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Junge Talente: Faktoren für mehr Jobzufriedenheit

Veröffentlicht am 22. October 2016

Portrait of cheerful editors standing at creative officeJobzufriedenheit: Das Karriereportal Monster hat gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut YouGov untersucht, wie Arbeitgeber junge Kandidaten am ehesten von sich überzeugen können. Dabei kamen erstaunliche Erkenntnisse zutage. Die Studie räumt mit gängigen Mythen, die sich um die Millenials ranken, auf. Zum Beispiel: Von wegen, die Generation Y will nichts vom schnöden Mammon wissen. Das stimmt so nicht. Nur sind ihr im Gegensatz zu anderen Generationen vor ihr noch zusätzliche Faktoren wichtig sind.

 

Über keine Generation wurde so viel geschrieben wie über die so genannten Millennials. Und um keine rankten sich so viele Gerüchte und Fehlinformationen, die sich teilweise sogar widersprechen. Zum Beispiel wird den Millenials gerne nachgesagt,  dass die Work Life Balance, also die Ausgewogenheit zwischen Arbeit und Privatleben, für sie eine höhere Priorität habe als ein gutes Gehalt.

 

Arbeitgeber: Was sollten sie Millenials bieten?

Außerdem hören Arbeitgeber immer wieder, dass sie sich mit der jungen Generation Arbeitnehmer ins Haus holen, die höchst anspruchsvoll und verwöhnt sein sollen. Inzwischen gibt es so viele Mythen über die zwischen 20- bis 36-Jährigen, dass diese ein höchst undifferenziertes Bild von der Generation Y prägen: ehrgeizig sollen sie sein und zugleich faul, zurückhaltend und gleichzeitig selbstbewusst. Wie soll das bitte gehen?

 

Kein Wunder, dass Arbeitgeber, die nach neuen Talenten suchen, inzwischen höchst verwirrt sind. Ihnen ist zwar klar, dass sie den nachrückenden High Potentials in Zeiten des Fachkräftemangels Angebote machen müssen, die zu ihren Bedürfnissen passen. Welche das aber sein sollten, ist maximal unklar. Sollen sie nun an der Hand genommen und geführt oder im Gegenteil maximal gefordert werden?

 

Studie verhilft Arbeitgebern zu neuen Einsichten

jobzufriedenheitMit der “World of Work Studie 2016″, einer repräsentativen Studie unter 4.114 Arbeitnehmern in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden, ist die Jobbörse Monster in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut YouGov dieser Frage auf den Grund gegangen. Heraus kam ein Bild, wie die Millennials in der Arbeitswelt wirklich ticken. Und dieses unterscheidet sich erheblich von dem, das sich die Gesellschaft von der Generation Y, wie die Millenials von Arbeitgebern auch genannt werden, gemacht hat.

 

“Die Millennials sind jetzt dabei, sich in der Arbeitswelt zu etablieren – sie sind die künftigen Leistungsträger. Unternehmen müssen sich nun auf diese Generation einstellen”, sagt Thomas Zahay, Senior Director Human Resources CE bei Monster. “Das geht allerdings nur, wenn man sie wirklich kennt und weiß, was sie bewegt. Die World of Work Studie bringt uns relevante, neue Erkenntnisse.”
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Jobzufriedenheit: Wie Arbeitgeber Millenials zufrieden machen können

Unter anderem ging die Studie der Frage nach, was Millenials eine gewisse Zufriedenheit im Job beschert. Dabei kam heraus, dass es in dem Punkt der Jobzufriedenheit eine große Vielfalt an Kriterien gibt, die sie glücklicher machen. Überraschend: 63 Prozent der Befragten votierten für ein höheres Gehalt. Damit entkräftete die Studie schon einmal die landläufige Meinung, der zufolge die junge Generation nicht allzu viel auf materiellen Wohlstand gibt. Das stimmt so definitiv nicht. Auch Millenials kommt es auf einen gewissen Wohlstand und gesicherte Verhältnisse an. Sie wollen nicht jeden Euro zwei Mal umdrehen. Wer will’s ihnen verdenken?

