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Jobbörse oder Jobaggregator – was ist der Unterschied?

Veröffentlicht am 11. December 2019

jobaggregator

 

Wer eine Stellenanzeige schalten will, tut das auf einer Jobbörse – logisch. Oder doch nicht? Seit einiger Zeit gibt es auch so genannte Jobaggregatoren oder Jobsuchmaschinen. Was bitteschön ist das und wie unterscheiden sie sich von Jobbörsen wie Jobware, StepStone, Monster und Co.? Und wie funktioniert das Geschäftsmodell genau? Fragen über Fragen – Wir beantworten sie!

 

Was ist ein Jobaggregator? Eine Definition.

Ein Jobaggregator wird häufig auch als Jobsuchmaschine bezeichnet. Das Prinzip: Im Gegensatz zu einer Jobbörse werden hierauf keine Stellenanzeigen geschaltet. Das Portal dient ausschließlich dem Zweck Stellenanzeigen zu aggregieren, also zu sammeln, die auf klassischen Jobbörsen oder Karriereseiten geschaltet wurden. In einer Suchergebnisliste werden sie dem Jobsuchenden angezeigt.

 

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Diese besteht wie bei der klassischen Google-Suche aus einem Link, der direkt zu dem Portal führt, auf dem die Stellenanzeige geschaltet ist und einer kurzen Erklärung – der Metadescription. Klickt der Jobsuchende auf den Link der Stellenanzeige, die ihn interessiert, landet er direkt auf der jeweiligen Seite – ganz egal, ob auf meinestadt.de, jobware, StepStone oder Monster.de oder eben auf einer Unternehmenshomepage.

 

Wie verdienen Jobsuchmaschinen Geld?

Die Idee hinter einem Jobaggregator ist diese: Talente müssen das Netz nicht mühsam nach Stellenanzeigen durchsuchen und dazu von einer Jobbörse oder Karriereseite zur anderen springen. Stattdessen geben Jobsuchende einfach in einem einheitlichen Portal die Stichworte in die Suchmaske ein, nach denen sie suchen – zum Beispiel Jobtitel und Standort – und schon spuckt die Suchmaschine alle geschalteten Stellenanzeigen aus, die im WWW dazu zu finden sind und zu der Suchanfrage passen. So fällt die Jobsuche insgesamt zeitsparender aus.

 

Talente kostet dieser Service: nichts. Und auch für Unternehmen kann er  kostenlos sein. Stellenanzeigen tauchen in den Rankings der Jobaggregatoren auch ohne jegliches Zutun auf, allerdings nicht an oberster Stelle. Entsprechend niedrig fällt meist die Anzahl der Bewerbungen aus. Es handelt sich eher um Zufallsbewerbungen. Wer hingegen mit seiner Stellenanzeige prominenter in der Suchergebnisliste platziert werden möchte, erreicht das mit dem Einsatz eines gewissen Budgets.

 

Das Cost-per-Click-Modell

Hier bieten Jobaggregatoren meist das Cost-per-Click-Modell an. Die Kollegen von Wollmilchsau erklären das wie folgt: „Wird das Stellenangebot eines Premium-Partners von einem Jobsuchenden aufgerufen, fallen Kosten an. Wird das Stellenangebot nicht aufgerufen, fallen (…) keine Kosten an. Am Ende des Monats oder zu einem anderweitig vereinbarten Zeitpunkt wird dann die Anzahl der Aufrufe auf alle indexierten Jobs multipliziert mit dem Preis pro Aufruf dem Premium-Partner in Rechnung gestellt.“

 

Weiter heißt es: „Es ist wichtig zu begreifen, dass die Stellenangebote im Fall von Jobsuchmaschinen im Gegensatz zu den Jobbörsen weder einen festen Pauschalpreis, noch eine feste Laufzeit haben. Das Stellenangebot bleibt solange online wie nötig und generiert nur dann Kosten, wenn Ergebnisse, also Aufrufe, generiert werden. Die Anpassung des Preises pro Aufruf ermöglicht dabei die Einflussnahme auf das Ergebnis. Höherer Preis = mehr Rücklauf. Mit entsprechendem Know-how und Erfahrungswerten wird hier die Planbarkeit des Rücklaufs ermöglicht. In diesen Merkmalen ist ein entscheidender Vorteil der Jobsuchmaschinen gegenüber den Jobbörsen begründet.“

 

Google for Jobs und Jobaggregatoren 

Der Markt der Jobaggregatoren ist gerade in diesem Jahr stark in Bewegung gekommen. In der Online-Welt gilt einmal mehr: Big Brother Google is watching you! Dem Suchmaschinengiganten Google ist natürlich in den letzen Jahren nicht entgangen, dass sich mit einer Jobsuchmaschine ordentlich Geld verdienen lässt.

 

Und so ist Google kürzlich höchst selbst in den Online-Recruiting-Markt eingestiegen und fischt nun ebenfalls in den Gewässern der Jobaggragatoren. Seine aktuelle Light-Version eines Jobaggegators heißt „Google for Jobs“ und funktioniert nach dem gleichen Prinzip. Jobsuchende tippen bei Google den Jobtitel ein, nach dem sie suchen und in einer kleinen Suchbox erscheinen die Top-Treffer – im Moment sind es erstmal nur drei. Ebenso wie andere Jobaggregatoren bedient der Internetgigant sich dabei zahlreicher Quellen wie Stellenbörsen und Karriereseiten.

 

Google for Jobs: Die Voraussetzungen

Das Besondere: Google’s Jobaggregatoren-Funktion basiert auf einer semantischen Suche und liefert daher sehr genaue Ergebnisse. Das heißt: Wer zum Beispiel nach einem Developer-Job sucht, bekommt auch Jobinserate mit thematisch verwandten Jobtiteln angezeigt. So entgeht ihm keine Karriere-Chance. Dank Machine Learning soll die Google-Suche mit der Zeit immer präzisere und effizientere Ergebnisse liefern.

 

Aber Achtung: Nicht jede Stellenanzeige erscheint automatisch in der Google-Suchbox. Der Code des Jobinserats muss nämlich gewisse technische Anforderungen erfüllen, denen derzeit nur bestimmte Google-Partner Rechnung tragen. Als offizielle Launch-Partner von Google im deutschsprachigen Raum gelten XING und die Jobbörse Monster. Auch verschiedene Hersteller von Bewerbermanagementsystemen haben reagiert und bieten passende Stellenanzeigen-Templates an, die dann auf der hauseigenen Karrierehomepage geschaltet werden können.

 

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Noch ist das Ganze stark ausbaufähig. Was bei Google aber schon jetzt besticht: Die gigantische Reichweite der Suchmaschine. Wer es schafft, in der Google-Job-Search-Box gelistet zu werden, profitiert immens davon. Ob und wann Google anderen etablierten Jobaggregatoren allerdings das Wasser abgräbt, bleibt abzuwarten. Natürlich arbeitet die Suchmaschine im Hintergrund an weiteren Funktionen. Die auf dem Gebiet der Jobaggregation erfahreneren Anbieter aber natürlich  auch. Es bleibt also spannend auf dem Recruiting-Markt. Alles ist in Bewegung.

 

Sie fragen sich, wie Sie Ihre Stellenanzeige optimal streuen können und auf Anhieb eine Vielzahl an Talenten erreichen? Wir beraten Sie gerne. Nehmen Sie Kontakt zu unseren Experten auf. 


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