Auf der Suche nach Arbeitskräften direkt vor Ort: Welche regionalen und lokalen Jobbörsen gibt es?

Das Internet hat die Suche nach Arbeit in den vergangenen beiden Jahrzehnten nachhaltig verändert. Waren es die früher die kleinen und großen Zeitungen sowie Fachzeitschriften in denen Unternehmen ihre offene Stelle mit einer Textanzeige bewarben ist der Stellenmarkt heute im Wesentlichen von Stellenbörsen im Internet beherrscht. Ähnlich wie früher im Printbereich hat sich hierbei auch online eine Trennung zwischen dem bundesweiten und dem lokalen Arbeitsmarkt vollzogen. Während die großen Jobbörsen dabei die Aufgaben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), der Süddeutschen Zeitung oder auch der bundesweit vertriebenen Fachzeitschriften übernommen haben, gibt es inzwischen auch eine Vielzahl lokal angelegter Anbieter im Internet, die bei der gezielten Suche nach Arbeitskräften vor Ort hilfreich sind.

 

Die Auswahl ist groß

lokale jobbörsenWer als Arbeitgeber eine Stellenanzeige schalten möchte steht wie früher vor der Qual der Wahl. Macht es mehr Sinn, auf einem fachspezifischen Portal zu inserieren oder die großen Nutzerzahlen der branchenübergreifenden Stellenbörsen zu nutzen? Bei Tätigkeiten, die keiner speziellen Qualifikationen bedürfen, ist es im Übrigen oftmals geschickter, im örtlichen Bereich nach Arbeitskräften zu suchen. In den größeren Zentren Deutschlands haben sich entsprechend bereits lokale Anbieter wie etwa berliner-jobmarkt für den Arbeitsmarkt in Berlin etabliert. Bundesweit flächendeckend aber am Ende eben doch lokal arbeitet das Portal meinestadt welches, neben allgemeinen Informationen zur Gemeinde und Veranstaltungen auch eine eigene Rubrik mit lokal untergliedertem Stellenmarkt betreibt. Wie wichtig meinestadt gerade diesen Teil seines Angebots im Internet nimmt zeigt die Tatsache, dass die Jobsuche die erste Rubrik ist, die unter der Titelzeile “Information für Düsseldorf” (oder auch jede andere Stadt) angezeigt wird. Hinzu kommen die vor Ort vertriebenen Lokalzeitungen welche in ihr Online Angebot oftmals einen eigenen Stellenmarkt integriert haben. Insofern macht es für Arbeitgeber Sinn, sich zunächst die verschiedenen Möglichkeiten zum Aufgeben einer Textanzeige zu recherchieren und im nächsten Schritt eine vernünftige Auswahl verschiedener geeigneter Plattformen vorzunehmen.
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Auch bundesweit geht der Trend in die Region

Den örtlichen Arbeitsmarkt wollen allerdings auch die großen bundesweit tätigen Stellenbörsen nicht ausschließlich den lokalen Anbietern vor Ort überlassen. Dies wird deutlich, wenn man sich die Startseite beim Stellenmarkt von Kimeta ansieht. Dort ist in der Suchmaske ein Radius von 10 Kilometern rund um den zentral gewünschten Ort voreingestellt. Arbeitssuchende in Berlin,München,Stuttgart, Frankfurt, Hamburg, Düsseldorf, Köln und einigen anderen Orten haben es sogar noch einfacher, weil sie gleich von der Startseite direkt in den für sie relevanten Teil des Stellenmarktes von Kimeta einsteigen können. Bei jobscout24 verhält es sich ähnlich, auch wenn hier die Startseite einen Ausgangswert von 25 Kilometern Radius um den gesuchten Ort vorgibt. Neben den Top Branchen wie Verwaltung, Vertrieb und Personal führt allerdings auch jobscout24 bereits auf der Startseite  eine Liste der Top Städte auf unter welchen sich ebenfalls Berlin, Frankfurt, Hamburg, Stuttgart, München und Köln befinden. Insofern geht es auch den bundesweit tätigen Anbietern mit ihren Stellenbörsen nicht mehr ausschließlich darum, den deutschlandweiten Markt zu übernehmen, der früher zwischen der FAZ und der Süddeutschen Zeitung aufgeteilt war, sondern auch etwas vom Kuchen der verschiedenen lokalen Arbeitsmärkte in Düsseldorf, Hamburg und Stuttgart abzubekommen.

