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Job-Vorsätze 2018: So unterstützen Sie Ihre Arbeitnehmer bei der Umsetzung

Veröffentlicht am 18. December 2017

Coworkers brainstorming together

Wie immer, wenn ein Jahr zu Ende geht, fragen sich Arbeitnehmer: Welche beruflichen Vorsätze fasse ich für das kommende Jahr? Arbeitgeber und Personalverantwortliche können sich freuen: Fast die Hälfte der Arbeitnehmer in Deutschland sieht noch persönliches Steigerungspotenzial im eigenen Job. Das ist eines der Ergebnisse einer repräsentativen Studie der Job-Seite Indeed, für die das Marktforschungsunternehmen respondi 2.944 Menschen in Deutschland zu ihren Job-Vorsätzen befragt hat. Nicht das einzige spannende Ergebnis, mit dem die Studie aufwartet und wie Arbeitgeber ihr Personal bei der persönlichen Zielerreichung unterstützen können…

Job-Vorsatz Nummer eins: Arbeitnehmer wollen mehr leisten

“Arbeitnehmer haben oft selbst das beste Gefühl dafür, welche Potentiale sie freisetzen können, um ihre berufliche Karriere voranzubringen. Unsere Studie zeigt: Eine große Anzahl von ihnen will sich im kommenden Jahr mehr einbringen. Es existiert also nicht nur die Karriere-Generation, die ihre guten Vorsätze für das neue Jahr mit mehr Freizeit und einer möglichst hohen Work-Life-Balance verbindet. Es gibt zahlreiche Menschen, die mit viel Energie und Tatkraft die eigene Karriere vorantreiben möchten. Das ist eine gute Ausgangsposition für Arbeitgeber, die ihren Mitarbeitern genau die Karriereperspektive bieten und ihnen Möglichkeiten zur beruflichen Entfaltung einräumen”, kommentiert Frank Hensgens, Geschäftsführer bei Indeed Deutschland, die Ergebnisse der Studie.

 

Video Case Study UP

 

Tatsächlich gehen viele Arbeitgeber zu Jahresende kritisch mit den eigenen Leistungen ins Gericht. Laut der Erhebung von Indeed und respondi antworteten 44 Prozent der Befragten, dass sie das Gefühl haben, in 2017 nicht das Maximum aus ihrem Job herausgeholt zu haben. Das betrifft insbesondere die jüngste Generation. 71 Prozent der Azubis sehen Steigerungsmöglichkeiten hinsichtlich ihrer beruflichen Leistung. Zwei Drittel der befragten Beamten wähnen sich dagegen am Limit, was ihre Arbeit betrifft.

 

Job-Vorsatz Nummer zwei: Die eigene Karriere ankurbeln

Nicht der einzige Job-Vorsatz, den sich Arbeitnehmer schon jetzt für 2018 auf die Fahnen geschrieben haben. Die guten Vorsätze in beruflicher Hinsicht sind überraschend vielschichtig. Diejenigen, die mit der direkten Arbeitsleistung zu tun haben, zielen primär darauf ab, die eigene Karriere voranzubringen.

 

So sagen 44 Prozent der Studienteilnehmer, dass sie in den kommenden zwölf Monaten mehr Projektverantwortung übernehmen möchten als im vergangenen Jahr. 28 Prozent planen gar im Privatleben zurückzustecken, um so 2018 mehr Energie und Zeit in die Entwicklung ihrer beruflichen Laufbahn investieren zu können. Zudem interessant: Fast ein Drittel (32 Prozent) möchten an mehr Meetings teilnehmen, jeder Fünfte (20 Prozent) ist sogar an beruflichen Treffen interessiert, die nichts mit dem eigenen direkten beruflichen Einsatzgebiet zu tun haben.

 

Deutschlands Arbeitgeber sind also durchaus ambitioniert, wenn es um einen guten Start in das berufliche Jahr 2018 geht. Doch wer kennt das nicht? Allzu häufig verpuffen die gemachten Vorsätze schnell. Damit das nicht geschieht und Mitarbeiter ihre Motivation behalten, können Arbeitgeber eine ganze Menge tun.

 

Zum Beispiel lassen sich die Pläne der Mitarbeiter in einem Jahresauftaktgespräch Aug’ in Aug’ eruieren. Dabei sollten Personalverantwortliche mit ihren Mitarbeitern sondieren, welche davon machbar sind und welche nicht. Danach können die gangbaren Ideen unmittelbar umgesetzt werden. So lässt sich der die Jahresanfangsmotivation schnell in Taten überführen.

