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Jahresrückblick: Der Greta-Effekt ist 2019 auch bei der Jobsuche spürbar

Veröffentlicht am 23. December 2019

Jobsuche
Wie hat Deutschland in 2019 nach Jobs gesucht? Welche Jobs waren im vergangenen Jahr besonders gefragt? Wo und wann haben die meisten Menschen nach neuen Stellen gesucht? Und welche Trends zeichnen sich ab? Diesen Fragen ist die Online-Jobplattform StepStone nachgegangen und hat festgestellt: Das Thema Nachhaltigkeit ist auch in die Köpfe der Jobsuchenden vorgedrungen. Der Greta-Effekt hat sich auch in der Jobsuche durchgesetzt.

 

Trends bei der Jobsuche: Nachhaltigkeit und soziales Engagement

Die 16-jährige Klimaaktivistin aus Schweden, Greta Thunberg, hat im Jahr 2019 viel bewegt. Dank ihrer „Fridays fo Future“-Bewegung hat sich das Thema Klima- und Umweltschutz einen Weg in das Bewusstsein vieler Menschen auf der ganzen Welt gebahnt. Das hat auch Auswirkungen auf die Jobsuche, wie die Jobplattform StepStone herausgefunden hat. Tatsächlich gibt es auch unter Bewerbern einen Greta-Effekt.

 

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Eine aktuelle Analyse zeigt, dass Talente in 2019 stärker nach Keywords wie „Umwelt“, „Klimaschutz“, „Sustainability“ und „Nachhaltigkeit“ gesucht haben. Bei der Jobsuche wurden sie in diesem Jahr zum Teil doppelt so oft in die Suchmaske des Stellenportals eingegeben.

 

Junge Berufseinsteiger bringen bei der Jobsuche neue Themen in den Arbeitsmarkt

Bestätigt wird das von der Randstad Employer Brand Studie. Dieser zufolge bringen junge Berufseinsteiger bei der Jobsuche neue Themen in den Arbeitsmarkt. Vor allem für die Generation Z, das sind Arbeitnehmer unterhalb 22 Jahren, zählt bei der Jobsuche die soziale Einstellung ihres zukünftigen Arbeitgebers, heißt es hier.

 

24 Prozent der 18- bis 24-Jährigen ist es bei der Bewerbung für ein Unternehmen wichtig, dass der Arbeitgeber Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt übernimmt. „Die klassischen Auswahlkriterien wie finanzielle Stabilität, Flexibilität und Arbeitsplatzsicherheit spielen bei der Generation Z eine deutlich geringere Rolle als bei früheren Berufseinsteiger-Generationen. Bei letzterem Wert liegt sie sogar zehn Prozent unter dem demografischen Mittelwert von 58 Prozent“, heißt es in der Studie. “Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit, technologische Nachhaltigkeit, all dies sind aktuelle Themen, deren gesellschaftliche Relevanz sich auch auf dem Arbeitsmarkt widerspiegelt und Unternehmen beim Recruiting vor neue Herausforderungen stellt”, so Petra Timm, Pressesprecherin bei Randstad.

 

Prioritäten bei der Jobsuche verschieben sich

Die Untersuchung  zeigt außerdem, wie stark sich die Prioritäten bei der Jobsuche in den letzten Jahren verschoben haben. Wie Unternehmen zu ökologischen und sozialpolitischen Themen stehen, war im Jahr 2013 nur für acht Prozent aller Kandidaten ein entscheidendes Kriterium. Sechs Jahre später halten das immerhin 17 Prozent der Befragten für wichtig. Somit hat sich die Bedeutung des Themas unter Jobsuchenden also mehr als verdoppelt.

 

Aber was interessiert Jobsuchende außerdem? Laut der StepStone-Erhebung kommt es Arbeitnehmern bei der Jobwahl auch darauf an, wie modern ein Arbeitgeber aufgestellt ist. Kandidaten suchten nämlich auch verstärkt nach Begriffen wie „Innovation“, „Digitalisierung“ und „Automatisierung“.

