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Recruiting der Zukunft: So rekrutieren wir 2020

Veröffentlicht am 30. Oktober 2015

Es tut sich was im Recruiting! Selten war die Innovationsdichte und –geschwindigkeit in der Personalbeschaffung höher. Nie verlangte der Markt so schnell nach nach neuen Produkten, Lösungen und Methoden, nie war der Bedarf an Fachkräften höher und nie dachten Unternehmen so weit in die Zukunft wie heutzutage. Da liegt eine Frage auf der Hand: Wie wird das Recruiting der Zukunft wohl aussehen?

 

Wer heute Talente und Fachkräfte rekrutiert, muss das Recruiting anders angehen als noch vor ein paar Jahren: Personaler müssen dort präsent sein, wo sich vielversprechende Talente aufhalten, nicht mehr umgekehrt. Das gilt für die Direktansprache von Kandidaten in natura genauso wie für die Direktansprache im Netz. Im letzten Fall unterstützt bereits jetzt die moderne Technik.

 

Personalführung

Recruiting der Zukunft: Die Zukunft wirft ihre Schatten voraus
Smarte Talentsuchmaschinen erledigen zum Beispiel in Sekunden, wofür der Personaler mitunter Stunden bräuchte. Recruiter müssen vorab nur die richtigen Suchkriterien eintippen. Den Rest erledigt das Tool. Weltweit. Sekundenschnell. Branchenübergreifend. Und mit einer Ergebnistiefe, die man über Google so nicht erhalten würde. Denn das Tool untersucht nicht nur einschlägige Seiten oder Netzwerke, sondern durchforstet auch Fachcommunities, die der Ottonormalverbraucher so nicht kennt. (Bild: Fotogestöber / dollarphotoclub)

 

Doch auch wenn die Technik zunehmend das Zepter im Bereich Recruiting schwingt, so sind sich Experten doch auch darin einig, dass es künftig wieder mehr “menscheln” muss in der Personalbeschaffung. Ein Widerspruch? Nun, nicht unbedingt.  Denn zuvorderst verschafft die Technik dem Recruiter vor allem eines: Zeit. Und die Zeit, die er sich unter Zuhilfenahme der modernen Technik spart, kann er in die Größe investieren, auf die es im Recruiting eigentlich ankommt, nämlich die Ressource Mensch.

 

Recruiting der Zukunft: Welche Tools unterstützen

Das ist auch wichtig. Denn bei der Direktansprache von Kandidaten geht es in erster Linie darum, passgenau an den jeweiligen Kandidaten heranzutreten. Sprich: Auf seine individuellen Kenntnisse und Fähigkeiten einzugehen und diese im Anschreiben zu erwähnen. Denn auf vorformulierte Massenmails reagiert heute kein Kandidat mehr. Die kennt er zu genüge!

 

Es gilt also, sich Mühe zu geben. Und im Faktor Kreativität kann die moderne Technik dem Recruiter keine Arbeit abnehmen. Doch inzwischen gibt es neben den  besagten Talentsuchmaschinen so viele technische Hilfsmittel für die Rekrutierung, dass dem Recruiter von dieser Seite in vielfältiger Hinsicht Entlastung winkt.

 

Es gibt Reichweitenprodukte wie Stellenanzeigen-Banner, Social Media Tools für das Social Recruiting, einfach zu integrierende Module für eine Karrierehomepage im Corporate Design und, und, und. Die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt. Man muss sie nur nutzen.

 

Recruiting der Zukunft: Immer Ärger mit der Candidate Experience

laptop

Nichtsdestotrotz sind HR Experten immer wieder dem Vorwurf ausgesetzt, zu langsam bei der Personalgewinnung und –auswahl zu sein. Kritiker beklagen vor allem, dass die Candidate Experience zu wünschen übrig lässt. Das sind sämtliche Erfahrungen eines Kandidaten, die dieser im Bewerbungsprozess mit einem Unternehmen sammelt. (Bild: Sergio Mostovyi / dollarphotoclub)

 

Diesbezüglich brachte kürzlich das Arbeitgeberbewertungsportal Glassdoor in einer Studie unangenehme Wahrheiten ans Licht:

– der durchschnittliche Bewerbungsprozess in Deutschland lag 2014 bei 28,8 Tagen
– und dauerte damit drei Tage länger als noch im Jahr 2010

Und: Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern dauert der Prozess in Deutschland mehr als fünf Tage länger. Hier rangiert der Wert bei durchschnittlich 23,2 Tagen.

 

Woran liegt das? In diesem Zusammenhang brechen inzwischen viele Blogger und Recruiting Experten eine Lanze für die so heftig kritisierten Personaler. Denn häufig ist es so, dass sich Geschäftsleitungen schwer damit tun, den Recruitern die neuen HR-Tools zur Verfügung stellen. Und so müssen diese ihre Daten weiterhin mühsam in Excel Listen pflegen und viele Prozesse manuell steuern, für die es inzwischen eigentlich Hilfe gibt. Was auf der Strecke bleibt, ist die Zeit für eine optimale Kandidatenansprache. Fatal. Denn es ist absehbar, dass es in Zeiten des Fachkräftemangels immer schwerer werden wird, an Kandidaten heranzukommen.

 

Recruiting der Zukunft: Wie sieht die Personalbeschaffung in fünf Jahren aus?
Umso wichtiger, dass Unternehmen die Bedeutung einer gut funktionierenden HR Abteilung als strategischen Anker zur Sicherung ihrer Zukunftsfähigkeit begreifen und sich neuen Trends nicht mehr verschließen. Wichtig ist es, up-to-date zu bleiben, um im Recruiting nicht irgendwann den Anschluss zu verpassen. Und das könnte deutlich schneller gehen als sich mancher Chef bewusst macht.

 

In fünf bis zehn Jahren könnte sich die Personalbeschaffung komplett verändert haben. Vermutlich wird es die Stellenanzeige auch dann noch geben, aber in anderer Form als wir sie heute kennen. Denn irgendeine Basis, um die grundlegenden Informationen über eine vakante Stelle an den Bewerber zu bringen, braucht man auch im Jahr 2020 noch.

 

Wie könnte das aussehen? Bereits jetzt ist zu beobachten, dass Wearable IT wie die Smart Watch immer mehr Konsumenten begeistert. Das könnte auch Auswirkungen auf die Personalbeschaffung haben. Vielleicht weist die Uhr Kandidaten irgendwann einmal auf vakante Stellen eines Unternehmens hin, die zum eigenen Profil passen, wenn man sich gerade in einem gewissen Umkreis bewegt.

 

Die Stellenanzeige selbst ließe sich bei Interesse dann via Handy abrufen. Obwohl: Vielleicht gibt es dann auch gar keine Handys mehr, sondern Armbänder, die das Display auf die nackte Haut des Unterarms projizieren. Auch hierzu gibt es Ansätze. So oder so: Die Zukunft der Rekrutierung dürfte spannend werden. (Bilder: Dollarphotoclub)


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