 

Job-Vorsatz Nummer drei:  Mehr als ein Viertel will verstärkt im Home Office arbeiten

Karriereangelegenheiten sind aber nicht die einzigen Job-Vorsätze, mit denen sich Mitarbeiter auseinandersetzen. So mancher zielt auch auf die Veränderung von Gewohnheiten ab. Ziel ist es, den beruflichen Stress zu reduzieren. 20,5 Prozent der Arbeitnehmer  möchten daher zukünftig seltener ihre Mails von zu Hause aus lesen. Fast ein Fünftel der Arbeitnehmer gibt an, die Mittagspause im nächsten Jahr weniger oft am Schreibtisch verbringen zu wollen. Und fast ein Drittel plant öfter im Home Office zu arbeiten als im letzten Jahr.

 

Damit bestätigt sich wieder einmal, dass Work Life Balance Maßnahmen in der Gunst der Arbeitnehmer und auch Bewerber steigen. Tragen Unternehmen den Wünschen ihrer aktuellen und potenziellen Angestellten Rechnung, haben sie gute Chancen, ihre Arbeitgebermarke zu optimieren und bestehende Mitarbeiter zu binden und neue anzulocken. Zum Beispiel durch Home-Office, flexible Arbeitszeiten, eine ordentliche Kantine mit gesundem Essen und ein gutes Stressmanagement.

 

Zu letzem gehört zum Beispiel, dass Führungskräfte die Ruhezeiten ihrer Arbeitnehmer respektieren und keine Mails mehr nach Dienstschluss senden. Das kann in einer entsprechenden Betriebsvereinbarung verankert werden. Oder besser noch: Eine automatisierte Ruheregelung sorgt dafür, dass die Firmenserver ab einer gewissen Uhrzeit keine Mails mehr versenden, sondern erst am nächsten Morgen wieder.

 

Nicht nur für Mitarbeiter sind solche Maßnahmen wichtig – auch für den Betrieb selbst. Er kann sich erstens sicher sein, dass seine Angestellten in ihrer Freizeit immer genügend Abstand vom Beruflichen erlangen und sich angemessen erholen. Zweitens spricht es sich herum, wenn sich ein Arbeitgeber so um das Wohl seiner Angestellten kümmert und lockt neue Mitarbeiter an. Aber Achtung: Bitte nicht vergessen, in der Stellenanzeige auch über die eigenen Mehrwerte zu plaudern!

 

Job-Vorsatz Nummer vier: Offener im täglichen Umgang werden

Was das Arbeitspensum und Arbeitszeit betrifft, wünschen sich 24,5 Prozent ihr Arbeitspensum zu reduzieren. Vor allen Dingen Älteren oder Frauen und Männern in der Familienphase dürfte eine Reduktion der Arbeitszeit am Herzen liegen. Da dieser Wunsch von immerhin fast jedem Fünften geäußert wird, sollten Arbeitgeber diesen nicht ignorieren und Arbeitnehmer mit Teilzeit-Angeboten, flexibler Arbeitszeit, Altersteilzeit und dergleichen binden. Das dürfte für mehr Jobzufriedenheit sorgen.

 

Digital Recruiting DOWN

 

Und wie wenig Arbeitgeber die Bedeutung eben dieser unterschätzen sollten, zeigt die Studie ebenfalls. So verbinden stolze 40 Prozent der befragten Arbeitnehmer einen  Jobwechsel mit den Job-Vorsätzen fürs neue Jahr. Fast vier von zehn Arbeitnehmern (38 Prozent) forcieren diesen bereits im ersten Quartal des neuen Jahres – also zu der Zeit, in denen die “guten Vorsätze” noch nicht wieder vergessen sind. Arbeitgebern sollte das zu denken geben: Denn zufriedene Arbeitgeber haben keinen Grund zu wechseln.


 

Über die Studie
Für die Umfrage befragte das Marktforschungsunternehmen respondi im Auftrag von Indeed 2.944 Arbeitnehmer im Alter von 18-69 Jahren. Die Teilnehmer verfügen über einen akademischen Hintergrund und sind in ganz Deutschland zu Hause. Befragungszeitraum der Umfrage war November 2017. Von den 2.944 Befragten gaben 37 Prozent an, dass sie das Jahr 2018 mit beruflichen Vorsätzen beginnen. Das bedeutet: Alle hier angegebenen Daten rund um diese “guten Vorsätze” basieren auf einer Grundgesamtheit von 1.089 Teilnehmern.

 


 

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