 

Gleichzeitig waren Jobs, in denen man eng mit Menschen zusammenarbeitet, sehr beliebt. So hat sich die Zahl der StepStone-Nutzer, die Begriffe wie „Soziale Arbeit“, „Bildung & Soziales“ oder „Betreuung“ in die Suchmaske eingaben, zum Teil verdoppelt. Auch „People Management“ und „HR Manager“ waren als Suchbegriffe deutlich beliebter als noch in den vergangenen Jahren.

 

Kandidaten suchen nicht mehr nach Jobtiteln, sondern nach Skills

Außerdem setzte sich eine Entwicklung, die sich schon im vergangenen Jahr gezeigt hat, auch in 2019 fort: Fachkräfte suchen immer seltener nach Jobtiteln. Stattdessen geben sie bestimmten Kenntnisse und Fähigkeiten in die Suchmasken der Jobprotale ein. Insbesondere in der IT ist das der Fall. Hier suchten Kandidaten nach Programmiersprachen und Tech-Kompetenzen.

 

Zudem gaben StepStone-Nutzer verstärkt Begriffe wie „Data Science“ oder „Machine Learning“ in die Suchmaske ein. Auch Sprachen spielen bei der Jobsuche eine Rolle – allerdings geben Fachkräfte seltener „Englisch“ ein, wenn es um besondere Sprachkenntnisse geht, denn das ist mittlerweile weitestgehend Standard. Die fünf meistgesuchten Sprachen waren Russisch, Spanisch, Französisch, Chinesisch und Polnisch.

 

Neue Jobsuche hat Auswirkungen auf die Gestaltung von Stellenanzeigen

Wir finden: Das ist ein klares Signal für Arbeitgeber. Nicht nur der richtige Jobtitel ist für die Auffindbarkeit von Stellenanzeigen wichtig, sondern auch die richtige Verschlagwortung. Wir haben beobachtet: Dieses Thema gewinnt nicht nur bei der Jobsuche über Jobbörsen, sondern auch im Zeitalter von Google-for-Jobs einen immer größeren Stellenwert. Stellenanzeigen, die über diesen relativ neuen Service für Stellensuchende der Suchmaschine Google gefunden werden und von deren Reichweite profitieren sollen, müssen nämlich neben anderen technischen Voraussetzungen auch eine perfekte Verschlagwortung aufweisen.

 

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Und noch etwas hat sich laut der StepStone-Studie in 2019 getan: Die meisten Jobsuchen aus dem Ausland kamen 2019 aus Österreich sowie aus Großbritannien und der Schweiz. Sehr attraktiv war der stabile deutsche Arbeitsmarkt darüber hinaus für Fachkräfte aus den USA, Indien, den Niederlanden sowie Italien und Polen – die Besuche aus diesen Ländern sind im vergangenen Jahr überdurchschnittlich gestiegen.

 

Wann Jobsuchende nach Stellenanzeigen schauen

Die Analyse geht auch auf die beliebtesten Zeiten für die Jobsuche ein – das ist insbesondere für die Jobsuche auf Social Media interessant. Hier lässt sich sehr genau steuern, wann eine Stellenanzeige zum Beispiel auf Facebook oder Instagram ausgespielt wird: Am häufigsten wird montags und dienstags zwischen 8 und 13 Uhr nach Jobs gesucht. Während die Zahl der Suchanfragen über Smartphones morgens um 8 Uhr ihren Höhepunkt erreicht, suchen die meisten Desktop-Nutzer später am Vormittag nach neuen Jobs. Am Wochenende geht die Zahl der Jobsuchen sowohl per Desktop als auch per Handy leicht zurück.

 

Sie haben Fragen rund um die perfekte Stellenanzeigenschaltung und -gestaltung? Wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Kontaktieren Sie uns gerne.


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