it recruiting Leer, leerer am leersten: So stellt sich vielen Arbeitgebern, die nach IT-Talenten Ausschau halten, die aktuelle Arbeitsmarktsituation dar. Eine aktuelle Studie von Dice zeigt stressgeplagten Tech-Recruitern aber nun, auf welchen Kanälen sie ihre Stellenanzeigen platzieren sollten, um Talente zu erreichen. Überraschung: Vor allem Facebook hat mehr Relevanz im IT-Recruting als bisher angenommen.

IT-Recruiting Trends 2016

Die Zahlen, die der Digitalverband Bitkom unlängst vorlegte, dürften Tech-Recruiter nicht erfreut haben. Machen wir’s kurz: Der Mangel an IT-Experten verschärft sich. “Derzeit gibt es in Deutschland 51.000 offene Stellen für IT-Spezialisten, das entspricht einem Anstieg um fast 20 Prozent verglichen mit dem Vorjahr”, heißt es in der Mitteilung zum Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte. Das ganze fußt auf einer repräsentativen Umfrage, für die mehr als 1.500 Geschäftsführer und Personalverantwortliche von Unternehmen aller Branchen befragt wurden.

 

Es kommt aber noch dicker: Sieben von zehn ITK-Unternehmen (70 Prozent) geben an, dass aktuell ein Mangel an IT-Spezialisten herrscht. Vor einem Jahr waren es erst 60 Prozent. “Der Fachkräftemangel hat die Marke von 50.000 Stellen übersprungen, Unternehmen aller Branchen suchen händeringend IT-Experten. Wir brauchen Digitalexperten, vom Software-Entwickler über den IT-Sicherheitsspezialisten bis zum IT-Berater, um die digitale Transformation in Deutschland erfolgreich gestalten zu können”, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

 

IT-Recruiter haben alle Hände voll zu tun 

Was das für das IT-Recruiting bedeutet, lässt sich an drei Fingern abzählen: Es wird noch schwieriger, offene Stellen zu besetzen. Dabei ergreifen IT-Recruiter schon vielfältige Personalbeschaffungs-Maßnahmen. Zum Beispiel streuen sie ihre Stellenanzeigen durch Multiposting so breit wie möglich. Hier setzen sie auf einen Mix aus generalistischen Karriereportalen wie StepStone oder Monster und Spezialportalen, um ihre Stelleninserate an den Mann oder die Frau zu bringen.

 

Auch über die sozialen Medien werden Stellenanzeigen gestreut, was das Zeug hält. Allem voran über die Business-Netzwerke wie Xing und LinkedIn. Doch eines blieb vor allem im IT-Recruiting bislang außen vor: Das Schalten, beziehungsweise Posten von Stellenanzeigen auf Facebook.

 

Tech-Recruiter: Bindet Facebook in euren Recruiting Mix ein!

“IT-Experten tummeln sich nicht auf Facebook, hieß es immer.” Woher diese Weisheit kam? Um offen zu sein: Keine Ahnung! Doch sie führte dazu, dass viele IT-Recruiter das soziale Portal mieden wie der Teufel das Weihwasser. Nun räumt eine aktuelle Studie mit diesem Ammenmärchen auf. Erhoben wurden die entsprechenden Zahlen von Dice, der Online-Karriereseite für Technologieberufe.

 

Digital Recruiting DOWN

 

Und hier steht nun: “Informatiker verbringen viel Zeit am Computer. Das merkt man auch, wenn man sich die Zahlen zum Thema Soziale Netzwerke anschaut. Knapp neun von zehn Informatikern nutzten soziale Netzwerke, um neue Jobs zu finden.”

 

jobmarket report

 

Weiter heißt es: “Die Online-Jobsuche ist im Alltag der Informatikbranche angekommen. Mit 37 Prozent die Nase klar vorn hat dabei noch immer das berufliche Netzwerk Xing. Der schärfste Konkurrent LinkedIn musste im Vergleich zum Vorjahr ein paar Prozentpunkte abgeben – denn auch andere soziale Netzwerke wie YouTube, Facebook oder Github spielen zunehmend eine Rolle.” Immerhin 11 Prozent der IT Talente, die offen für einen neuen Job sind,  tummeln sich auf Facebook. Jedes zehnte!

 

Stellenanzeigen schalten auf Facebook – geht das?

Für Tech-Recruiter ergeben sich hier neue Möglichkeiten, ihre Stellenanzeigen zu positionieren. Denn längst gibt es automatisierte Reichweitenprodukte wie die Social Job Ads auf Facebook, über die sich Stellenanzeigen automatisiert passend zu einer Zielgruppe ausspielen lassen.

 

Die gute Nachricht: Grundsätzlich sind IT-Talente auch offen dafür. 85 Prozent der Befragten bringen ihre Profile sogar regelmäßig auf den neuesten Stand, um von Arbeitgebern Stellenanzeigen zu erhalten. 88 Prozent nutzen soziale Netzwerke gezielt, um eine neue Stelle zu bekommen. Und: 93 Prozent sind offen für neue Angebote.

 

 

tech recruiting

IT-Recruiting:  Es hapert an der Ansprache

Oftmals ergänzen Tech-Recruiter ihre Personalbeschaffungs-Bemühungen auch um Active Sourcing, also die Direktansprache von Kandidaten. Das ist legitim. Wichtig dabei ist allerdings, dezent vorzugehen. Auch das ein Ergebnis der Studie. Stolze 69 Prozent der IT-Experten bevorzugen es, via E-Mail angesprochen zu werden und gerade einmal 15 Prozent wollen angerufen werden. Noch weiter abgeschlagen ist die Ansprache über Businessnetzwerke wie Xing und LinkedIn.

 

Allerdings besteht bei der Ansprache der Kandidaten laut der Studie Verbesserungsbedarf. Denn viele IT-Talente wünschen sich eine persönliche Ansprache und eine gewisse Passgenauigkeit der eigenen Skills zu dem Job, der ihnen angeboten wird. Und was IT-Talente gar nicht leiden können, sind Tech-Recruiter, die eine Vakanz nur vortäuschen, um an den CV für die eigene Lebenslaufdatenbank eines Kandidaten zu kommen.

 

Kein Witz! Das kommt durchaus seitens unseriöser Personalberatungen vor, verdirbt aber den Markt. Was IT-Talente umso mehr schätzen: Wenn Tech-Recruiter ein Verständnis von dem Job haben, den sie IT-Experten andienen. Allzu oft scheint das nicht der Fall zu sein. Ups!

 

ansprache von Kandidaten im Tech Recruiting

 

 

 

Übrigens hat dice auch nachgehakt, was Unternehmen IT-Talenten bieten müssen, um sie anzuheuern. Hier kam es zu folgendem Ranking: Herausforderungen, Gehalt, Standort und Karrieremöglichkeiten. Weniger ausschlaggebend sind hingegen Faktoren wie die Unternehmensmarke, die IT-Infrastruktur und die Übernahme von Verantwortung im Job.

 

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Wichtige Faktoren, um bei einem Arbeitgeber zu bleiben, sind: Das Team, die richtige Bezahlung und ein klarer Karriereweg. Weniger wichtig sind: Investitionen in die Tech-Abteilung, eine gute Business Performance oder Zusatzleistungen.

 

Digital Recruiting DOWN

 


 

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