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Reverse Recruiting: Der neue Recruiting Trend!

Veröffentlicht am 8. Dezember 2015

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Reverse Recruiting – schon mal gehört? Der Begriff beschreibt, worauf es künftig in der Personalbeschaffung hinauslaufen wird. Der Recruiting Prozess dreht sich um und der Arbeitgeber bewirbt sich beim Arbeitnehmer. Nicht mehr umgekehrt. Dem tragen auch immer mehr Anbieter inzwischen Rechnung. Gehört nicht mehr den Recruiting Portalen, sondern den Reverse Recruiting Portalen die Zukunft? Ein Ausblick. (Bild: arthurhidden/dollarphotoclub)

 

 

In vielen Branchen wird es eng, wenn es um das Auffinden von Talenten geht. Allen voran in der IT. Ähnlich sieht es aber inzwischen auch in den Naturwissenschaften, Pflege- und Arztberufnen aus. Längst gehen Arbeitgeber hier neue Wege. Active Sourcing, also die Direktansprache von Kandidaten, ist inzwischen fester Bestandteil in einem guten Recruiting Mix: Auf Messen, auf Karriereplattformen wie Xing oder LinkedIn, über Social Media und Co.

 

Reverse Recruiting: Hilfe im Recruiting Prozess 

Nun gibt es Unterstützung von weiterer Seite. Reverse Recruiting Portale versprechen verzweifelten Arbeitgebern Hilfe im Recruiting Prozess. Das besondere daran: Die Stellenausschreibung funktioniert  genau anders herum. Statt einer klassischen Stellenanzeige schreibt der Arbeitgeber eine regelrechte Bewerbung. Das ist für beide Seiten inzwischen schneller und effizienter als der klassische Weg.

 

Anstatt immer wieder neu auf immer gleiche Stellenausschreibungen und Stellenanzeigen zu reagieren, legen sich wechselbereite Kandidaten ein Profil an und hinterlegen gezielt Informationen, was sie können und was sie suchen. Unternehmen können in dem Pool derweil nach spezifischen Qualifikationen, Wunscharbeitsort und Gehaltserwartung suchen. So funktionieren Reverse Recruiting Portale vereinfacht gesagt.

 

Natürlich gibt es für Kandidaten und Unternehmen je nach Anbieter darüber hinaus Einstellungen, die das Zusammenkommen noch weiter erleichtern oder sogar verhindern – je nach Vorlieben eines Kandidaten. Mittels der Blacklisting-Technologie lässt sich zum Beispiel genau festlegen, welche Unternehmen sich nicht beim Kandidaten bewerben dürfen. Das ist insbesondere dann von Vorteil, wenn man nicht vom eigenen Arbeitgeber als wechselwillig ertappt werden möchte.

 

Reverse Recruiting: So bewerben sich Arbeitgeber

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Passen Kandidat und Unternehmen zusammen, können Firmen ihren Bewerbungsprozess beim Kandidaten anstoßen, indem sie der jeweiligen Fachkraft spezifische Informationen über eine vakante Stelle zukommen lassen. Das geht per Mail oder direkt über einen “Bewerben”-Button auf dem dem jeweiligen Reverse Recruiting Portal. Hierbei gelten tatsächlich die Bewerbungsgrundsätze, die früher auch für Bewerber galten. (Bild: fotogestoeber/Dollarphotoclub)

 

Wichtig sind umfassende Informationen, die gut aufbereitet sind, am besten mit Bildern und einem Recruiting-Video. Moderne Arbeitgeber bringen all diese Informationen in gut aufbereiteten Employer Branding Stellenanzeigen, auf die sie in ihrer Bewerbung verweisen können, unter. Im Prinzip sind diese aufbereitet sind wie eine Homepage im Miniformat. Doch allein den Link dazu zu übermitteln, reicht natürlich nicht.

 

In einem “Anschreiben” sollte der Arbeitgeber den persönlichen Kontakt mit Fingerspitzengefühl aufbauen. Bei der Ansprache des Kandidaten gilt: Bitte keine Massenmails versenden und Flüchtigkeitsfehler vermeiden. Sonst bekommt der Kandidat leicht den Eindruck, man habe sich keine Mühe bei der Erstellung der Bewerbung gegeben und meine es vielleicht nicht Ernst genug. Tja, so ist das nunmal, wenn sich der Spieß plötzlich herumdreht.

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Stattdessen ist ein individuelles Schreiben ein Muss, in dem der Recruiter Bezug auf die individuellen Skills des Kandidaten nimmt und diese in Beziehung mit der ausgeschriebenen Stelle setzt. Auch eine Angabe, was in punkto Einkommen zu erwarten ist, ist nicht verkehrt. Je vollständiger die Angaben, umso größer die Chance, dass sich der Kandidat zurückmeldet.

 

Reverse Recruiting: Bewerberauswahl mal umgekehrt….

Den Kandidaten machen es die Portale recht einfach, wenn es um ein “ja” oder “nein” gegenüber einem Arbeitgeber geht. Ein Klick entscheidet hier über annehmen oder ablehnen. Im Falle einer Annahme geht es gleich mit großen Schritten voran. Der nächste Step im Recruiting Prozess ist in der Regel die Vereinbarung eines Vorstellungsgesprächs. Der Bewerbungsprozess soll ja nicht unnötig verkompliziert werden!

 

Bei manchen Portalen bleiben die Kandidaten bis zur persönlichen Kontaktaufnahme übrigens anonym: Es ist nicht zu erkennen, ob es sich um einen männlichen oder weiblichen Kandidaten handelt oder wie alt die Person ist. Aber all das sollte bei der Suche nach einem qualifizierten Kandidaten ja auch keine Rolle spielen, oder? (Bilder: Dollarphotoclub)

 


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