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Digitalisierung: So wirkt sie sich auf die Weiterbildung aus

Veröffentlicht am 11. February 2019

work life Balance

Wie sich die Digitalisierung auf die betriebliche Weiterbildung auswirkt und warum Arbeitgeber den Hinweis auf ihre Angebote unbedingt in ihr Recruiting einbinden sollten.

 

Die Herausforderungen der Digitalisierung

Die Digitalisierung nimmt, sie gibt aber auch. Sie nimmt der Arbeitswelt zum Beispiel die Langsamkeit und beschleunigt sie. Immer mehr Routinearbeiten werden an den Computer ausgelagert. Er erledigt diese weitaus schneller als der Mensch. Worin Maschinen aber reichlich schlecht sind: Wissensarbeit. Das sind kreative und strategische Arbeiten. Diese bleiben auf lange Sicht dem Menschen vorbehalten.

 

Video Case Study UP

 

Das bedeutet: Je mehr Routinetätigkeiten an den Computer ausgelagert werden, umso mehr rückt der Mensch in Richtung Wissensarbeit. Dieser Prozess hat bereits begonnen und setzt sich konstant fort. Das bekommen Mitarbeiter heute auch schon zu spüren. Sie müssen sich permanent neue Arbeitsinhalte erschließen. Jedes Mal, wenn der Computer Arbeiten an der einen Stelle übernimmt, kommen an einer anderen Stelle neue hinzu. Arbeitsinhalte sind nicht mehr so konstant wie früher, sondern ständig im Fluss.

 

Einfluss von Weiterbildungsangeboten auf das Recruiting

Arbeitnehmer wissen das und achten bei der Auswahl ihres Arbeitgebers ganz genau darauf, ob dieser Wert auf betriebliche Weiterbildungsmöglichkeiten legt. Laut der Studie Recruiting Trends 2018 der Universität Bamberg gehört für Kandidaten der Wissensaustausch im Unternehmen zu den Basismerkmalen, die ein Arbeitgeber anbieten sollte. Basismerkmale sind Merkmale, die vom Kandidaten als selbstverständlich erachtet werden.

 

Wer also in Stellenanzeigen den Hinweis auf das Angebot betrieblicher Weiterbildungen vermisst, überlegt sich das mit der Bewerbung wahrscheinlich zweimal. Das sollten Arbeitgeber bei der Schaltung und Ausgestaltung von Jobinseraten unbedingt im Hinterkopf behalten.

 

Weiterbildungsangebote auf der Höhe der Zeit

Punkten kann hingen, wer sich mit seinen Weiterbildungsangeboten auf der Höhe der Zeit befindet. Das ist einen Hinweis in Stellenanzeigen allemal wert! In diesem Bereich hat sich so manches verändert und gerade die digitalaffinen Kandidaten der Generationen Y und Z fühlen sich von computerbasierten Wissensangeboten angezogen. Präsenzseminare gelten eher als Relikt aus grauer Vorzeit.

 

Aus gutem Grund. Den die Erfahrung zeigt: Seminare sind oft nicht so effizient wie erhofft. Meist kommen in ihnen heterogen vorgebildete Gruppen zusammen. Der Effekt: Die Inhalte sind für manche Teilnehmer zu spezifisch, für andere zu oberflächlich. In beiden Fällen ist der Wissenszugewinn eher mau.

 

Was sagt die Lernspychologie?

Heute, da Wissen immer schneller veraltet, muss es stattdessen viel spezifischer vermittelt werden. Und das am besten in kleinen Dosen. Immer dann, wenn es benötigt wird. Aus psychologischer Sicht ist das durchaus sinnvoll. Denn die Aufmerksamkeitsspanne des Menschen ist von Natur aus begrenzt. Aus der Lernspychologie weiß man: Während sich 12 bis 14-Jährige noch durchschnittlich 30 Minuten auf eine Sache konzentrieren können, nimmt diese Fähigkeit mit zunehmendem Alter immer mehr ab*. Das heißt: Kurze, auf ein Problem zugespitzte Lernangebote, können der Wissensaufnahme zuträglicher sein als Angebote, die sich auf mehrere Tage ausdehnen.

 

Die gute Nachricht: Dafür gibt es inzwischen verschiedenste Tools. Das führt zum zweiten Teil unserer Eingangsthese: Die Digitalisierung nimmt nicht nur. Sie gibt auch. Letztes bezieht sich auf die vielen neuen Lernformate, die für eine gezielte Vermittlung passgenauer Informationen sorgen.

 

Digitalisierung: Neue Lernmedien und -formate

Dank der Digitalisierung steht Mitarbeitern ergänzend zu den klassischen Weiterbildungsformaten heutzutage eine Vielzahl an Lernmedien und -formaten zur Verfügung, die je nach Vorliebe konsumiert werden können.

 

Videotutorials zum Beispiel: Mit einer entsprechenden HR Software können Videotutorials sogar leicht im eigenen Betrieb erstellt werden – von Mitarbeitern, die betriebsspezifisches Wissen mit ihren Kollegen teilen wollen. Dazu nehmen sie ihre Erkenntnisse oder auch einen kürzlich gehaltenen Vortrag in einem kurzen Video auf und stellen es in der hauseigenen Wissensdatenbank zur Verfügung.

 

Weitere Formen des digitalen Lernens:

- Live-Webinare

- Apps

- Foren

- Chats mit Experten oder Fachkollegen

- Videokonferenzen

- Webinare

 

Digitales Lernen: Die Vorteile?

Was bringen diese Angebote, die auch perfekt mit Präsenzangeboten ergänzt werden können? Ein großer Vorteil ist zum Beispiel, dass verschiedene Methoden und unterschiedliche Medien so kombiniert werden können, dass für jeden Lerntyp ein möglichst effektives Ergebnis erzielt wird.

 

Wissen kann über digitale Plattformen zudem besser geteilt und verbreitet oder zusammen erarbeitet werden – auch über verschiedene Unternehmensstandorte hinweg. Dank der digitalen Vernetzung lassen sich zum Beispiel auch hochkarätige Experten zuschalten. Hochspezifisches Wissen ist dadurch verfügbarer geworden.

 

Integration des Lernens in den Arbeitsalltag

Auch die Integration des Lernens in den Arbeitsalltag ist deutlich leichter geworden. Wer merkt, dass er mit seinem aktuellen Wissen an Grenzen stößt, sucht sich mit ein paar Klicks das passende Webinar aus der Wissensdatenbank des Arbeitgebers heraus. Problem gelöst. Das Wissen ist direkt verfügbar und Abwesenheiten vom Arbeitsplatz wegen langer Fortbildungsreisen reduzieren sich.

 

Digital Recruiting DOWN

 

Und last but not least: Digitale Angebote tragen dazu bei, dass Wissensvermittlung kontinuierlich stattfindet, weil fachliches Know-how immer dann abgerufen werden kann, wenn es gebraucht wird. Und wenn es einmal kein passendes digitales Wissensangebot gibt, weil das aufgetretene Problem zu einzigartig ist? Dann helfen digitale Plattformen, sich abteilungs- und standortübergreifend auszutauschen und Lösungen zu finden. Mission accomplished.

 


 

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Verwendete Literatur

Stangl, W. (2019). Stichwort: ‘Konzentrationsspanne | Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik’. Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik.


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