Young man with thermometer sick blowing his nose in his living room working notebookAlle Jahre wieder im November nimmt die Grippe- und Erkältungssaison in den Büros an Fahrt auf. Die Mitarbeiter husten, schnäuzen, trompeten und schniefen, was das Zeug hält. Schlimmer noch: Zwei der soeben frisch rekrutierten Talente kurieren zuhause ihre Grippe aus. Ärgerlich! Schließlich hatte man sich von ihnen doch soviel Entlastung versprochen. Sorry, aber ein bisschen Mitschuld tragen Personalverantwortliche und Chefs an diesem Dilemma auch. Es gibt schließlich wirksame Mittel und Wege, um die Mitarbeiter erfolgreich durch die Grippewelle zu bringen.  Wertvolle Tipps und Tricks, um der Grippewelle zu begegnen, bevor diese Ihnen begegnet. 

Tipp 1: Kostenlose Grippeimpfung für alle

Die gute Nachricht: Für die Grippeimpfung  ist es noch nicht zu spät. Für Arbeitgeber heißt das: Ein entsprechendes Impfangebot im Unternehmen lässt sich sicher noch organisieren.

Das ist inzwischen alles andere als unüblich. Viele Arbeitgeber sind im Rahmen ihres Employer Branding längst auf den Dreh gekommen und bieten ihren Mitarbeitern kostenlose Impfungen von einem Fachmann während der Arbeitszeit an. Damit schlagen sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe:

 

1. Sie zeigen Ihren Mitarbeitern, dass sie sich um deren Wohlergehen sorgen.

2. Sie verhindern so manchen krankheitsbedingten Ausfall.

 

Und die können bei einer echten Virusgrippe, der Influenza, bis zu zwei Wochen dauern. Denn die Influenza ist keine einfache Erkältungskrankheit, sondern eine ernstzunehmende Erkrankung.

Zur Info: Die Impfung gegen die Grippe sollte jedes Jahr, vorzugsweise im Oktober oder November, durchgeführt werden. Nach der Impfung dauert es in etwa zehn bis 14 Tage, dann hat der Körper einen ausreichenden Schutz vor einer Ansteckung aufgebaut. Auch eine spätere Impfung zu Beginn des Jahres kann noch sinnvoll sein. Insbesondere, wenn die Grippewelle noch nicht eingesetzt oder gerade erst begonnen hat.

Tipp 2: Kranke Arbeitnehmer nach Hause schicken!

Es muss aber nicht nur die Grippewelle sein, die Unternehmen in der Winterzeit in Atem hält. Viele Arbeitsplätze verwandeln sich zu Jahresende in regelrechte Virenherde. Die Mülleimer quellen vor lauter gebrauchten Papiertaschentüchern über und bieten Keimen beste Möglichkeiten, sich zu vermehren.

 

Dennoch zeigt eine aktuelle Umfrage des Verbraucherportals erkaeltet.info, dass sich  jeder zehnte erkrankte Arbeitnehmer bei Erkältung und Grippe nicht krankschreiben lässt und sich stattdessen zur Arbeit quält. Übrigens betrifft das auch viele Chefs. Sie neigen besonders dazu, krank zur Arbeit zu kommen.

 

Doch das ist keine gute Idee. Nicht nur, weil sie ihre Krankheitserreger mit jedem Griff an die Türklinke, mit jedem Schulterklopfen und jedem Händeschütteln potenziell an die Kollegen übertragen werden können.

 

Exklusives Webinar: Die 10 größten Fehler in Ihrer Stellenanzeige: So sichern Sie sich bis zu 325% mehr Aufrufe!

Sie haben auch eine Vorbildfunktion! Kommen Chefs krank in den Betrieb, fühlen sich Mitarbeiter meist verpflichtet, dies auch zu tun – selbst wenn es ihnen ganz und gar nicht gut geht. Damit schaden sie nicht nur sich selbst, sondern stecken wiederum andere Mitarbeiter an und irgendwann liegt die ganze Abteilung im Bett.

 

Das sollten Chefs verhindern und sich selbst nach Hause schicken, wenn es ihnen nicht gut geht und ihre Mitarbeiter ebenso. Denn selbst eine Erkältung kann sich ewig hinziehen, wenn sie nicht richtig auskuriert wird. Diese Vorbildfunktion gilt aber auch anders herum: Wenn die Unternehmer bewusst auf ihre eigene Gesundheit achten, dann achten auch Mitarbeiter tendenziell mehr auf ihre Gesundheit.

 

Tipp 3: Vorkehrungen treffen

Im Büroalltag gehört es zum guten Ton, sich die Hände zu reichen. Aber auf solche Gepflogenheiten sollten Unternehmen in der kritischen Zeit der Grippewelle verzichten und bis zum Frühling aufs Händeschütteln lieber verzichten. Denn das feuchtwarme Klima auf den Handinnenflächen ist ein wunderbarer Nährboden für Keime aller Art, die mit jedem Händedruck weiter gegeben werden.

 

Das gilt natürlich auch für alles, was Mitarbeiter anfassen. Insofern sollten Arbeitgeber vorbeugen und hier und da Desinfektionsmittel für die Hände aufstellen. Das mag vielleicht auf den einen oder anderen komisch wirken, trägt aber nachhaltig zu einem gesunden Klima in der Firma bei.

 

Tipp 4: Arbeitsrecht beachten

Damit der Kranke keine unangenehmen Folgen nach seiner Krankschreibung ausbaden muss, sollte er sich an die arbeitsrechtlichen Vorgaben halten. Spätestens nach drei Tagen muss der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber eine Krankschreibung vom Arzt vorlegen. Aufgepasst! Dabei zählen nicht die Arbeits-, sondern die Kalendertage.

 

Auf Entgeltfortzahlung haben alle Arbeitnehmer während ihrer Erkrankung Anspruch – auch Teilzeitarbeiter und Minijobber. Voraussetzung ist allerdings, dass das Arbeitsverhältnis seit mindestens vier Wochen besteht. Der Arbeitgeber zahlt das Gehalt dann trotz Krankheit für maximal sechs Wochen weiter, danach tritt die Krankenkasse ein. Aber so weit kommt es ja gar nicht. Man hat ja schließlich die Tipps eins bis drei beachtet.


 

Unser Tipp: kostenloses E-Book “10 Stellenanzeigen-Tipps”

Sie wollen weitere Experten-Tipps zur Gestaltung Ihrer Recruiting-Kampagne? Dann legen wir Ihnen unser kostenloses E-Book “10 Stellenanzeigen-Tipps” ans Herz.
Laden Sie es jetzt hier herunter>>>