 

Zentrale Anlaufstellen für alle Lebensbereiche

Andere Anbieter wie etwa Kalaydo gehen einen anderen Weg, um Arbeitssuchende wie auch Arbeitgeber als Inserenten zu überzeugen. Ähnlich wie bei meinestadt handelt es sich nämlich bei Kalaydo um keinen reinen Stellenmarkt im Internet sondern um eine Plattform, auf welcher per Textanzeige  die unterschiedlichsten Dinge beworben und vertrieben werden .Man kann auf Kalaydo nicht nur eine Stellenanzeige schalten sondern auch nach Immobilien oder Autos suchen. Weiterhin existiert eine weitere Hauptrubrik für Kleinanzeigen für Möbel, Tiere, Kleidung und andere Arten von Verkäufen. Der Vorteil einer solchen Plattform ist, dass auch Menschen die Anzeige lesen, die eigentlich nicht gezielt auf Jobsuche sind, sich aber doch dann und wann gerne einen Marktüberblick verschaffen und dies gerne auf Internetseiten tun, die sie ohnehin gerade aufgerufen haben. Auf diese Weise werden nicht nur die aktuell Arbeitssuchenden erreicht, sondern auch eine Vielzahl wechselwilliger Kandidaten mit entsprechender Berufserfahrung. Insofern ist es für Arbeitgeber zumindest eine Überlegung wert, neben der Stellenanzeige bei expliziten Stellenbörsen wie berliner-jobmarkt auch auf einer Plattform wie Kalaydo zu inserieren.

 

Der Trend geht hin zu einer stärkeren Aufspaltung

Wie das Beispiel berliner-jobmarkt zeigt, setzt die Aufgliederung von Jobangeboten und Jobbörsen nach Regionen und Branchen derzeit die wichtigsten Impulse auf dem Markt für Arbeitssuchende im Internet. Dieses und andere Beispiele in München, Frankfurt und anderen Städten zeigen deutlich, dass auch für die deutschlandweit tätigen Portale kein Weg an den lokalen Arbeitsmärkten in Köln, Düsseldorf oder Stuttgart vorbeiführt. Auch wenn bisher viele Arbeitgeber lieber eine Textanzeige bei einem großen bundesweiten Portal aufgeben oder in fachspezifischen Internetangeboten inserieren gibt es trotzdem einen breiten Markt für lokal aufgegliederte Stellenangebote. Denn als Handwerksmeister hat man schließlich auch früher nicht die offenen Stellen im eigenen Betrieb bei der Süddeutschen Zeitung oder der FAZ als Textanzeige aufgegeben.
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Die richtige Wahl treffenlokale jobboersen

Nicht alle Stellenbörsen sind in allen Regionen gleich stark vertreten. Auch im Hinblick auf die Gewichtung bestimmter Branchen ergeben sich oftmals große Differenzen zwischen den einzelnen Angeboten. Als Arbeitgeber sollte man daher nicht flächendeckend Inserate bei Kimeta, jobscout24 und anderen Portalen schalten, sondern zuvor eine entsprechende Recherche vornehmen und erst dann eine Stellenanzeige schalten, wenn man vom Internetangebot der jeweiligen Jobbörse auch tatsächlich überzeugt ist. Hierfür lohnt es, sich eine entsprechende Checkliste anzulegen:

– Wie sehen die Nutzerzahlen der Plattform aus?
– Verfügt die Stellenbörse über ein breites Angebot in meiner Branche?
– Ist der Anbieter in meiner Region gut vernetzt (sind viele Stellenanzeigen aus der Region aufgeführt?)
– Lassen sich die lokalen Suchfunktionen der Seite für Arbeitssuchende einfach nutzen (Bedienerfreundlichkeit?)

Im nächsten Schritt sollten dann die in die Vorauswahl übernommenen Angebote gegeneinander abgeglichen werden was Reichweite und Kosten betrifft. Auf dieser Grundlage lassen sich dann gezielt Stellenanzeigen mit Fokus auf den lokalen Arbeitsmarkt aufgeben.


 

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