social recruiting

Wie heißt es so schön? Für jeden Topf gibt es den passenden Deckel. Das gilt auch für das Social Recruiting, der Personalsuche über soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter und Co. Denn jedes Netzwerk spricht eine andere Zielgruppe an.

 

 Social Recruiting: Darauf kommt es an

Social Recruiting bedeutet nicht, auf Biegen und Brechen alle möglichen Social Networks zu bespielen. Das ist das Ergebnis der “Wave9”-Studie von Universal McCann (UM) hervor. Die Forscher haben darin untersucht, ob sich jeder Social Media Kanal für jedes Unternehmen eignet.

 

Video Case Study UP

 

Die wichtigste Erkenntnis der Erhebung: Nein! Nicht jeder Social Media Kanal passt zur eigenen Marke und zur eigenen Zielgruppe. Daher empfehlen die Urheber des Reports, sich im Social Recruiting lieber auf weniger soziale Netzwerke zu fokussieren, dafür aber auf die passenden.

 

Warum im Social Recruiting weniger oft mehr ist

Konkret heißt es in der Studie dazu: “Der Anspruch, auf allen populären Kanälen vertreten sein zu wollen, ist nicht nur unbegründet, sondern aus kommunikationsstrategischer Sicht auch nicht empfehlenswert. Ein ‚Hans Dampf in allen Social Media Gassen’ birgt die Gefahr von Unglaubwürdigkeit und hohen Streuverlusten. Erfolgsversprechender ist eine ehrliche Bewertung der Passung zwischen Marke, Zielgruppe und Plattform und gegebenenfalls der Verzicht auf einzelne Kanäle, um sich auf passendere zu konzentrieren.“

 

Die Macher der Studie empfehlen Arbeitgebern daher, sich die folgenden Fragen zu stellen, bevor sie über die Aufnahme von Plattformen in ihren Social Media Mix nachdenken:

 

1. Nutzt meine Zielgruppe die Plattform tatsächlich?

2. Passen die Nutzungsmotive der Plattform zu meiner Arbeitgebermarke?

 

Doch wie herausfinden, welche Zielgruppe sich auf welchem Netzwerk tummelt? Dafür gibt es einschlägige Erhebungen. Auch die Netzwerke selbst berichten regelmäßig über den Altersquotient ihrer Follower, deren Vorlieben, Geschlecht und regionale Verteilung. Wir haben die wichtigsten Eckdaten zusammengestellt.

 

Social Recruiting über Facebook

Facebook ist der Platzhirsch unter den sozialen Netzwerken. Mit 2.1 Milliarden Nutzern gehört das soziale Netzwerk mit Google und YouTube zu einer der drei meist besuchten Websites in Deutschland und ermöglicht damit eine fast uneingeschränkte Zielgruppenansprache. Nutzer im Studenten- und Absolventenalter stellen zwar die größte demografische Nutzergruppe dar.

 

Doch insgesamt ist Facebook in allen gesellschaftlichen Milieus, Einkommens- und Bildungsschichten vertreten. Aktuell tragen insbesondere die Generationen 40 bis 65 Plus zum Wachstum des Netzwerks bei. Facebook nimmt mit großem Abstand vor den übrigen Social Media-Plattformen auch einen Spitzenplatz bei der Nutzer-Interaktion ein: Über 60 Prozent der Nutzer rufen die Seite bis zu achtmal täglich auf. Ergo: Mit Facebook im eigenen Recruiting-Mix können Arbeitgeber nichts falsch machen.

 

Social Recruiting über Instagram 

Die Lifestyle-Plattform Instagram fokussiert sich vor allem auf das Teilen von Fotos und Bildern und Kurzmitteilungen. Der Kanal wächst zusehends, kann aber (noch) nicht mit Facebook mithalten. Aber immerhin: Das Netzwerk verzeichnet weltweit rund 500 Millionen Nutzer und hierzulande folgen dem Kanal satte 9,8 Millionen User. Das ist nicht zu verachten.

 

Über Instagram erreichen Arbeitgeber mit ihren Botschaften insbesondere Vertreter der Generationen Y und Z. Das macht Instagram durchaus zu einem relevanten Recruiting-Kanal. Denn gerade diese Generationen sind auf dem Arbeitsmarkt so begehrt wie keine anderen.

 

Durch den demographischen Wandel kommen immer weniger Fachkräfte nach. Durch diese Verknappung ist der Marktwert junger Talente erheblich gestiegen. Über Instagram lassen sich die so genannten Millenials perfekt erreichen. 83 Prozent der Follower gehören dem Alterssegment unter 35 Jahren an.

 

Social Recruiting über Twitter

Über Twitter lassen sich in Deutschland rund 12 Millionen Follower erreichen. Mit 53 Prozent sind Männer auf dem Microblogging-Dienst leicht in der Überzahl. Vertreten auf Twitter ist eher die junge Zielgruppe: 31 Prozent sind zwischen 20 und 29 Jahren alt. 21 Prozent sind zwischen 30 bis 39 Jahre alt. Die 14- bis 19- und 40- bis 49-Jährigen sind mit einem ungefähren Anteil von 17 Prozent vertreten.

 

Wie die Zielgruppen ansprechen? 

Für Ansprache von Kandidaten auf den sozialen Netzwerken gibt es inzwischen verschiedene Reichweitenprodukte, die das Social Recruiting erleichtern. Für Facebook und Instagram lässt sich zum Beispiel die so genannte Social Job Ad buchen. Diese arbeitet mit einem präzisen Targeting-Algorithmus.

 

Dieser funktioniert wie folgt: Unternehmen definieren bei der Schaltung einer Social Job Ad ein Anforderungsprofil, nach dem gesucht werden soll. Danach gleicht der Algorithmus die gesuchten Skills mit den Nutzerprofilen auf Facebook oder Instagram ab. Anschließend erscheint die Social Job Ad nur in der Timeline der Nutzer, die für eine Vakanz wirklich geeignet sind. So fällt die “Ansprache” der Kandidaten extrem zielgerichtet aus.

 

Social Job Ad und Twitter Card

Für das Recruiting auf Twitter gibt es derweil Twitter Cards. Das sind Vorschautexte, die unterhalb eines Tweets angezeigt werden und mehr Platz für relevante Informationen bieten als der herkömmliche Tweet mit seinen 140 Zeichen.

 

Digital Recruiting DOWN

 

Der Einsatz von Twitter Cards sorgt im Vergleich zum herkömmlichen Tweet für ein klares Plus an optischer Präsenz und Informationstiefe. In eine Twitter-Card kann zum Beispiel ein Firmenlogo oder ein Wunschbild integriert werden, eine Stellenbezeichnung, eine kurze Beschreibung und ein Link zu der Stellenanzeige. Dank integrierter Hashtags können die geschalteten Jobs leichter auf Twitter gefunden werden. (Bild: Wayhome Studio, Fotolia.com)

 


 

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