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Mobile Bewerber: Diese 3 Bedürfnisse unbedingt beachten

Veröffentlicht am 23. Oktober 2018

Busy businesswoman working in a cafe talking on the phone

Aktuelle Studien kommen zu dem Schluss, dass immer mehr Talente auf dem Smartphone nach Jobs suchen und sich auch mobil bewerben wollen. Auf 3 wesentliche Bedürfnisse mobiler Bewerber sollten Arbeitgeber Rücksicht nehmen, wenn sie Stellenanzeigen designen.

 

Mobile Bewerber: Die Anzahl steigt

In der Online-Welt verschieben sich die Parameter zunehmend von stationär zu mobil. Inzwischen wird zum Beispiel die Hälfte des weltweiten Web-Traffics von allen erdenklichen Orten über das Smartphone abgerufen. Die Nutzung des stationären PC’s geht also zurück. 2016 erzielte beispielsweise das digitale Marketing erstmals mehr Umsatz über mobile Angebote als über klassische Webseiten. Tendenz steigend.

 

Video Case Study UP

 

Laut der Studie „Mobile Touches: A Study on Humans and their Tech“ entsperren Nutzer ihre Mobilgeräte im Durchschnitt über 75 Mal täglich. Dieser Trend hat natürlich auch Auswirkungen auf die Personalbeschaffung, wie die der Mobile Recruiting Studie 2017 bestätigt. Dieser zufolge stellen Smartphones inzwischen zu 76,1 Prozent die wichtigsten Geräte für die Jobsuche dar und haben damit auch im Recruiting den Desktop als Werkzeug der Wahl abgelöst.

 

Mobile Bewerber: Zahl hat sich verdoppelt

Laut der Studie Reruiting Trends 2018 der Universität Bamberg hat sich der Anteil der mobilen Bewerber, die das Smartphone zur Stellensuche und Bewerbung von zuhause und unterwegs nutzen, in den vergangenen drei Jahren verdoppelt.

 

Dabei haben die Forscher Unterschiede in den verschiedenen Alterssegmenten festgestellt. Zur Stellensuche und Bewerbung greift die zwischen 1955 und 1969 geborene Baby-Boomer-Generation deutlich seltener auf Smartphones zurück als etwa die Generationen Y und Z. Die Ypsiloner sind zwischen 1980 und 1999 geboren, während zu der Generation Z alle Talente gehören, die ab dem Jahr 2000 geboren sind. Also: Je jünger, desto mobiler.

 

Fast neun von zehn Arbeitgebern gehen daher davon aus, dass die zunehmende Nutzung mobiler Endgeräte die Rekrutierung von Kandidaten in Zukunft deutlich verändern wird und das Thema Mobile Recruiting an Bedeutung gewinnt. Im Vergleich dazu vertraten im Jahr 2011 nur knapp fünf von zehn Betrieben diese Meinung. Die Zahlen zeigen, wie rasant sich die Parameter im Recruiting derzeit ändern.

 

Warum sich die Bedürfnisse im Recruiting verändern

Die Verschiebung der Bedürfnisse bei der Bewerbung kommt nicht von ungefähr. Wer mit einem Klick das Geburtstagsgeschenk für den Freund bestellt, die Pizza per App ordert oder mit ein paar Fingertipps ganze Urlaube bucht, wünscht sich im Recruiting den gleichen Komfort. Unternehmen müssen dem beim Design ihrer Stellenanzeigen in drei Bereichen Rechnung tragen.

 

1. Responsives Design in Stellenanzeigen

Damit eine Stellenanzeige nicht nur auf dem PC, sondern auch auf dem Smartphone und Tablet gut lesbar ist, ist es das A und O, diese in responsivem Design zur Verfügung zu stellen. Dann passt sich das Stellenanzeigentemplate automatisch den Bildschirmdimensionen an, auf denen es abgerufen wird.
Der technische Ansatz des responsiven Designs liegt darin, dass die Website nicht auf ein einheitliches Format ausgelegt ist, sondern automatisch auf die Eigenschaften des jeweiligen Systems reagiert. So kann bei der Darstellung der Inhalte zum Beispiel auch die horizontale oder vertikale Ausrichtung des Displays eines  Tablet-PCs oder Smartphones berücksichtigt werden.

