jobbörseFachkräftemangel, Talente, die wählerischer sind denn je und ein schier unüberschaubarer Dschungel an Jobbörsen, auf denen Arbeitgeber ihre Stellenanzeigen schalten können. Das sind Faktoren, die die Mitarbeitersuche heute schwierig bis unüberblickbar machen. Umso wichtiger ist es für Unternehmen zu wissen, wie und wo Kandidaten eigentlich suchen. Denn je passgenauer die Auswahl einer Jobbörse, umso größer die Chance, das richtige Talent zu erreichen. Neue Studien bringen jetzt Licht ins Dunkel, was Arbeitgeber beachten sollten. Dabei gilt: Auch die eigene Karrierehomepage sollte als Einfallstor für Talente nicht vernachlässigt werden. 

 

Eine aktuelle Erhebung der Jobsuchmaschine Jobrapido brachte eines ganz klar zutage. Unternehmen, die Mitarbeiter suchen, sollten Online-Pfade beschreiten. Für Printanzeigen ist die Zeit gekommen: Sie sterben langsam aus. Laut der Umfrage nutzen 63 Prozent der Deutschen ihren Laptop für die Suche nach einem neuen Job und 20 Prozent das Smartphone.  Zum Vergleich: Der Anteil der Bewerber, die Zeitungsanzeigen lesen oder die Agentur für Arbeit bemühen, liegt bei gerade einmal 17 Prozent.

 

Jobbörsen: Ein Überblick

 

Daraus lässt sich Zweierlei ableiten:

 

1. Arbeitgeber sollten alles daran setzen, ihre jobangebote in einer mobil optimierten Variante online zu spielen, denn die Community derer, die für die Jobsuche ihr Smartphone bemüht, wächst.

 

2. Unternehmen sollten sich in dem Dschungel aus immerhin 1.200 Online-Jobbörsen, die es in Deutschland inzwischen gibt, bestens auskennen, um Kandidaten gezielt ansprechen zu können.

 

Doch das ist manchmal einfacher gesagt als getan. Denn im Netz ist es unübersichtlich geworden. Unter den Online-Jobbörsen gibt es nichts, was es nicht gibt – vom Generalisten bis zum Spezialisten. Anhaltspunkte, welche Jobbörse für das eigene Unternehmen die besten Mehrwerte bietet, geben unabhängige Studien wie die des Deutschen Kundeninstituts (DKI), das acht branchenübergreifende, generalistische Jobportale auf rund 260 Einzelkriterien hin untersucht hat.

Das mag angesichts über 1.000 Jobbörsen nicht nach viel klingen. Doch in der Regel kommen Arbeitgeber nicht um das Schalten von Stellenanzeigen bei generalistischen Anbietern herum – aufgrund deren Reichweite. Ergänzt um Stellenschaltungen auf Fachportalen. Insofern gibt die DKI-Erhebung zumindest erste Anhaltspunkte bei der Auswahl der allgemeinen Jobbörsen.

Untersucht wurden Aspekte wie:

 

– Angebot

– Nutzerfreundlichkeit

– Service

 

Das Fazit: Zwei der acht getesteten Generalisten, namentlich jobkurier.de und Jobcluster, fielen komplett durch. Mit einer Gesamtpunktzahl von 40,1 beziehungsweise 36,7 von 100 möglichen Punkten wurden sie als “mangelhaft” bewertet. Kalaydo schnitt mit 61,4 Punkten und der Note “befriedigend” eher durchschnittlich ab. Als Spitzenreiter ging aus dem Gesamtranking das Jobportal StepStone mit 92,6 von 100 möglichen Punkten hervor.

 

Jobbörsen: StepStone liegt vorne

RekrutierungAus folgenden Gründen: Das Portal ist Sieger in den Kategorien “Angebot” und “Nutzerfreundlichkeit”. Überdies punktet die Jobbörse mit den meisten Suchergebnissen zu verschiedensten Suchprofilen, deren Passgenauigkeit bei 47 Prozent lag. Weitere Pluspunkte: StepStone wartet mit vielen zusätzlichen und nützlichen Funktionen auf, die Kandidaten die Suche erleichtern. Suchwörter und eingestellte Filter können beispielsweise für die erneute Durchführung der Suche zu einem späteren Zeitpunkt gespeichert werden. Voraussetzung ist jedoch eine Registrierung.

