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Den Jobwechsel abwenden: 5 elementare Tipps zur Mitarbeiterbindung

Veröffentlicht am 10. Dezember 2018

Successful people men and women are celebrating a victory

Wer glückliche Mitarbeiter hat, braucht sich keine allzu großen Sorgen zu machen, dass diese abwandern. Das war immer Stand der Dinge. Eine neue Studie von StepStone belegt allerdings: Dem ist nicht mehr unbedingt so. Auch zufriedene Fachkräfte sind zunehmend offener für Jobwechsel.  5 elementare Tipps zur Mitarbeiterbindung

 

Nachfrage nach Fachkräften steigt: Jobwechsel rückt in greifbare Nähe

Die Nachfrage nach Fachkräften ist in Deutschland so hoch wie nie. Im ersten Halbjahr des Jahres 2018 wurden 46 Prozent mehr Stellen ausgeschrieben als noch vor fünf Jahren. Die steigende Zahl an ausgeschriebenen Stellenanzeigen wirkt sich offensichtlich auch auf die Erfahrungen und Erwartungen von Fachkräften bei der Jobsuche aus. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung aus dem Hause StepStone.

 

Video Case Study UP

 

Für die Studie „Jobsuche im Fokus“ hat die Online-Jobplattform rund 30.000 Fach- und Führungskräfte in Deutschland detailliert zu ihrem Jobsuchverhalten befragt. Die Analyse zeigt: Die Ansprüche von Bewerbern steigen kontinuierlich. Lange gingen Experten zum Beispiel davon aus, dass diejenigen, die grundsätzlich zufrieden mit ihrem Job sind, nicht allzu schnell nach anderen Beschäftigungsmöglichkeiten die Augen offenhalten. Doch das hat sich grundlegend gewandelt.

 

Wechselwilligkeit steigt und steigt

So hat die Wechselwilligkeit aller Arbeitnehmer massiv zugenommen. Laut der Umfrage geht nicht einmal mehr ein Fünftel (18 Prozent) der befragten Arbeitnehmer davon aus, in fünf Jahren noch bei dem derzeitigen Arbeitgeber beschäftigt zu sein. Selbst in der Gruppe mit der höchsten Jobzufriedenheit sucht immerhin fast jeder Vierte aktiv nach einer neuen Stelle. Auch dieser Wert steigt konstant an.

 

Die Experten von StepStone gehen davon aus, dass die gestiegene Wechselbereitschaft vor allem damit zusammenhängt, dass sich Fachkräfte ihrer verbesserten Position auf dem Arbeitsmarkt bewusst geworden sind. Sie wissen inzwischen: Sie haben die Wahl, nicht mehr der Arbeitgeber. Die Chancen, sich beruflich weiterzuentwickeln standen für die meisten Arbeitnehmer subjektiv betrachtet noch nie so gut. Acht von zehn Befragten bewerten die Lage auf dem Arbeitsmarkt für die eigene Person als gut. Rund die Hälfte gab ab, dass sie sich in den vergangenen Jahren für sie spürbar verbessert hat.

 

Chancen, sich beruflich weiterzuentwickeln standen noch nie so gut

Das hat Konsequenzen. Mit 81 Prozent informiert sich ein hoher Prozentsatz der Befragten unabhängig von der Qualität des aktuellen Arbeitsplatzes regelmäßig über alternative Jobmöglichkeiten. In Stelleninseraten, auf Social Media, Businessnetzwerken und Arbeitgeberbewertungsplattformen.

 

Dabei ging StepStone auch der Frage nach, was sich Talente von einem Jobwechsel in erster Linie versprechen. Die Antworten fielen eindeutig aus. Das Gehalt spielt beim Jobwechsel eine große Rolle. Wenn Fachkräfte den Job wechseln, wollen sie sich in aller Regel finanziell verbessern. So ist ein attraktives Einkommen für 96 Prozent Befragten entscheidend, ob sie bei ihrem Arbeitgeber bleiben oder nicht.

