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Mitarbeiterbindung: Was Talente in Stellenanzeigen sehen wollen

Veröffentlicht am 13. Februar 2018

Coworkers brainstorming together

Studien belegen: Es ist nicht mehr der schnöde Mammon, der für zufriedene und gebundene Mitarbeiter und Talente sorgt. Im Gegenteil. Nur wer Mitarbeiter und Kandidaten emotional an sich bindet, hat Aussichten darauf, wertvolle Leistungsträger anzuheuern und sie länger in seinem Team zu behalten.

 

Arbeitsmarkt: Nie waren Mitarbeiter wechselwilliger als heute

Auf dem Arbeitsmarkt ist im Jahr 2018 nichts mehr wie noch vor ein paar Jahren. Es ist kaum ein Jahrzehnt her, da suchten hochqualifizierte Talente händeringend nach Jobs. Heute suchen die Arbeitgeber nach Talenten.

 

Video Case Study UP

 

Die Folge: Kandidaten haben inzwischen die Wahl zwischen verschiedenen Traumjobs und so steigt deren Wechselwilligkeit konstant. Das geht zum Beispiel aus der von der ManpowerGroup Deutschland durchgeführten repräsentativen Studie zum Thema „Jobzufriedenheit 2017“ hervor.

 

46 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland würden ihren Job wechseln

Für diese wurden 1.018 Arbeitnehmer zu ihrer persönlichen Arbeitssituation befragt. Das Ergebnis sollte Arbeitgebern zu denken geben: 46 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland würden ihren Job in den nächsten zwölf Monaten wechseln.

 

Umso mehr gewinnt das Thema Mitarbeiterbindung an Bedeutung in der Arbeit von HR-Abteilungen und Führungsetagen. Denn: Bietet ein Arbeitgeber seinen Angestellten oder Bewerbern nicht die Arbeitsbedingungen, die sie erwarten, wandern oder springen sie ab.

 

Oft ist der Job beim Traumarbeitgeber schließlich nur einen Mausklick entfernt. Die einzige Chance, Arbeitnehmer von dem Klick auf den Bewerben-Button abzuhalten, ist, eine Unternehmenskultur aufzubauen, in der nichts zu wünschen übrigbleibt.

 

Mitarbeiterbindung: Auch ein Thema für die Personalbeschaffung

Umgekehrt sorgen perfekte Unternehmensbedingungen auch auf Seite der Kandidaten für eine erste Bindung, die letztlich darüber den Ausschlag gibt, ob ein Talent seine Bewerbungsunterlagen einreicht oder nicht. Insofern ist das Thema Mitarbeiterbindung definitiv auch für den Bereich der Personalbeschaffung relevant.

 

Das heißt: Arbeitgeber sollten in ihren Jobinseraten, Social-Media-Auftritten oder auf ihren Karriereseiten genau die Faktoren herausarbeiten, die etablierte Mitarbeiter dazu bewegen, dem Unternehmen schon lange treu zu bleiben. Unternehmen unterschätzen aber oft, wie wichtig diese Informationen für neue Talente sind.

 

Dabei ist das eigentlich nur allzu logisch: Wer die Auswahl zwischen verschiedenen Angeboten hat, fängt an zu sondieren. Wem die Mehrwerte eines Arbeitgebers in der Stellenanzeige oder auf dem Social-Media-Kanal nicht sofort ins Auge stechen, wird sich nicht die Mühe machen, noch weiter zu recherchieren.

 

Stattdessen wendet er sich dem nächsten Angebot zu. Arbeitgeber sollten ihren Talenten daher die Chance geben, sie von Anfang an möglichst genau kennenzulernen – über Videos, Bilder aus dem Unternehmen und, und, und.

 

Das sind die wesentlichen Faktoren, die zu einer gesteigerten Mitarbeiterbindung führen

Zu den wesentlichen Faktoren, die zu einer gesteigerten Mitarbeiterbindung und Arbeitgeberattraktivität führen, gehören aus Mitarbeitersicht Informationen über Angebote aus den folgenden Bereichen:

 

– Flache Hierarchien

– Flexible Arbeitszeiten

– Flexible Arbeitsbedingungen

– Gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie

– Weiterbildungsmöglichkeiten

– Gute Karrieremöglichkeiten

– Ansprechende Gehälter

– Interessante Tätigkeiten

– Möglichkeiten zum Austausch Wissensaustausch

 

Soweit die Ergebnisse der Studie Recruiting Trends 2017 der Universität Bamberg. Aber Achtung: Was Angestellte und Bewerber jedoch als den grundlegendsten Faktor für eine gelingende Mitarbeiterbindung voraussetzen, um gegenüber einem Arbeitgeber loyal zu sein: Ein gutes Arbeitsklima.

 

Ein gutes Arbeitsklima ist das A und O

Laut des HR Reports 2017 von HAYS ist für stolze 77 Prozent der Arbeitnehmer ein gutes Betriebsklima ausschlaggebend für eine nachhaltige Bindung an ein Unternehmen. Das Positive daran ist: Ein gutes Betriebsklima ist gar nicht so schwer zu etablieren.

 

Oft geben vermeintliche Kleinigkeiten den Ausschlag: Die gelegentliche private und lockere Unterhaltung in der Kaffeeküche mit dem Vorgesetzten – ohne Zeitdruck und mit ernst gemeinten Nachfragen nach Kind und Familie oder ein anerkennendes Schulterklopfen. Auch regelmäßiges Lob für gute Leistungen kann beim Mitarbeiter viel Positives bewirken. Doch wie lässt sich das Arbeitsklima in einer Personalbeschaffungs-Kampagne herüberbringen? Zum Beispiel per Bewegtbild!

 

Innerhalb einer Stellenanzeige lässt sich das Miteinander der Mitarbeiter sehr gut durch ein authentisch gestaltetes Recruiting-Video darstellen. Dieses lässt sich inzwischen in alle gängigen Formate einer Stellenanzeige einbetten. In dem Filmchen kann man als Arbeitgeber potenziellen Talenten das “Innenleben” seines Unternehmens in einer sehr kurzweiligen, aber doch informativen Form näherbringen.

 

Betriebsklima im Recruitingvideo darstellen

Bewerber sehen darin, wie die Kollegen „ticken“, wie sie miteinander umgehen und erhalten erste Einblicke ins Arbeitsumfeld. Für Kandidaten ist das ein unvergleichlicher Service: Denn sie können sich bereits vor dem ersten Kennenerlernen einen Eindruck verschaffen, wie es in dem Betrieb zugeht.

 

Digital Recruiting DOWN

 

Der wichtigste Punkt dabei ist allerdings, dass alle Akteure authentisch herüberkommen. Mitarbeiter sollten ihre Statements zum Beispiel nicht von Zettel ablesen oder vorab auswendig lernen. Besser ist es, sie frei reden und sich bewegen zu lassen. Dann wirken gesprochene Inhalte und Momentaufnahmen aus dem Unternehmensalltag am natürlichsten.

 

Vorsicht: So mancher Arbeitgeber ist in der Vergangenheit bei der Darstellung seines Betriebsklimas nicht so ganz bei der Wahrheit geblieben. Das geht nach hinten los. Laut einer Studie des HR Software Herstellers Softgarden sind stolze 48 Prozent der Bewerber der Ansicht, dass es bei ihren bisherigen Bewerbungen massive Lücken zwischen Darstellung und Wirklichkeit gab und die Stelle schöngeredet worden sei. Chance vertan.

 


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