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Flughafen-Test: Würden Sie mit diesem Bewerber verreisen?

Veröffentlicht am 26. Februar 2016

waiting at the airportBei der Auswahl von Talenten kommt es – klar – auf deren Fähigkeiten an. Aber nicht weniger auch auf deren Charakter. Denn die größten Talente nutzen nichts, wenn es im Team menschlich hakt und diese infolgedessen nicht eingebracht werden können. Wie aber abschätzen, ob der Bewerber passt oder nicht? Ganz einfach: Machen Sie den Flughafen-Test. (Bild: ItinerantLens / dollarphotoclub)

 

Nichts ist schöner, als wenn eine ausgeschriebene Stellenanzeige von Erfolg gekrönt ist und die Bewerber Interesse signalisieren. Nun kommt alles darauf an, das richtige Händchen bei der Auswahl der Kandidaten zu haben, wobei es neben fachlichen Skills gilt es auch den Charakter einzuschätzen gilt. Denn je besser ein Kandidat ins Team passt, umso höher die Chance, dass er mit innovativen Denkansätzen punktet und genau darum geht es heute mehr denn je. Wie also herausfinden, ob der Kandidat ein Teamplaner ist?

 

Tipp 1: Fragen Sie Ihre Assistentin

Wie ein Bewerber tickt, zeigt er auch, wenn er vermeintlich nichts tut. Wie verhält er sich beispielsweise während der Wartezeit gegenüber dem Assistenten der Geschäftsleitung?

– Bemüht er sich höflich zu sein?

– Bringt er möglicherweise sogar ein Gespräch in Gang?

– Oder verhält er sich hochnäsig?

Solche Feinheiten können zum Beispiel den Ausschlag gegen, wenn man sich zwischen zwei Bewerbern nicht entscheiden kann. Hier sollte in jedem Falle der Menschlichere zum Zug kommen. Denn je schneller er sich integriert, umso geringer fällt der Einarbeitungsaufwand aus. Also: Es lohnt sich, die persönliche Assistentin bei der Entscheidungsfindung mit ins Boot zu holen und die zwischenmenschlichen Dinge abzufragen, die ihr aufgefallen sind.

 

Tipp2: Der Flughafen-Test

junge Frau wartet auf ihren BusAbgesehen von Höflichkeit und Anstand ist es aber auch ausschlaggebend, wie interessant ein Kandidat ist.

– Kann er andere von Ideen überzeugen?

– Wie kreativ sind seine Einfälle?

– Und: Macht es Spaß mit dem Gegenüber zusammen zu sein?

 

Um das herauszufinden, gibt es den so genannten Flughafen-Test. Ein reines Gedankenexperiment. Stellen Sie sich vor, Sie sitzen stundenlang mit der betreffenden Person in der Abflughalle fest. Der Flieger hat Verspätung, ein Ende der Wartezeit ist nicht in Sicht. Reichlich nervige Situation also!

 

Nun kommt die alles entscheidende Frage: Könnten Sie sich vorstellen, sich die ganze Zeit mit dem Kandidaten gut zu unterhalten? Oder würden Sie unter einem Vorwand relativ zeitnah das Tablet zur Hand nehmen, um ein paar “wichtige” Korrespondenzen zu erledigen? Alles, um nur nicht mit dem Typen Ihnen gegenüber reden zu müssen? Je nachdem, wie die Antwort auf den Flughafen-Test ausfällt, bringt sie ein gutes Stück in der Bewerberauswahl weiter. (Bild: Nagel’s Blickwinkel / dollarphotoclub)

 

Klingt banal. Ist aber tatsächlich eines der Recruiting-Erfolgsrezepte von einem der ganz großen im amerikanischen Silicon Valley: Google. Hier gehört der Flughafen-Test inzwischen zum festen Recruiting Repertoire. Nun und gar so falsch können die Googler nicht liegen: Marktführerschaft und wiederholte Nominierungen als einer der besten Arbeitgeber weltweit sprechen eine ziemlich eindeutige Sprache.


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