 

Im Gegenteil spielt bei der Zufriedenheit im Job daher auch ein angemessenes Einkommen eine große Rolle. Die Ergebnisse der Erhebung zeigen aber umso deutlicher, dass es nicht nur das Gehalt ist, auf das es für ein gutes Gefühl im Job ankommt, sondern der Mix aus verschiedenen Anforderungen macht’s. Dieser setzt sich prozentual wie folgt zusammen:

 

  • - 41 Prozent: ausgewogene Work-Life-Balance
  • - 34 Prozent: flexible Arbeitszeiten
  • - 27 Prozent: Verbesserung der Führungsqualitäten des ManagementsHälfte auf dem Sprung zum neuen Job
  • - 25 Prozent: von zu Hause aus zu Arbeiten
  • - 14 Prozent: mehr und kontinuierliches Feedback

 

Wie sollen Arbeitgeber mit Millenials umgehen?

Und noch etwas kam heraus: Arbeitgeber schlagen sich im Umgang mit den Millenials nicht ganz so schlecht wie allgemein angenommen. Immerhin 49 Prozent der befragten Millennials in Deutschland sind zufrieden mit ihrem aktuellen Job – 21 Prozent sind sogar sehr zufrieden. Jedoch haben in den letzten sechs Monaten 32 Prozent aller Millennials nach einem neuen Job gesucht. Und 47 Prozent denken darüber nach.

 

Weitere spannende Erkenntnisse ergaben sich auch in den Bereichen Selbstbewusstsein und Mentoring. So brachte die Analyse zutage, dass die Generation bei weitem nicht so souverän ist, wie ihr allgemeinhin nachgesagt wird. So fühlt sich zum Beispiel jeder Zweite in seiner Position wenig oder gar nicht selbstbewusst genug, um nach einer Gehaltserhöhung zu fragen. Gefragt nach dem Selbstbewusstsein für eine Beförderung bewerten sich 40 Prozent als nur wenig oder gar nicht selbstbewusst. Allerdings fühlen sich 69 Prozent der Millennials durchaus bereit, eine neue Idee zu präsentieren und zu 62 Prozent sich damit aktiv in Meetings einzubringen.

 

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Arbeitgeber schlüpfen in die Mentorenrolle

jobzufriedenheitMentoring: Ein weiteres Indiz dafür, dass es mit dem Selbstbewusstsein der jungen Talente nicht so weit her ist, wie immer angenommen, spiegelt sich in dem Bedürfnis von erfahrenen Kollegen angeleitet zu werden. Über zwei Drittel der Millennials könnten sich Unterstützung durch einen Mentor vorstellen. Zwei von zehn Millennials wünschen sich diesen sogar explizit.

 

Als Führungsfiguren und Entscheidungshilfen bei der Wahl des richtigen Jobs greifen die Millennials vor allem auf Freunde und Familie zurück. Etwas traditionell, und anders als gedacht, haben die Eltern mit 27 Prozent immer noch den größten Einfluss auf die Karriere und dienen als Leitbild für die Millennials.

 


Über die Studie
Die World of Work 2016 ist eine breit angelegte und repräsentative Studie, die von Monster im Zeitraum vom 11.05.2016 bis 25.05.2016 in Zusammenarbeit mit YouGov durchgeführt wurde. YouGov ist ein internationales Markt- und Meinungsforschungsinstitut aus Großbritannien. Die 4.114 befragten Arbeitnehmer sind 18+ Jahre alt und arbeiten in Voll- oder Teilzeit in Großbritannien, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden.

Die befragte Gruppe der Arbeitnehmer besteht aus den drei Bevölkerungskohorten Millennials, Generation X und Baby Boomer. Die Ergebnisse wurden mit den Einschätzungen von 4.114 Arbeitgebern verglichen. Dazu wurden 458 Personaler und Recruiter aus Unternehmen befragt, die sich aus HR-Verantwortlichen und Entscheidern aus der Recruiting-Abteilung von Unternehmen und Organisationen zusammensetzen.


 

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