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Die fiesesten Fettnäpfe im Onboarding: Die Liste ist lang

Veröffentlicht am 29. January 2019

Happy woman drinking coffee.

 
Es hakt bei vielen Arbeitgebern im Onboarding. Das zeigen die Ergebnisse einer neuen Studie der Online-Jobplattform StepStone. Jeder Dritte hat schon einmal die Probezeit vorzeitig beendet, weil die Prozesse in der Einarbeitungsphase zu wünschen übrig ließen.

 

Keine Seltenheit: Frustrierende Erlebnisse im Onboarding

Für einen neuen Mitarbeiter ist dieses Szenario schon sehr frustrierend: Der erste Tag am Arbeitsplatz und weder ein eingerichteter Computer steht parat noch ein einsatzbereites Telefon. Leider passiert genau das verhältnismäßig häufig.

 

Video Case Study UP

 

Mehr als ein Drittel der Fachkräfte in Deutschland hat diese Situation schon einmal erlebt. Das ergab eine neue Studie der Online-Jobplattform StepStone, für die rund 13.000 Fach- und Führungskräfte nach ihren Erfahrungen zum Start im neuen Job befragt wurden.

 

Was sagen Studien zum Thema Onboarding?

Die Studie brachte überdies zutage:

 

- Nur etwa jede zweite Fachkraft wird an ihrem ersten Tag von ihrem neuen Vorgesetzten persönlich begrüßt.

- Es geht aber noch schlimmer: Bei jedem sechsten Befragten war nicht einmal das Team über den Arbeitsantritt des neuen Kollegen informiert.

 

Wertschätzung sieht definitiv anders aus. Es geht aber noch weiter mit der Liste der fiesesten Onboarding Fettnäpfe. Auch bei der fachlichen Einarbeitung schludern Arbeitgeber gerne einmal. Der StepStone-Studie zufolge erhalten nur 37 Prozent der betrieblichen Neuankömmlinge innerhalb der ersten zwei Wochen ein New Hire Training, das bei der inhaltlichen Einarbeitung unterstützt. Unter den jüngeren Arbeitnehmern liegt die Zahl mit 41 Prozent sogar noch etwas höher.

 

Warum ein strukturiertes Onboarding so wichtig ist

Unternehmen schneiden sich damit ins eigene Fleisch. Denn je strukturierter die Onboarding-Phase eines Mitarbeiters ausfällt, umso schneller kann dieser produktiv arbeiten. Aber so oder so bekommen 31 Prozent der neuen Mitarbeiter spätestens nach vier Wochen Verantwortung für eigene Projekte übertragen. Mit oder ohne Onboarding.

 

StepStone-Geschäftsführer Dr. Sebastian Dettmers kritisiert das scharf: “Erfolgreiche Rekrutierung endet nicht mit der Vertragsunterschrift. Sondern erst wenn der neue Kollege im Team integriert und fachlich eingearbeitet ist. Um langfristig erfolgreich zu sein, müssen Unternehmen nicht nur schnell die richtigen Mitarbeiter finden, sondern diese auch schnell in die Lage versetzen, ihre Fähigkeiten im Sinne der Unternehmensziele einzubringen.”

 

Unzureichende Einarbeitung: Qualität und Motivation leiden

Ansonsten leidet unter der unzureichenden Einarbeitung im Zweifel nicht nur die Qualität der Arbeitsergebnisse, sondern auch die Motivation der betroffenen Mitarbeiter. Sie fühlen sich oft überfordert, weil sie die Prozesse und Arbeitsinhalte noch nicht genügend kennen. Hinzu kommt, dass sie sich nach so kurzer Zeit noch nicht in den Kollegenkreis eingefunden haben sich manchmal aus Scham nicht trauen, Fragen zu stellen. Das sorgt für permanentes Unbehagen. Das führt nicht selten zum Absprung eines Talents. Laut der Studie hat jeder dritte Mitarbeiter in der Probezeit schon einmal auf eigenen Wunsch das Unternehmen verlassen.

 

Es gibt aber noch weitere Gründe, warum Talente noch in der Probezeit das Weite suchen. Oft ist zum Beispiel auch die Diskrepanz zwischen der Stellenbeschreibung und der erlebten Arbeitsrealität zu groß. Für rund ein Drittel der Befragten stimmten die vorher kommunizierten Aufgaben nicht mit dem tatsächlichen Stellenprofil überein.

 

Austausch zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten: Mangelhaft!

Eine weitere potenzielle Ursache: Ein mangelhafter Austausch zwischen Mitarbeiter und Vorgesetztem. Laut Studie hatte nur die Hälfte der Befragten in ihrer Probezeit ein Feedbackgespräch – 70 Prozent fanden dieses hilfreich.

 

Digital Recruiting DOWN

 

“Unternehmen sollten die Bedeutung eines strukturierten Onboardings nicht unterschätzen. Spezialisierte Fachkräfte können sich heute zwischen verschiedenen Jobangeboten entscheiden. Ein zielgerichtetes Onboarding ist ihnen dabei sehr wichtig. Wer das nicht bietet, riskiert nicht nur den Erfolg der neuen Mitarbeiter, auch im Bewerbungsprozess kann es dafür Minuspunkte vom Bewerber geben”, sagt Dettmers.

 

Worauf es im Onboarding konkret ankommt

Doch worauf kommt es im Onboarding konkret an? Bereits am ersten Arbeitstag sollte das Onboarding die folgenden Punkte umfassen:

 

- Mit Kollegen bekannt machen

- Paten zuweisen

- Erstes Gespräch mit Vorgesetztem

- Arbeitsplatz kennenlernen

- Arbeitsabläufe und Tätigkeiten erklären

- Mappe mit Leitfäden und Stellenbeschreibung an den neuen Kollegen übergeben

- Erste grobe Einführung ins Unternehmen, in Prozesse und Systeme

- Übergabe eines voll eingerichteten Arbeitsplatzes

 

In der ersten Woche sollte der neue Kollege in Trainings einen größeren Überblick über alle Dienstleistungen und Produkte des Arbeitgebers gewinnen. Weitere To Do’s sind:

 

- Umfassendere EDV-Einweisung geben

- Aufgaben besprechen und zuweisen

- Feedbackgespräche mit dem Vorgesetzten

 

Innerhalb der ersten Monate sollten Betriebe sich außerdem um diese Aspekte des Onboardings kümmern:

 

- Teamintegration – durch aktive Teambildung

- Kontinuierliche Wissensvermittlung

- Erste Fortbildungsangebote

- Angebote zum beruflichen Netzwerken

 


 

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