 

Digital Recruiting DOWN

 

Auf Platz zwei: Der Dino unter den Jobportalen, die Jobbörse Monster. Sie heimste eine Gesamtpunktzahl von 86,7 ein und ging ebenfalls mit der Note “sehr gut” nach Hause. Pluspunkte sammelte das Karriereportal vor allem in der Kategorie “Angebot”: Keines der getesteten Portale konnte mit mehr Stellenangeboten aufwarten als Monster. Auch die Nutzerfreundlichkeit von Monster bewegte sich laut Angaben der User im erfreulichen Bereich.

 

Jobbörsen im Ranking: StepStone, Monster, meinestadt.de

Platz drei belegt das Portal meinestadt.de, das mit einer Gesamtpunktzahl von 68,3 Punkten die Note zwei erhielt. Besonders gefiel Anwendern  die Angebotspalette von meinestadt.de, die mit 31,7 von 40 Punkten abschnitt. Als weiterer Pluspunkt fiel die Kooperation von meinestadt.de mit der Bundesagentur für Arbeit ins Gewicht. Der Vorteil: Die dort ausgeschriebenen Stellen sind auch auf den Portalen von meinestadt.de zu finden. In punkto  Nutzerfreundlichkeit schneidet der Anbieter jedoch lediglich mit der Note “ausreichend” und damit verhältnismäßig  schlecht ab.

 

Auf Platz vier und fünf rangieren die Jobbörsen stellenanzeigen.de und careerbuilder. Positiv bei stellenanzeigen.de fiel ins Gewicht: Die überwiegende Zahl der Ergebnisse passte auf das besagte Suchprofil und User können gezielt nach Weiterbildungen suchen. Negativ: Es gibt keine Sortierungsmöglichkeit der angezeigten Stellen nach Relevanz oder Aktualität. careerbuilder dagegen überzeugte mit einer großen Anzahl an Stellen und der Möglichkeit, Stellen in einem anderen Land zu suchen und zu veröffentlichen.

 

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Jobbörsen: Die eigene Karriereseite nicht vergessen

Abgesehen von der Schaltung von Stellenanzeigen auf einschlägigen Jobbörsen sollten Arbeitgeber aber auch alles daran setzen, das eigene Karriereportal so attraktiv wie möglich für Kandidaten zu gestalten. Denn laut der Jobrapido-Umfrage legen Deutsche bei der Ausgestaltung ihrer Karriere ein sehr hohes Maß an Eigeninitiative an den Tag: Mehr als ein Drittel der Talente bewirbt sich auch ohne ein konkretes Jobangebot auf einer Jobbörse gefunden zu haben. Etwa 40 Prozent tun das, weil ihnen das betreffende Unternehmen besonders attraktiv erscheint.

 

Stellenanzeige aufgebenUnd wie kann sich ein Unternehmen besser als attraktiver Arbeitgeber ausweisen, als über eine gut aufgeräumte und optisch ansprechende Karrierehomepage, auf der der Kandidat alle Informationen vorfindet, für die er sich interessiert? Oftmals ist das allerdings nicht der Fall. Es besteht großer Nachholbedarf. Meist scheitert es schon daran, dass Informationen über Karriereaussichten im Unternehmen nicht auf der Startseite verlinkt sind, sondern auf einer abgelegenen Unterseite. Der geneigte Bewerber muss also erst einmal suchen.

 

Wurde der Karrierebereich ausfindig gemacht, steht nicht selten eine weitere Hürde im Weg: Viele Karriereseiten sind nicht im responsiven Design verfügbar. Doch das kann für Arbeitgeber sehr negative Folgen haben. Um zu sehen, welcher Arbeitgeber besonders gut zu ihrem persönlichen Still- und Mindset passt, informieren sich immerhin rund 80 Prozent der Befragten eingehend über den Betrieb. Dazu bemühen sie hauptsächlich das WWW und die Unternehmenswebsite. Und auch hierbei greift der Großteil der Kandidaten bequemerweise aufs Smartphone zurück. Fatal, wenn dann die Seiten, die sie vorfinden, nicht mobil optimiert sind. Das war’s dann mit der Attraktivität. Haken dran!

 

Hat ein Bewerber hingegen Feuer gefangen und eine Bewerbung verschickt, sind die meisten Talente übrigens ziemlich geduldig. 39 Prozent der Befragten warten laut Jobrapido einige Wochen, bevor sie die Hoffnung auf eine Antwort aufgeben. 18 Prozent der Stellensuchenden begraben ihre Hoffnung sogar erst drei bis vier Monate nach dem Absenden der Unterlagen endgültig. Ein Fünftel der Befragten geht sogar davon aus, dass von dem Arbeitgeber auch viel später noch eine Reaktion kommen könnte.


 

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