 

Optimierung von Stellenanzeigen: Unternehmen hinken hinterher

Was allerdings die Optimierung ihrer Stellenanzeigen angeht, hinken Unternehmen ihren Möglichkeiten noch weit hinterher. Rund 40 Prozent der Kandidaten geben an, dass sie Probleme haben, Jobinserate über mobile Endgeräte abzurufen.

 

Damit vergeben sich Arbeitgeber viele Chancen, konstatieren die Experten der Uni Bamberg: „Wenn bei der Stellensuche auf mobilen Endgeräten Darstellungsprobleme auftreten, kann dies negative Konsequenzen für die Unternehmen haben. Der Großteil der Kandidaten (57,7 Prozent) beendet die Suche auf dem genutzten, mobilen Endgerät, wenn bei der Stellensuche Darstellungsprobleme auftreten.“

 

2. Größere Schaltflächen in Stellenanzeigen

Die Probleme mit der mobilen Stellenanzeige betreffen aber neben der Anpassbarkeit auf das jeweilige Endgerät auch andere Design-Hürden, die der mobile Bewerber nehmen muss. Viele Talente kämpfen zum Beispiel mit viel zu kleinen Buttons und Schaltflächen innerhalb einer Stellenanzeige. Solche Design-Fails machen es reichlich kompliziert, sich auf dem kleinen Smartphone-Display innerhalb des Jobinserats zurechtzufinden.

 

Denn: Viele Stellenanzeigen kommen inzwischen mit gliedernden Reitern daher oder interaktiven Ad-Ons. Aber wie diese bedienen, wenn sie zu klein für einen Fingertipp sind? Auch das erhöht die Gefahr, dass Bewerber entnervt abspringen. Zumal sie so auch den Bewerben-Button schlecht treffen.

 

3. Einfachere Bewerbungsmöglichkeiten für mobile Bewerber

Doch nicht nur ein zu kleiner Bewerben-Button ist ein Gräuel für mobile Bewerber: Auch der Bewerbungsprozess selbst ist oft nicht mobiltauglich. Häufig landen mobile Talente nach dem Klick auf den Bewerben-Button nämlich auf einem Online-Formular. Dieses ist jedoch auf einem 4- bis 5-Zoll großen Display reichlich schwer auszufüllen. Zumal oft auch Dokumente hochgeladen werden sollen, die dem mobilen Bewerber nicht auf seinem Smartphone zur Verfügung stehen. Hier ist die Gefahr eines Absprungs erneut gegeben.

 

Eine mobilfreundliche Bewerbungsform wie die One-Click-Bewerbung löst das Problem. Diese ermöglicht Stellensuchenden, ihr aktuelles Bewerberprofil aus einem Karrierenetzwerk wie Xing oder LinkedIn in das Bewerbermanagementsystem des Wunscharbeitgebers zu importieren und ist ein echter Service für mobile Kandidaten. Gefällt dem Recruiter, was er sieht, kann er Kontakt aufnehmen und die vollständige Bewerbung anfordern.

 

Bewerben per Chatbot: In 30 Sekunden zum Job

Eine mögliche Alternative ist die Bewerbung per Chatbot. So geht’s: Der Bewerber wird beim Klick auf den Bewerben-Button in einer Stellenanzeige zu einem Chatbot weitergeleitet. Ein Fenster ploppt auf, das wie ein Instant Messenger aussieht. Ein Chat startet. Allerdings nicht mit dem Personaler eines Unternehmens, sondern mit einem Roboter.

 

Der Chatbot fragt nun wichtige Daten ab. Zum Beispiel: Name, Erfahrungen, bisherige Arbeitgeber, Arbeitserfolge, Gehaltsvorstellungen, Starttermin, Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Das Besondere: Das Talent kann innerhalb von nicht einmal 30 Sekunden die wichtigsten Informationen zu seinem Profil eingeben, ohne diese wie in einem Anschreiben ausformulieren zu müssen.

 

Digital Recruiting DOWN

 

Der Chatbot sammelt die Eingaben und bereitet sie für den Recruiter ansehnlich und strukturiert auf. Hier bietet etwa das Startup RecruitingBot gute Lösungsmöglichkeiten. Eigentlich ist es so einfach, mobile Bewerber glücklich zu machen. (Bild: nd3000, Fotolia.com)

 

 


 

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