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Social Recruiting, das ist die Personalsuche über soziale Medien. Sie wird immer populärer und die Bedeutung steigt. Doch ohne eine Social-Recruiting-Strategie können Unternehmen heute nicht mehr bei Talenten nicht punkten. Worauf es dabei ankommt.

 

Social Recruiting: Was ist das genau? Eine Definition.

Unter Social Recruiting ist die Personalbeschaffung über soziale Netzwerke zu verstehen. Alternative Begriffe oder Synonyme sind:

 

– Social Hiring
– Social Recruitment
– Social Media Recruitment

 

Social Recruiting: Bedeutung

Vor ein paar Jahren noch als haltloser und zukunftloser Trend belächelt, gewinnt Social Recruiting immer mehr an Bedeutung. Laut der Studie Recruiting Trends 2018 der Universität Bamberg in Kooperation mit dem Karriereportal Monster sind Social Media inzwischen ein fester Bestandteil der Personalgewinnung geworden. So hat inzwischen mehr als die Hälfte der Top-1.000-Unternehmen den Einsatz von Social Media mit anderen Personalbeschaffungsaktivitäten abgestimmt.

 

Video Case Study UP

 

Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Denn aus Sicht der Kandidaten wird der Einsatz von Social- Media-Anwendungen in der Personalbeschaffung immer wichtiger. Zwei Drittel schätzen ihn als wichtig ein. Das sind mehr als doppelt so viele wie vor sieben Jahren. „Im Jahresvergleich zeigt sich, dass sich der Anteil in den letzten sechs Jahren mehr als verdoppelt hat“, konstatiert das Forscherteam rund um Studienleiter Tim Weitzel. „So war es im Jahr 2012 nur etwa ein Fünftel. Dabei sind weibliche und jüngere Kandidaten positiver in ihrem Urteil.“

 

Social Recruiting: Die richtige Strategie macht’s

Wichtige Bestandteile eines professionellen Social- Media Einsatzes ist jedoch eine explizite Strategie. Denn ohne ein klares Vorgehen kann es passieren, dass ein Unternehmen nicht mit seinen Kandidaten kommuniziert, sondern an ihnen vorbei.

 

Aus zwei Gründen:

– Die Gefahr ist groß, dass ein Arbeitgeber seinen Bewerbern nicht die Informationen bietet, die sie wirklich haben wollen, sondern nur die, von er denkt, sie könnten daran interessiert sein. Das ist nicht immer das Gleiche.
– Unternehmen bewegen sich nicht auf den gleichen Kanälen wie ihre Zielgruppe, weil sie ihre Kommunikationsvorlieben nicht kennen.

 

In punkto Social-Media-Strategie besteht allerdings Nachholbedarf: Nur ein Fünftel der Unternehmen (19,8 Prozent) hat eine explizite Social-Media-Strategie. Damit vergeben sich Arbeitgeber wertvolle Chancen. Denn Unternehmen mit einer Social- Media-Strategie sind nachweislich erfolgreicher im Active Sourcing:

 

– Unternehmen mit einer Social-Media-Strategie erhalten etwa von einem Drittel aktiv angesprochener Kandidaten positive Rückmeldung.
– Unternehmen ohne Social- Media-Strategie bekommen nur etwa von einem Fünftel der aktiv angesprochenen Kandidaten eine Rückmeldung.

 

Social Recruiting: Best Practice Tipps

Wie sollten Unternehmen aber beim Aufbau einer Social Media Strategie vorgehen? Zu einer Strategie gehören folgende Aspekte:

 

– Zielgruppenanalyse
– Ein Redaktionsplan
– Ein explizites Budget
– Dezidierte Mitarbeiter, die für die Pflege und Inhalte der jeweiligen Social-Media-Kanäle
verantwortlich sind

 

Social Recruiting: Die Zielgruppenanalyse

Es gibt inzwischen viele verschiedene Social-Media-Kanäle und alle wenden sich an Nutzergruppen mit unterschiedlichen Bedürfnissen. Umso wichtiger ist es, genau zu wissen, welche Zielgruppe ein Unternehmen erreichen will und auf welchem Netzwerk diese am ehesten anzutreffen ist.

 

Doch Social-Media-Nutzer sind alles andere als eine homogene Gruppe. Umso wichtiger ist eine genaue Zielgruppenorientierung bei der Kommunikation über soziale Kanäle. Um die Surfgewohnheiten der eigenen Zielgruppen kennenzulernen hilft zum Beispiel eine Umfrage unter Bewerbern.

 

Social Recruiting: Der Redaktionsplan

Im nächsten Schritt kann ein Redaktionsplan ausgearbeitet werden. Wichtig dabei ist, Bewerbern, die Informationen zu bieten, die sie über einen Arbeitgeber wissen wollen – auch das kann in einer Bewerberumfrage abgefragt werden. Laut der Studie Recruiting Trends 2018 sind die folgenden Faktoren von besonderer Bedeutung:

 

– flache Hierarchien
– Home-Office
– flexible Arbeitszeitmodelle
– Vereinbarkeit von Beruf und Familie
– Weiterbildungsmöglichkeiten
– Work-Life-Balance Angebote
– Angebot von guten Karrieremöglichkeiten
– gutes Arbeitsklima
– ansprechende Gehälter
– interessante Tätigkeiten
– Wissensaustausch

 

Je nach Plattform müssen die Arbeitgeberinformationen in verschiedenen Formaten aufbereitet werden. Infrage kommen:

 

– Videos
– Infografiken
– Mitarbeiterblogs
– Informationen der Karriereseite
– Fotos aus dem Unternehmen
– Podcasts

 

Social Recruiting: Das Budget und die Mitarbeiter

Die Bandbreite der möglichen Formate zeigt, warum es wichtig ist, für Social Recruiting ein Budget zu verankern. Gerade die Produktion von Videos, Bilder oder Podcasts durch externe Agenturen kann durchaus ins Geld gehen, ist aber ein Muss für ein gelingendes Social Recruiting. Insofern ist es wichtig, das nötige Kleingeld parat zu haben oder den richtigen Social Media Manager einzustellen, der all das in Personalunion erledigen kann.

 

Ohnehin ist es wichtig, dass es einen dezidierten Mitarbeiter gibt, der die Unternehmensauftritte in den verschiedenen Netzwerken aktualisiert und pflegt. Denn in der Kommunikation über die Socials kommt es auf Regelmäßigkeit an. Wer täglich zu unterschiedlichen Zeitpunkten Inhalte postet, hat die Chance, immer unterschiedliche User zu erreichen und erhöht die Reichweite.

 

Digital Recruiting DOWN

 

Und ganz wichtig: Social Media ist keine Einbahnstraße. Bitte immer zeitnah auf Useranfragen antworten, ansonsten entsteht der Eindruck, der Arbeitgeber wolle nur seine Personalmarketing-Botschaften verbreiten und nicht mit potenziellen Bewerbern in Dialog treten. Doch genau das ist das Prinzip der sozialen Medien. Wer das nicht berücksichtig, hat bei Talenten schnell verloren.

 

 


 

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