weil es eben auch eine Welt sein wird, in der wir miteinander arbeiten. Wie das konkret aussehen könnte? Dazu haben wir uns einmal ein paar Gedanken gemacht. In den nachfolgenden Abschnitten stellen wir Ihnen diese vor.

 

4 Punkte, in denen das Metaversum die Arbeitswelt der Zukunft umkrempeln wird

#1 Arbeiten im Metaversum: Eine hochindividuelle Angelegenheit

Im Metaversum können sich Arbeitnehmende ihre Arbeitswelt genauso kreieren, wie sie es sich wünschen. Stellen Sie sich vor, es steht ein Meeting mit Teammitgliedern aus Übersee und China an. Statt in eine Videokonferenz loggen Sie sich vielleicht schon in zwei, drei Jahren in einen virtuellen Meetingraum ein, der Ihnen ein ideales Arbeitsumfeld bietet. Dazu haben Sie ihn exakt auf Ihre Vorlieben angepasst. Das betrifft das Mobiliar, die Farbgebung und die technische Ausstattung. Alles so, wie Sie es lieben.

 

Im Metaversum gibt es nichts, was nicht mit wenigen Handgriffen anpassbar wäre. In Ihrem Fall nehmen Sie in einem Konferenzraum mit einer überdimensionalen Fensterfront Platz, der den Blick auf die New Yorker Skyline freigibt, auch wenn Ihr analoges Ich eigentlich gerade in einem 1-Zimmer-Apartment in Berlin sitzt.

 

Für Ihre Kollegin aus den USA sieht der Raum, in dem Sie sich treffen, schon wieder ganz anders aus. Sie arbeitet mitten im Dschungel, weil sie die vielen Tiergeräusche beruhigend findet – wer’s mag! Das ist das Besondere am Metaversum: Jeder inszeniert und schafft für sich die optimale Arbeitsumgebung – das dürften Arbeitnehmende als besonders motivierend empfinden. Selbst, wenn Sie in einem U-Boot in 100 Metern Tiefe Ihrem Job nachgehen wollen, weil Sie dieses Ambiente als inspirierend empfinden, ist das kein Problem.

#2 Projektmanagement in 3-D-Optik

Frau bedient Touchpad ihres Laptops

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Während des Meetings besprechen Sie zum Beispiel das laufende Maschinenbauprojekt, an dem Sie gemeinsam mit Ihren Kolleg:innen arbeiten. Es ist ein Leichtes, den großen Meeting-Tisch, an dem eben noch alle saßen, mit einem kurzen Sprachbefehl auszublenden und stattdessen das Bauteil, das Sie gerade gemeinsam entwickeln als dreidimensionales Modell in den Raum einzublenden. Das ist schon etwas anderes als eine PowerPoint-Präsentation in 2D. So etwas funktioniert natürlich nicht nur im Bereich Maschinenbau, sondern in allen möglichen beruflichen Umfeldern.

 

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#3 Teambuilding: Das Metaversum bringt Teams fester zusammen

Im Metaversum haben außerdem Kollegen, die an völlig verschiedenen Standorten arbeiten, die Möglichkeit, sich besser kennenzulernen. Das stärkt die Mitarbeiterbindung und Mitarbeiterzufriedenheit. Warum nicht gemeinsam in der virtuellen Kantine zusammen lunchen oder an einer Teambuilding-Maßnahme teilnehmen? Rafting auf den Niagarafällen, archäologische Ausgrabungen im alten Ägypten? Im Metaversum beamen Sie sich im Nullkommanichts gemeinsam dorthin und werden außergewöhnliche Erlebnisse miteinander haben, die sie einander näher bringen und von denen sie noch lange zehren.

#4 Personalmarketing, Recruiting  im Metaversum

Denkbar ist auch, Personalmarketing im Metaversum zu betreiben. Unternehmen können ihre Räumlichkeiten zum Beispiel im Cyberspace nachempfinden und Bewerbenden auf der ganzen Welt einen Rundgang durchs Unternehmen anbieten. Hier begegnen sie auch dem ein oder anderen Mitarbeitenden-Avatar, mit dem sie sich austauschen können. So könnte die Aufmerksamkeit für das eigene Unternehmen gesteigert und erste Einblicke in das Betriebsklima und die Unternehmenskultur gegeben werden. Auch das Onboarding könnte künftig auf diese Weise durchgeführt werden.

Wann wird das Metaversum Realität?

Bis hierhin können wir festhalten: Mit dem Metaversum wird eine einzigartige Parallelwelt entstehen, die alle Bereiche des Lebens radikal verändern dürfte, insbesondere die Arbeitswelt. Vieles spricht dafür, dass das Metaversum der traditionellen Arbeitswelt in Effektivität und Effizienz überlegen sein wird, weil es viele andere und neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit bietet.

Wann das Metaversum zur Realität wird, steht allerdings noch nicht fest. „Expert:innen rechnen damit, dass es noch mindestens 40 Jahre dauern wird, bis wir den neuen virtuellen Raum nutzen werden. Als Hinweis darauf, dass das Metaversum (aber) tatsächlich kommen wird, gilt der Erfolg von Kryptowährungen und Computerspielen wie Fortnite oder Gamingplattformen wie Roblox. Spieler:innen haben in den Fortnite-Gamingwelten Freundeskreise und geben Geld für verschiedenste Dinge aus, von virtueller Kleidung bis hin zu Konzerten. Der US-Rapper Travis Scott hat erst kürzlich auf Fortnite ein Konzert gegeben“, ist in dem Online-Magazin change nachzulesen. Einen ersten Vorgeschmack auf das Metaversum gibt es also bereits.

 

Wir könnten uns jedoch vorstellen, dass es nicht noch weitere vier Jahrzehnte dauern wird, bis es mit dem Metaverse losgeht. Immerhin arbeiten laut des Technikportals „The Verge“ allein bei Facebook bereits rund 20 Prozent der Mitarbeiter:innen an neuen Technologien, um die analoge mit der virtuellen Welt zu verschmelzen. In Europa sollen außerdem in den nächsten fünf Jahren 10.000 neue Jobs entstehen, um den Aufbau des Metaversums voranzutreiben. Die Zukunft wirft also bereits sehr konkrete Schatten voraus…

 

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