 

Jobwechsel: Gehalt ist ein ausschlaggebender Faktor

45 Prozent der Fachkräfte gehen davon aus, dass bei einem Jobwechsel deutlich mehr Gehalt verhandeln zu können. Beim aktuellen Arbeitgeber rechnen sich dagegen nur 25 Prozent der Befragten gute Chancen auf eine Gehaltserhöhung aus. Daher liegt für die meisten der Wechsel des Arbeitsplatzes näher, als in Verhandlung mit dem Vorgesetzten zu gehen.

 

Das Einkommen ist aber bei weitem nicht das einzige, was Arbeitnehmer dazu bewegt, sich neu zu orientieren. Geld ist für sie ganz offensichtlich nicht alles. Es kommt vielmehr auf eine Kombination aus verschiedenen Aspekten an, die ein Arbeitgeber erfüllen muss. Ebenfalls ins Gewicht fallen zum Beispiel Faktoren wie Sicherheit und Entwicklungsmöglichkeiten. Last but not least zählt auch die Arbeitskultur.

 

Sicherheit kommt direkt nach dem Verdienst

Es mag überraschen. Aber trotz der guten Arbeitsmarktlage legen die Befragten großen Wert auf die Sicherheiten, die ihnen ein Unternehmen bietet. Für 93 Prozent der Befragten ist ein krisensicherer Job das zweitwichtigste Kriterium, wenn es um die Frage geht: „Should I stay or should I go?“

 

Auch die bestehenden Möglichkeiten zur Weiterbildung und -entwicklung beim aktuellen Arbeitgeber sind von großer Relevanz für viele Arbeitnehmer. Im Zeitalter der Digitalisierung wissen Fachkräfte inzwischen nur zu gut um die Notwendigkeit, sich stetig fortzubilden. Denn Wissen veraltet schnell und schneller. 86 Prozent erwarten von ihrem nächsten Arbeitgeber daher entsprechende Angebote.

 

Wichtig im Job: Eine moderne Arbeitsplatzkultur

Auch eine moderne Arbeitsplatzkultur ist für die meisten von Bedeutung. Neun von zehn möchten beispielsweise flexibel arbeiten, für acht von zehn fällt dagegen die Möglichkeit, teamorientiert zu arbeiten, besonders ins Gewicht. Und 74 Prozent wollen eigenverantwortlich arbeiten. Hier bedarf es für die unterschiedlichen Vorlieben der passenden Arbeitsplatz- und Kollaborationskonzepte.

 

Digital Recruiting DOWN

 

Zusammenfassend lassen sich aus der Erhebung von StepStone 5 elementare Tipps zur Mitarbeiterbindung ableiten, die Arbeitgeber beherzigen müssen, um Mitarbeiter erfolgreich im eigenen Unternehmen zu halten:

 

1. Angebot interessanter Aufgaben und Entwicklungsmöglichkeiten bei steigender Bezahlung.

2. Eine höhere Bezahlung und weniger Freizeit passen nicht mehr zusammen. Stattdessen muss eine ausgewogene Work Life Balance durch flexible Arbeitsplatzkonzepte und eine optimale Arbeitsplatzgestaltung erreicht werden.

3. Arbeitszeiten und die Art der Zusammenarbeit müssen mit den persönlichen Bedürfnissen des Mitarbeiters übereinstimmen.

4. Ein Job ist nur so gut wie seine Aufstiegschancen: Für jeden Mitarbeiter müssen passgenaue Karrieremodelle ausgearbeitet werden.

5. In Zeiten des konstanten Wandels wünschen sich Arbeitnehmer eine grundlegende Kontinuität am Arbeitsplatz. Arbeitgeber müssen Maßnahmen treffen, um nicht auf jede unvorhergesehene Geschäftsschwankung mit Restrukturierungen reagieren zu müssen. Arbeitnehmer wollen es offenkundig selbst in der Hand haben, wie lange sie bei einem Betrieb bleiben.


 

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