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Arbeitsklima: Wichtiger als der schnöde Mammon!

Veröffentlicht am 21. Januar 2016

ArbeitsklimaEine aktuelle Umfrage von YouGov kommt zum Ergebnis, dass für viele Arbeitnehmer das Arbeitsklima inzwischen einen deutlich höheren Stellenwert hat als der schnöde Mammon. Vor ein paar Jahren noch wäre das Ergebnis genau anders herum ausgefallen, oder wie der Amerikaner so schön sagt: vice versa. Woran liegt das? Und wie können Arbeitgeber bereits in ihrer Stellenanzeige darauf aufmerksam machen, dass bei ihnen im Haus alles “töfte” ist? (Bild: Rido / dollarphotoclub)

 

Fakt ist, dass viele Arbeitnehmer inzwischen fast genauso viel Zeit im Büro verbringen wie zu Hause. In  vielen Job-Angeboten und Stelleninseraten wird daher die gute Atmosphäre am Arbeitsplatz gelobt. Hervorgehoben werden Goodies wie flexible Arbeitszeiten, Work Life Balance Angebote, Incentives, Gesundheitsangebote und nicht zuletzt das tolle Miteinander unter den Kollegen. Was nicht zuletzt auf die ganzen Firmenevents und Teambuildung-Maßnahmen zurückzuführen ist.

 

Arbeitsklima: Werte verschieben sich…

Es ist also zu einer Werteverschiebung gekommen, was Arbeitnehmern wichtig ist und Arbeitgeber stellen nach und nach die Weichen, um ihren Angestellten  möglichst eine gute Wohlfühlatmosphäre zu kredenzen. Soweit, so gut und auch so wichtig. Denn die Sehnsucht von Arbeitnehmern nach einem guten Klima kommt nicht von ungefähr. Ebensowenig wie die zunehmende Mühe der Arbeitgeber, die Work Life Balance zu optimieren.

 

Denn nur, wer sich rundum wohlfühlt, ist motivierter und wandert nicht so schnell ab – trotz steigender Anforderungen in einer immer komplexer werdenden Arbeitswelt. Und so brachten konsequenterweise jene den Stein ins Rollen,  die am nächsten an der neuen Arbeitswelt dran sind. So machten als Erstes Innovatoren wie Google oder Pixar durch außergewöhnliche Arbeitsplatzkonzepte von sich reden.

 

Arbeitsklima: Google macht’s vor!

ArbeitsklimaLogisch! Wer im Silicon Valley beschäftigt ist, sitzt schließlich nicht nur am Puls des Digitalisierungs-Zeitalters, er treibt es mit an. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die Mitarbeiter. Umso wichtiger, dass diese bis in die Haarspitzen motiviert sind und gerne zur Arbeit kommen. Dafür scheuen Unternehmen inzwischen keine Kosten und Mühen mehr.

 

Bei Pixar arbeiten die Kreativen etwa in Holzhäuschen bei gedimmter Beleuchtung – das soll entspanntes Arbeiten fördern. Bei Google rutscht man derweil von Etage zu Etage statt zu laufen oder gönnt sich eine Auszeit im firmeneigenen Pool. Ganz so dolle “treiben” es die Arbeitgeber hierzulande noch nicht, doch die Wertigkeit in punkto Wohlfühlklima steigt auch hier merklich. (Dash / dollarphotoclub)

 

Arbeitsklima: Die Ergebnisse von YouGov

Ganz in diesem Sinne kamen die Meinungsforscher von YouGov bei ihrer Erhebung unter Angestellten ohne Führungsverantwortung zu folgendem Ergebnis: Drei von vier Befragten (76 Prozent) ist eine angenehme Atmosphäre am Arbeitsplatz wichtiger als eine hohe Bezahlung. Gerade einmal 24 Prozent würden eine bessere Bezahlung einem guten Klima vorziehen. Bei Frauen fällt die Entscheidung mit 84 Prozent deutlich häufiger auf das Arbeitsklima als bei Männern (67 Prozent).
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Die Umfrage zeige überdies auch, wie sich deutsche Angestellte entscheiden, wenn sie die Wahl zwischen Arbeitsplatzsicherheit und beruflichem Weiterkommen haben, heißt es seitens YouGov. “Bei neun von zehn Befragten (90 Prozent) hat die Arbeitsplatzsicherheit Vorrang vor dem beruflichen Weiterkommen (10 Prozent). Dabei sind (…) die jüngeren Angestellten etwas ehrgeiziger als die Älteren: 22 Prozent der 18- bis 34-Jährigen ist ein berufliches Weiterkommen wichtiger als die Arbeitsplatzsicherheit, bei den Über-55-Jährigen sind es gerade einmal zwei Prozent.”

 

Arbeitsklima: Arbeitgeber im Ranking

ArbeitsklimaDass viele Arbeitgeber inzwischen mit gutem Beispiel vorangehen, zeigt zum Beispiel das Ranking “Deutschlands beste Arbeitgeber”. Jährlich kürt das  Nachrichtenmagazin FOCUS gemeinsam mit  dem Karriere-Netzwerk Xing und dem Arbeitgeberbewertungsportal Kununu die besten Arbeitgeber Deutschlands. Das Prinzip: Arbeitnehmer bewerten Arbeitgeber. Die repräsentative Befragung, die vom Hamburger Marktforschungsinstitut Statista durchgeführt wird,  basiert auf Urteilen von Mitarbeitern aus allen Hierarchie- und Altersstufen. (Bild: gstockstudio / dollarphotoclub)

 

Die Mitarbeiter machen mitunter Angaben, wie zufrieden sie mit dem Führungsverhalten ihres Chefs, ihren beruflichen Perspektiven, dem Gehalt sowie dem Image ihres Arbeitgebers sind. Eine Liste der zuletzt ausgezeichneten Firmen findet sich hier… Nur für den Fall, dass sich der ein oder andere Entscheider hier Anregungen holen mag!


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